Ukraine-News im Ticker

Ukraine-Frieden? Putin verlange dafür „nichts Ungewöhnliches“

Alle Autoren
    schließen
  • Simon Schröder
  • Christian Stör
    Christian Stör

News zum Ukraine-Krieg: Trump sieht in Putin den Willen zum Frieden. Ein Treffen in Florida soll neue Impulse geben. Der Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im neuen News-Ticker.

Update, 6:55 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff ist die Hafeninfrastruktur in der russischen Stadt Temrjuk am Asowschen Meer nach Behördenangaben beschädigt worden. „Ein Feuer ist ausgebrochen. Spezialeinheiten und Rettungsdienste sind vor Ort im Einsatz“, teilte das örtliche Katastrophenschutzzentrum via Telegram mit. Das russische Verteidigungsministerium gab seinerseits bekannt, die Luftabwehr habe in der Nacht 41 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört, darunter eine über der Region Krasnodar.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine News: Russische Vermögenswerte – Merz und von der Leyen treffen belgischen Premier

Update, 5. Dezember, 5:25 Uhr: Kanzler Friedrich Merz reist am heutigen Freitag nach Belgien, um dort EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den belgischen Premierminister Bart de Wever zu treffen. Merz werde bei einem Abendessen in „privatem Rahmen“ mit de Wever und von der Leyen die Nutzung der eingefrorenen russischen Vermögenswerte für die Finanzierung der Ukraine besprechen, hieß es aus deutschen Regierungskreisen.

Ukraine News: Chemiefabrik in Südrussland getroffen

Update, 22:30 Uhr: Die Ukraine hat eine strategisch wichtige Chemiefabrik in der russischen Region Stawropol angegriffen. Das Werk Nevinnomyssk Azot produziert Grundkomponenten für Sprengstoff und gilt als kritisches Element der russischen Militärindustrie.

Bei dem nächtlichen Angriff wurde eine Produktionshalle getroffen und ein Feuer ausgelöst, wie der ukrainische Generalstab mitteilte. Die Anlage kann jährlich über eine Million Tonnen Ammoniak und bis zu 1,4 Millionen Tonnen Ammoniumnitrat produzieren. Zusätzlich bestätigte das Militär Verluste von 60 russischen Soldaten bei einem separaten Angriff auf einen Truppenübungsplatz im besetzten Gebiet Donezk.

Ukraine-News: Nach Angriffen im Schwarzen Meer – Türkei bestellt Botschafter ein

Update, 20:55 Uhr: Die Türkei hat nach mehreren Angriffen auf Frachtschiffe im Schwarzen Meer die Botschafter der Ukraine und Russlands einbestellt. Diese Information erhielt die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vom türkischen Außenministerium. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Angriffe, die der Ukraine zugeschrieben werden und sich gegen mutmaßliche Schiffe der russischen Schattenflotte richteten, zuvor als „besorgniserregende Eskalation“ bezeichnet.

Erdogan erklärte zu Beginn der Woche, dass der „Konflikt zwischen Russland und der Ukraine“ „offensichtlich ein derartiges Ausmaß erreicht, dass er die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer bedroht“ habe. Die Türkei werde die „nötigen Warnungen an die betroffenen Parteien“ aussprechen.

USA schwenken bei Russland-Sanktionen um: Lukoil darf wieder Tankstellen in den USA betreiben

Update, 20:33 Uhr: Die Sanktionen der USA gegen den russischen Erdölkonzern Lukoil wurden teilweise gelockert. Am Donnerstag informierte das Finanzministerium in Washington, dass Lukoil bis zum 29. April weiterhin Tankstellen in den USA und anderen Ländern unter eigenem Namen betreiben dürfe. Allerdings dürfen die Einnahmen nicht nach Russland fließen.

Mit dieser Maßnahme wollen die USA „Schaden von Verbrauchern und Lieferanten abwenden“. Im Oktober hatte US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen die beiden größten russischen Erdölkonzerne, Lukoil und Rosneft, angekündigt. Diese Sanktionen führten unter anderem dazu, dass sämtliche Vermögenswerte der Unternehmen in den USA eingefroren wurden. Zudem wurde US-Unternehmen untersagt, geschäftliche Beziehungen zu Lukoil und Rosneft zu pflegen. Gemeinsam sind Lukoil und Rosneft für 55 Prozent der gesamten Erdölförderung in Russland verantwortlich. Trump begründete die Sanktionen mit fehlenden Fortschritten bei den Bemühungen um Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland.

