Neue Regierung

Ehemalige Rivalin guckt zu: Merkel kündigt Besuch bei Kanzlerwahl von Merz an

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  • Nils Thomas Hinsberger
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Die Minister-Liste der CDU für die schwarz-rote Bundesregierung steht. In Berlin hat Friedrich Merz sein Kabinett vorgestellt – mit zwei Überraschungen.

Update, 18.59 Uhr: Friedrich Merz will den Journalisten Stefan Kornelius von der Süddeutschen Zeitung zu seinem Regierungssprecher machen. Das teilte die SZ auf ihrer Homepage mit. Kornelius war bei der überregionalen Zeitung seit 2021 Leiter des Ressorts Politik.

Merkel kündigt Anwesenheit bei Merz‘ Kanzlerwahl an

Update, 29. April, 17.29 Uhr: Angela Merkel, die ehemalige Bundeskanzlerin und CDU-Politikerin, plant, bei der Wahl von Friedrich Merz zum Kanzler anwesend zu sein. Laut einer Sprecherin werde sie das Ereignis von der Ehrentribüne im Bundestag aus beobachten, wie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mitgeteilt wurde.

Update, 29. April, 6.18 Uhr: Nach der Verteilung der Ministerposten in der Union liegt der Fokus nun auf der SPD. Nachdem CDU und CSU dem schwarz-roten Koalitionsvertrag zugestimmt haben, endet am Dienstag die Abstimmung der Mitglieder. Bis heute um 23.59 Uhr haben etwa 358.000 Mitglieder der Sozialdemokraten die Möglichkeit, über das 144-seitige Vertragswerk abzustimmen. Das Resultat wird am Mittwoch verkündet. Lars Klingbeil, der Parteivorsitzende, plant, die Namen der SPD-Minister am 5. Mai bekanntzugeben.

Vergabe der Ministerposten: LobbyControll kritisiert Auswahl für Merz-Kabinett

Update, 20.52 Uhr: LobbyControl äußert Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte bei einigen Kabinettsmitgliedern, die von Friedrich Merz ausgewählt wurden. Christina Deckwirth, Sprecherin der Organisation, wird von der Nachrichtenagentur Reuters mit den Worten zitiert: „Mit Frau Reiche wird eine Energieunternehmerin zur Energieministerin gemacht“. Bei der Kritik geht es um die designierte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die auch die Leitung der E.ON-Tochter Westenergie innehat. Deckwirth fügt hinzu: „Es ist höchst fraglich, ob Reiche die nötige kritische Distanz und Unabhängigkeit zur Energiewirtschaft einhalten kann, um ausgewogen zu entscheiden“.

Wadephul lobt „klare und harte Position“ von Baerbock im Ukraine-Krieg

Update, 19.19 Uhr: Johann Wadephul von der CDU, der mögliche zukünftige Außenminister, äußerte sich lobend über die Ukraine-Politik von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). „Sie hat erstaunlicherweise die Ukraine-Politik in sehr klarer und harter Position vertreten. Für eine grüne Politikerin hätte man das vor einigen Jahren so nicht erwartet“, erklärte er im Gespräch mit dem Sender Phoenix.

Update, 17.53 Uhr: Mehrere Wirtschaftsverbände äußern sich laut der Tagesschau positiv über die designierte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner wird mit den Worten zitiert: „Wir brauchen eine starke Stimme und eine Anwältin für die Wirtschaft. Dass eine erfahrene Energiemanagerin und Politikerin neue Ministerin für Wirtschaft und Energie wird, ist dafür ein wichtiges Signal.“

Lauterbach bietet Nachfolgerin Unterstützung bei Amtsübergabe an

Update, 17.12 Uhr: Der scheidende Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat seiner designierten Nachfolgerin Nina Warken (CDU) Unterstützung bei der Übergabe ins neue Amt zugesichert. „Ich werde am Anfang alles tun, um es ihr leicht zu machen, ins Amt zu finden“, sagte der SPD-Politiker auf Nachfrage vor Journalisten in Berlin. Er wünschte Warken, die in der Gesundheitspolitik bisher weniger in Erscheinung getreten ist, Glück und Erfolg. 

Update, 16.09 Uhr: Nach der offiziellen Präsentation seiner zukünftigen Minister für eine mögliche Regierung gibt sich Friedrich Merz zuversichtlich. In Berlin verkündete er: „Hiermit verabschiede ich mich als ihr Oppositionsführer“. Er betonte, dass die Partei bei ihrem nächsten Treffen in der Regierungsverantwortung stehen werde. Dennoch warnte er, dass auf die Unionspartei noch viel Arbeit zukomme.

