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Friedensgespräche für die Ukraine: Das Signal von Dschidda

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Nur Druck kann den Kriegstreiber an den Verhandlungstisch bringen.
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Wenn Russland ernsthaft verhandeln soll, braucht es dazu Druck von außen. Erst wenn Putin diesen Druck deutlich spürt, können Friedensverhandlungen beginnen. Dschidda könnte der Anfang gewesen sein. Der Kommentar.

Täglich wird die Ukraine von russischen Truppen beschossen, seit bald anderthalb Jahren. Eine Waffenruhe ist auch nach der Konferenz in Saudi-Arabien meilenweit entfernt. Doch das Treffen von Dschidda zeigt Wege auf, die zum Frieden führen können – auch wenn der Aggressor Russland gar nicht erst eingeladen war.

Umso bemerkenswerter ist, dass sich China beteiligt hat. Peking hat Moskau bisher den Rücken freigehalten und besitzt die größte Macht, um Wladimir Putin zum Einlenken zu bewegen. Auch Indien, Südafrika und Brasilien waren vertreten, denen wegen ihrer Verbindungen nach Moskau eine Mittlerrolle zuzutrauen ist.

Für Kiew besitzt es enorme Bedeutung, wenn das Ziel einer „territorialen Integrität und Souveränität“ der Ukraine von der internationalen Gemeinschaft anerkannt wird. Damit werden russische Ambitionen, sich eroberte Gebiete einzuverleiben, zurückgewiesen. Moskau sollte das Zeichen verstehen. Es braucht dazu Druck von außen. Erst wenn Putin diesen Druck deutlich spürt, können ernsthafte Friedensverhandlungen beginnen. Dschidda könnte der Anfang gewesen sein.

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