Große Skepsis bei den baltischen Staaten über mögliches Ende des Ukraine-Kriegs

Update, 19:51 Uhr: Die Aussichten der von den USA geleiteten Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs werden von den Präsidenten der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen mit Skepsis betrachtet. Nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen in Riga äußerte der litauische Präsident Gitanas Nauseda: „Ich halte die Chancen, dass es eine Möglichkeit für einen Kompromiss und Konsens gibt, für minimal. Aber trotzdem müssen wir es versuchen.“

Auch Edgars Rinkevics aus Lettland und Alar Karis aus Estland, die Gastgeber des Treffens, würdigten die Anstrengungen und die jüngsten Verhandlungen der USA. Die Staatsoberhäupter der drei EU- und NATO-Mitgliedsländer betonten jedoch, dass Russland und Präsident Wladimir Putin keinen Frieden anstrebten und den Krieg fortsetzen wollten.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Update, 19:11 Uhr: In einem Interview mit dem indischen Medium India Today äußerte sich Russlands Präsident Wladimir Putin erneut kritisch zur NATO und deren Ausdehnung nach Osten. Putin betonte, dass Russland „nichts Ungewöhnliches oder Unerwartetes, nichts, was vom Himmel fallen würde“ verlange. Vielmehr bestehe man darauf, „dass die uns bereits gemachten Versprechen eingehalten werden“, wie die russische Nachrichtenagentur Tass Putin zitiert. Der Kremlchef lehnte eine weitere Osterweiterung des NATO-Bündnisses ab. Eine mögliche Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO bezeichnete er als „völlig inakzeptabel“ und als „ernsthafte Bedrohung“ für Russland.

Update, 18:24 Uhr: Die ukrainische Regierung beschuldigt Russland, ukrainische Kinder in „Umerziehungslager“ nach Nordkorea gebracht zu haben. Dmytro Lubinets, der Menschenrechtsbeauftragte der ukrainischen Regierung, erklärte am Donnerstag, dass es ein Netzwerk von 165 solcher Lager in der besetzten Ukraine, in Belarus, in Russland und auch in Nordkorea gebe. Diese Informationen basieren auf Erkenntnissen der in Kiew ansässigen Menschenrechtsgruppe RCHR.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 wirft die ukrainische Regierung Russland vor, fast 20.000 Kinder entführt oder zwangsweise vertrieben zu haben. Ein Vertreter des Regionalen Zentrums für Menschenrechte (RCHR) berichtete am Mittwoch in einer Anhörung vor dem US-Senat, dass zumindest einige dieser Kinder in ein Lager an der Ostküste Nordkoreas gebracht worden seien.

NATO modernisiert Kommandostrukturen aufgrund der Bedrohungslage in Europa

Update, 17:43 Uhr: Die militärischen Kommandostrukturen der NATO werden aufgrund der aktuellen Bedrohungslage angepasst. General Alexus G. Grynkewich erklärte im strategischen NATO-Hauptquartier in Mons, Belgien: „Angesichts der weltweiten Koordinierung unserer Gegner ist es unerlässlich, den euro-atlantischen Raum so gut wie möglich zu stärken und unsere Präsenz im hohen Norden zu festigen.“

Die Verantwortung für die Verteidigungsplanungen von Dänemark, Schweden und Finnland wird vom operativen Hauptquartier in Brunssum, Niederlande, an das in Norfolk, USA, verlagert. Das JFC Norfolk ist bereits für den Atlantik, die Arktis, Grönland, Island, Norwegen und Großbritannien zuständig. Norfolk fungiert als strategische Verbindung zwischen Nordamerika und Europa und schützt weit mehr als nur die maritimen Routen.

Erfolg für Kiew im Ukraine-Krieg: Ukraine zerstört russischen Kampfjet auf der Krim

Update, 17:07 Uhr: Ein russischer MiG-29-Kampfjet wurde von ukrainischen Spezialeinheiten auf dem Militärflugplatz Katscha auf der besetzten Krim zerstört. Das Portal Ukrainska Pravda berichtet darüber. Am 4. Dezember führte die Spezialeinheit „Prymary“ des ukrainischen Militärgeheimdienstes diesen Angriff durch, wie die Behörde erklärte. In derselben Nacht trafen die ukrainischen Einheiten ebenfalls ein russisches Irtysch-Radarsystem in der Nähe von Simferopol. Die Angaben aus der Ukraine lassen sich unabhängig nicht verifizieren.