Friedrich Merz stellt sein mögliches Kabinett für eine rot-schwarze Koalition vor.

Update, 15.46 Uhr: Der Bundesausschuss der CDU hat den Koalitionsvertrag von Union und SPD gebilligt. Das entschieden die Mitglieder beim kleinen Parteitag in Berlin.

Update, 15.40 Uhr: Tim Achtermeyer, der Vorsitzende der NRW-Grünen, äußerte gegenüber fr.de von IPPEN.MEDIA seine Besorgnis: „Ich mache mir große Sorgen, dass mit Wolfram Weimer der Kulturkampf ins Kanzleramt zieht.“ Er befürchtet, dass Weimer die Position des Kulturstaatsministers dazu verwenden könnte, „um seine rechtskonservative Agenda mit den Ressourcen und dem Schutz eines öffentlichen Amtes voranzutreiben“.

Achtermeyer zweifelt daran, dass jemand, der von der demographischen „Fortdauer des eigenen Bluts“ spricht, der Vielfalt der deutschen Kulturlandschaft gerecht werden könne. „Insbesondere Nordrhein-Westfalen lebt von seinem breiten Kulturangebot. Kunst- und Kulturtreibende erwarten von einem Kulturstaatsminister, dass er diese Vielfalt schützt und weiter fördert.“

Minister unter Merz: Komplette Liste des Kabinetts – von Klingbeil bis zu „neuen Gesichtern“