Update, 16:38 Uhr: Unbekannte Drohnen sollen dem Regierungsflugzeug des ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Irland gefährlich nahe gekommen sein. Das berichtet das irische Portal The Journal. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Montag. Die ukrainische Regierungsmaschine war demnach früher als geplant beim Flughafen in Dublin gelandet. Die Drohnen hätten die Maschine nur knapp verpasst. Nach ersten Informationen sollen die unbekannten Flugobjekte nordöstlich von Dublin gestartet worden sein. Wer die Drohnen steuerte, ist unklar.

Wadephul: Russland keine „ernsthafte Absichten“ den Ukraine-Krieg zu beenden

Update, 15:59 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagt, Russland habe „keinerlei ernsthafte Absichten, seinen Angriffskrieg zu beenden“. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall. „Putin intensiviert seine Rhetorik gegenüber Europa, hält an seinen Maximalforderungen fest und setzt weiter auf militärische Mittel.“

Wadephul betonte zudem: „Russland – unter seinem heutigen Regime – ist kein friedfertiger Staat.“ Der russische Angriffskrieg „richtet sich nicht nur gegen die Ukraine, sondern auch gegen das Fundament unserer gemeinsamen Sicherheitsordnung“. Dies stelle die OSZE vor neue Herausforderungen, da sie speziell für die Sicherheit Europas ins Leben gerufen wurde. „Nur wenn wir in internationalen Organisationen zusammenarbeiten, wenn wir auf multilaterale Kooperation setzen, sind wir stark“, unterstrich Wadephul abschließend.

Update, 15:28 Uhr: Die ukrainische Armee hat Russlands Erfolgsmeldungen an der Ukraine-Front bei Pokrowsk zurückgewiesen. Armeeoberbefehlshaber Olexander Syrskyj schrieb bei Facebook: „Ukrainische Einheiten halten den nördlichen Teil von Pokrowsk weiter“. Der russische Vormarsch werde gestoppt, ebenso wie der Versuch, Pokrowsk und die benachbarte Stadt Myrnohrad zu umgehen. In einer Beratung diskutierte man die Organisation zusätzlicher Nachschublinien, die Evakuierung von Verwundeten sowie Maßnahmen gegen feindliche Artillerie und Drohnen.

Macron mit deutlicher Ansage an chinesischen Präsidenten Xi wegen des Ukraine-Kriegs

Update, 14:46 Uhr: Der chinesische Präsident Xi Jinping ist von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron während eines Treffens in Peking dazu aufgefordert worden, sich intensiver für ein Ende des Ukraine-Konflikts zu engagieren. Macron betonte am Donnerstag, dass China sich beteiligen solle, „um möglichst schnell zumindest eine Waffenruhe zu erreichen“ solle.

Xi Jinping reagierte zurückhaltend und warnte davor, „irgendwem die Schuld zuzuschieben“. Er erklärte, dass China alle Bemühungen zum Frieden unterstützte. Zudem versicherte er, dass sein Land „weiter eine konstruktive Rolle für eine Lösung der Krise“ einnehmen werde, ohne dabei ins Detail zu gehen. Xi betonte außerdem, dass China „jeden unverantwortlichen Versuch“ ablehne, „irgendwem die Schuld zuzuschieben oder irgendwen zu diffamieren“.

Update, 14:08 Uhr: Wladimir Putin hat hervorgehoben, dass Donald Trump ernsthaft an einer Lösung des Ukraine-Kriegs arbeite. Vor seinem Treffen mit dem indischen Premierminister Narendra Modi äußerte er sich gegenüber dem indischen Medium India Today. Die russische Nachrichtenagentur Tass zitiert aus dem Interview: „Das ist eine schwierige Aufgabe und eine schwierige Mission, die Präsident Trump übernommen hat“.

Putin erklärte weiter, dass es keine einfache Aufgabe sei, „die Konfliktparteien zu einem Konsens zu bewegen“. Dennoch sei er überzeugt, dass Präsident Trump das wirklich versuche. „Da bin ich mir sicher“, sagte der russische Präsident. Russland werde, so Putin, die Gebiete „Donbass und Noworossija (Neurussland, Anm. d. Red.) auf jeden Fall befreien – mit militärischen oder anderen Mitteln“. Der Begriff Neurussland bezieht sich historisch auf Regionen des ehemaligen russischen Reiches. Bereits 2014 hatte Putin diesen Ausdruck verwendet, um die Krim-Halbinsel als Teil Russlands zu deklarieren.

Neue Details zur Lage um Pokrowsk: Ukraine hält weiter Stellungen

Update, 13:36 Uhr: Russland warnt die EU nachdrücklich davor, auf eingefrorenes russisches Vermögen zuzugreifen. Maria Sacharowa, die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, betonte: „Jede rechtswidrige Handlung in Bezug auf unsere Vermögenswerte wird zu den härtesten Reaktionen führen.“ Das russische Außenministerium erklärte zudem, dass bereits mögliche Sanktionen vorbereitet würden. Die EU beabsichtigt, das eingefrorene Vermögen Russlands zu verwenden, um die Unterstützung für die Ukraine bis 2027 zu gewährleisten.

Update, 12:55 Uhr: Neue Details zur Schlacht um Pokrowsk: Noch immer halten die ukrainischen Streitkräfte nach Angaben ihres Armeechefs Olexandr Syrskyj ihre Stellungen im Norden der erbittert umkämpften Stadt im Osten des Landes. „Die Schlacht geht weiter“, teilte Syrskyj auf Facebook mit. „Ukrainische Einheiten halten weiterhin den nördlichen Teil von Pokrowsk.“ Das besondere Augenmerk gelte der Organisation zusätzlicher Versorgungsrouten, einer zeitnahen medizinischen Evakuierung und der Abwehr russischer Drohnen und Artillerie. Der russische Präsident Wladimir Putin hingegen hat vor einigen Tagen erklärt, Pokrowsk sei unter Kontrolle der russischen Truppen.

Ist ein Ende des Ukraine-Kriegs möglich? Trump, Purin und Selenskyj müssen die Entscheidung treffen. (Symbolbild)

Ukraine News: Wadephul ruft Russland zur Verhandlungsbereitschaft auf

Update, 11:50 Uhr: Johann Wadephul hat sich zur heutigen Verhandlungsrunde zum Ende des Ukraine-Kriegs geäußert. „Die Ukraine ist zum Dialog bereit“, sagte der Bundesaußenminister beim Ministerratstreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien. Der CDU-Politiker rief auch Russland zur Verhandlungsbereitschaft auf. „Wir unterstützen die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf“, betonte der Minister zudem. Der Sanktionsdruck auf Russland werde weiter erhöht. Ziel sei, die Ukraine in eine „gute Verhandlungsposition“ zu bringen.

Ukraine News: Macron wirbt um Chinas Hilfe für Ende des Ukraine-Kriegs

Update, 11:00 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drängt Chinas Staatschef Xi Jinping zu einer engeren Zusammenarbeit für ein Ende des Ukraine-Kriegs. „Wir müssen uns weiterhin für Frieden und Stabilität in der Welt einsetzen“, sagte Macron bei einem Treffen in Peking mit Blick auf den Konflikt in der Ukraine.

Update, 10.25 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1140 Soldaten verloren. Insgesamt hat Putins Armee laut diesen Angaben mehr als 1,17 Millionen Soldaten im Ukraine-Krieg verloren. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Weitere Zahlen aus Kiew zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg im Überblick:

  • Soldaten: 1.177.370 
  • Drohnen: 86.476
  • Artilleriesysteme: 34.809
  • Panzer: 11.396

Ukraine News: Treffen mit US-Gesandten laut Putin „sehr nützlich“

Update, 9:45 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat sein Treffen mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner als „sehr nützlich“ bezeichnet. Es habe auf den Vorschlägen basiert, die mit US-Präsident Donald Trump in Alaska besprochen worden seien, meldete die staatliche Nachrichtenagentur RIA.

Rubriklistenbild: © Vyacheslav Prokofyev/dpa/Thomas Köhler/imago/Montage

Kommentare