17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands.
17 Ministerinnen und Minister, dazu ein Bundeskanzler namens Friedrich Merz: Sie bilden das Kabinett der Koalition aus CDU, CSU und SPD und damit die 25. Bundesregierung Deutschlands. © dpa
Fritze Merz Kabinett CDU CSU Minister
Der neue Kanzler (offiziell ab dem 6. Mai): Friedrich Merz hat sein Kabinett zusammengestellt. Der 69-Jährige hat vertraute und neue Gesichter auserkoren. In dieser Fotostrecke finden Sie alle von der CDU bestimmten Minister, auch die von der CSU und SPD sind hier zu finden.  © IMAGO/Uwe Koch
Thorsten Frei Kanzleramtsminister Merz Kabinett
Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes: Thorsten Frei (51) ist einer der engsten Vertrauten von Friedrich Merz und in der CDU angesehen.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Johann Wadephul Außenminister Merz Kabinett
Bundesminister für Auswärtiges: Johann Wadephul (CDU) heißt der neue Außenminister.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Katherina Reiche Wirtschaftsministerin Merz Kabinett
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie aus der CDU: Katherina Reiche ist 51 Jahre alt und wird die Nachfolge von Robert Habeck antreten. © IMAGO
Karin Prien Bildungsministerin FAmilie merz Kabinett
Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien von der CDU wird Bildungs- und Familienministerin, sie ist 59 Jahre alt. © IMAGO/Jens Schicke
Nina Warken Gesundheitsministerin Kabinett Merz
Bundesministerin für Gesundheit: CDU-Ministerin Nina Warken (45) soll die Nachfolge von Karl Lauterbach antreten.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Karsten Wildberger Digitalminister Merz Kabinett
Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: Karsten Wildberger ist die wohl größte Überraschung, der ehemalige MediaMarkt-Chef ist 56 Jahre alt.  © AnikkaxBauer
Wolfram Weimer Minister für Kultur
Kulturstaatsminister: Wolfram Weimer, der 60-Jährige pflegt gute Kontakte in einige Verlage.  © IMAGO/Thomas Bartilla
Schnieder Vekehrsminister CDU Kabinett Merz
Bundesminister für Verkehr: Patrick Schnieder von der CDU soll Verkehrsminister werden. © IMAGO
Dobrindt Innenminister CSU Kabinett Merz Liste
Bundesminister des Innern und für Heimat: Alexander Dobrindt. Der 54-jährige CSU-Mann ist schon zum zweiten Mal Minister. Unter Angela Merkel war er von 2013 bis 2017 Verkehrsminister © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Alois Rainer LAndwirtschaft Merz Kabinett
Landwirtschaftsminister soll der CSU-Politiker Alois Rainer werden. Der 60-Jährige ist durchaus ein überraschender Name, den Söder hier aus den CSU-Kreisen ausgewählt hat.  © IMAGO/Christian Spicker
Bär Ministerin Söder Merz KAbinett
Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Dorothee Bär (47) übernimmt das neu zusammengestellte Ministeramt. Die CSU-Politikerin galt von vorneherein als Favoritin aus Bayern.  © IMAGO/Heiko Becker
Klingbeil Kabinett Vizekanzler Finanzminister
Lars Klingbeil wird Vizekanzler und Finanzminister. Der 47-Jährige spricht über die SPD-Minister mit den Worten: „Generationswechsel“ und „neue Gesichter und erfahrene Persönlichkeiten“. Nachfolgend sind alle SPD-Ministerinnen und SPD-Minister aufgelistet.  © IMAGO/FRANK TURETZEK
Boris Pistorius Verteidigunsminister SPD Merz Klingbgeil
Verteidigungsminister bleibt Boris Pistorius, 65 Jahre alt. Er ist eines der prominentesten SPD-Mitglieder des Kabinetts. © IMAGO/Noah Wedel
Der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gilt im Merz-Kabinett als gesetzt, wenn es mit schwarz-rot klappt. Er könnte allerdings das Ministerium wechseln und sogar Vizekanzler werden.
Pistorius ist der einzige Minister der einstigen Ampel-Koalition unter Olaf Scholz, der auch unter dessen Nachfolger Friedrich Merz einen Platz im Kabinett gefunden hat. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Bas Ministerin Arbeit Kabinett
Bärbel Bas, die 57-Jährige wird Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Von 2021 bis 2025 war die SPD-Politikerin Präsidentin des Deutschen Bundestags.  © IMAGO
Hubig, Justiz 56 SPD MErz Kabinett
Dr. Stefanie Hubig ist 56 Jahre alt. Sie wird Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz. DIe SPD-Politikerin ist schon in Rheinland-Pfalz Ministerin für Bildung gewesen.  © IMAGO/Jürgen Heinrich
Reem Alabali-Radovan Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Die jüngste Person aus der SPD-Riege. Reem Alabali-Radovan ist 35 Jahre alt und kümmert sich um „Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“. © IMAGO/Jürgen Heinrich
Hubertz wohnen, Bauministerin SPD KAbinett Merz Klingbeiil
Auch nicht viel älter, auch von der SPD: Verena Hubertz, 37 Jahre, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.  © IMAGO
Carsten Schneider SPD Umweltminister Merz Klingbeil Kabinett
Carsten Schneider von der SPD (49), nicht zu verwechseln mit Patrick Schnieder, wird Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD
Saskia Esken, ehemalige Parteivorsitzende der SPD, galt lange Zeit als aussichtsreiche Kandidatin für einen Kabinettsposten in der Regierung von Friedrich Merz. © Christophe Gateau/dpa
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 werden ihm Außenseiter-Chancen auf ein Amt unter Merz ausgerechnet.
Armin Laschet (CDU) wollte 2021 selbst Kanzler werden und scheiterte. Nach der Bundestagswahl 2025 galt er zumindest als Außenseiter-Kandidat für einen Posten im Kabinett von Friedrich Merz. Daraus wurde letztlich nichts. © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Kultursenator Joe Chialo
Kultursenator Joe Chialo war für die Berliner CDU bei den Koalitionsverhandlungen dabei (Archivbild). Fachleute spekulierten daraufhin Chialo könnte von Friedrich Merz als Kultusminister in sein Kabinett berufen werden. Doch der Posten ging letztlich an den Merz-Vertrauten Wolfram Weimer. © Jörg Carstensen/dpa
Jens Spahn als neuer und alter Minister? Dahinter steht ein Fragezeichen, auch wenn Spahn gewiss Ambitionen hat. Der frühere Gesundheitsminister stand wegen der Maskenaffäre in der Kritik. Andererseits verfügt er über große Regierungserfahrung, die Merz selbst bekanntermaßen fehlt.
Auch Jens Spahn hatte sich Hoffnungen auf einen Kabinettsposten unter Kanzler Friedrich Merz gemacht. Der ehemalige Gesundheitsminister ging in Sachen Kabinett zwar leer aus, kann sich aber dennoch über eine Beförderung im neuen Bundestag freuen: Spahn wird die CDU-Abgeordneten im Bundestag künftig als Fraktionsvorsitzender anführen. © IMAGO/Jens Schicke

Update, 15.17 Uhr: Auf dem CDU-Parteitag in Berlin hat Friedrich Merz erneut „Tag eins“-Versprechen gemacht. „Wir werden ab Tag eins unsere Staatsgrenzen noch besser kontrollieren. Es wird Zurückweisungen in einem größeren Umfang an unseren europäischen Binnengrenzen geben“, kündigte Merz an. Ähnlich äußerte sich auch der künftige Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Montag nach Bekanntgabe seines Ministerpostens.

„Wir müssen die Migration wieder vom Kopf auf die Füße stellen und das heißt, dafür zu sorgen, dass die Zahlen runtergehen“, sagte er RTL/ntv. Zudem kündigte der CSU-Politiker an: „Wir werden den Familiennachzug aussetzen, und wir werden zurückführen, auch in Länder wie Syrien und Afghanistan.“ 

Schwarz-rote Regierung: Merz kündigt „Politikwechsel“ an

Update, 14.56 Uhr: In Berlin kündigt Merz einen „Politikwechsel“ an: In den Politikbereichen Wirtschaft, Migration, Außen- und Sicherheitspolitik werde die Union „große Teile ihrer Versprechen einlösen“, stellt der CDU-Chef in Aussicht. Das würde mit der SPD nicht immer einfach, so Merz. Aber die Sozialdemokraten wüssten auch um ihre Verantwortung. Man müsse Kompromisse machen – und die Kompromisse aus dem Koalitionsvertrag empfehle er „mit guten Gewissen“ zur Annahme.

Nach Minister-Bekanntgabe: Merz spricht auf Parteitag über Herausforderungen für seine Regierung

Update, 14.42 Uhr: Auf dem Parteitag spricht Friedrich Merz über Herausforderungen, vor denen die schwarz-rote Regierung stehe und über Vorhaben der Koalition. Dabei thematisiert Merz neben wirtschaftlichen Herausforderungen, Donald Trumps Zollpolitik und Migration auch den Ukraine-Krieg. „Dieser Krieg richtet sich gegen die gesamte politische Ordnung des europäischen Kontinents.“

Mit der Hilfe für die Ukraine verteidige man auch die „Freiheit und unsere europäischen Werte“. Die Hilfe für die Ukraine werde als „gemeinsame Anstrengung“ der USA und Europa gesehen. Man sei keine Kriegspartei, aber auch kein „unbeteiligter Dritter“. Auch nennt Merz die Ablehnung eines „Diktatfriedens“ gegen den Willen der Ukraine als Grundprinzip für den Umgang mit dem russischen Überfall.

CDU- und CSU-Minister stehen fest: Friedrich Merz spricht auf dem CDU-Parteitag.

CDU-Parteitag: Merz spricht über Schuldenbremse – hatte „keine Wahl“

Update, 14.25 Uhr: In Berlin gesteht Friedrich Merz ein, die CDU habe sich gerade beim Thema Schuldenbremse weit von ihrer eigentlichen Position entfernen müssen. Die Enttäuschung von Wählerinnen und Wählern verstehe er daher „nur allzu gut“. Die Lage in Europa, die „Risiken der transatlantischen Partnerschaft“ und die Gefahr einer drohenden „politischen Handlungsunfähigkeit“ Deutschlands, hätten Merz jedoch „keine Wahl“ gelassen.

Update, 14.16 Uhr: Auf dem Kleinen Parteitag der Bundes-CDU spricht nun Parteichef Friedrich Merz. Vor den Delegierten wirbt Merz noch einmal um Zustimmung für den Koalitionsvertrag mit der SPD. Die Parteien hätten sich nicht gesucht, sondern sogar „dafür gekämpft, nicht mit dem jeweils anderen eine Regierung bilden zu müssen“. Es gebe keine „Euphorie“. Dies sei jedoch „auch nicht die Zeit für Euphorie“, erklärte Merz mit Blick auf die Weltlage. Dennoch betonte Merz: „Wir trauen uns das zu.“

Update, 12.46 Uhr: Die SPD will ihre Minister-Liste wohl am 5. Mai vorstellen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. SPD-Chef Lars Klingbeil soll den Termin in einer internen Sitzung angekündigt haben. Damit würde die SPD ihre Posten-Vergabe eine Woche nach der Union offiziell machen.

Söder stellt bei Pressekonferenz den „ schwarzen Metzger“ im Landwirtschaftsministerium vor

Update, 12.16 Uhr: Beim Ministerium für Wissenschaft und Raumfahrt setzt Markus Söder auf Dorothee Bär. Auch Bär war bereits vorher schon klar. Für die Landwirtschaft soll Alois Rainer, gelernter Metzgermeister, das Landwirtschaftsministerium führen. „Statt dem Grün-Veganen Özdemir kommt jetzt der schwarze Metzger. Jetzt gibts wieder Leberkäs statt Tofu-Tümmelei.”

Neuer Top-Job: Merz und Söder wollen Spahn als Fraktionschef vorschlagen

Update, 10.55 Uhr: Der frühere Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll neuer Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern sagte CDU-Chef Friedrich Merz in einer Sitzung des CDU-Bundesvorstands, er wolle gemeinsam mit CSU-Chef Markus Söder Spahn für das Amt vorschlagen.

Nicht Minister in Merz‘ Kabinett: Neuer Top-Posten für Amthor

Update, 10.51 Uhr: Neben den Minister-Posten wurden in der CDU heute weitere Top-Jobs vergeben. In dem neuen Ministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung soll es zwei Parlamentarische Staatssekretäre geben. Diese Posten sollen die beiden CDU-Politiker Philipp Amthor und Thomas Jarzombek besetzen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Update 10.38 Uhr: CSU-Vize Dorothee Bär soll in der neuen Bundesregierung das Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt übernehmen. Dies teilte Parteichef Markus Söder nach übereinstimmenden Informationen von Teilnehmern in einer Sitzung des CSU-Vorstands mit. Die 47-Jährige war bereits Digital-Staatsministerin unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Neuer Agrarminister soll demnach der CSU-Bundestagsabgeordnete Alois Rainer werden. Als Staatssekretärin stellt die CSU Bär die Abgeordnete Silke Launert zur Seite.

Zuvor war bereits aus Parteikreisen durchgesickert, dass der bisherige CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt im schwarz-roten Kabinett neuer Bundesinnenminister werden soll. Innenstaatssekretärin wird demnach die Rosenheimer CSU-Abgeordnete Daniela Ludwig. Söder lobte in der Sitzung den Angaben zufolge Dobrindts Leistung bei den Koalitionsverhandlungen, für das Innenministerium brauche es „den härtesten Profi“.

Der CSU-Abgeordnete Florian Hahn, einer der Außen- und Verteidigungsexperten der Partei, soll zudem laut Söders Worten Staatsminister im CDU-geführten Auswärtigen Amt werden. Als Staatssekretär wechselt zudem der CSU-Abgeordnete Ulrich Lange ins CDU-geführte Verkehrsministerium.

Die Liste der CSU-Minister:

  • Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt: Dorothee Bär
  • Agrarminister: Alois Rainer
  • Bundesinnenminister: Alexander Dobrindt

Update, 9.56 Uhr: Auch auf X hat Friedrich Merz nun die Liste der designierten Ministerinnen und Minister der CDU für die neue Regierung veröffentlicht. Zur Besetzung schreibt Merz: „Das ist unser Team für Deutschland: Die Besten für unser Kabinett. Die Besten für unser Land.“

Die vollständige Liste der CDU-Minister und Staatsminister:

  • Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes: Thorsten Frei
  • Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Karin Prien
  • Bundesminister für Wirtschaft und Energie: Katherina Reiche
  • Bundesminister für Verkehr: Patrick Schnieder
  • Bundesminister für Auswärtiges: Johann David Wadephul
  • Bundesministerin für Gesundheit: Nina Warken
  • Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: Karsten Wildberger
  • Staatsminister für Kultur und Meiden: Wolfram Weimer
  • Staatsministerin für Sport und Ehrenamt: Christiane Schenderlein
  • Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit: Michael Meister
  • Staatsministerin im Bundesministerium des Auswärtigen: Serap Güler
  • Staatsminister im Bundesministerium des Auswärtigen: Gunther Krichbaum

Update, 9.29 Uhr: Die Energiemanagerin und frühere CDU-Abgeordnete Katherina Reiche soll Wirtschaftsministerin der künftigen schwarz-roten Bundesregierung werden. Das teilte die CDU während einer Präsidiumssitzung in Berlin mit.

Minister im Merz-Kabinett: CDU und CSU stellen Liste vor

Erstmeldung: Berlin – Nach dem vereinbarten Koalitionsvertrag steht der voraussichtlich kommenden Bundesregierung unter CDU-Chef Friedrich Merz kein Hindernis mehr bevor. Doch einige Formalien müssen noch abgeschlossen werden. Am Montag (28. April) soll die CDU auf ihrem Parteitag ebenfalls dem Koalitionsvertrag ihre Zustimmung erteilen. Und auch das SPD-Mitgliedervotum läuft derzeit noch. Lediglich die CSU hat dem verhandelten Koalitionsvertrag bereits zugestimmt. Besonders interessant erscheint die Ministerliste von Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder.

Welche Persönlichkeiten für die jeweiligen Ressorts in der künftigen Regierung vorgesehen sind, bleibt bislang unbekannt. Bislang steht lediglich fest, welche Partei welche Ressorts erhält. Markus Söders Pressekonferenz wird morgen bereits um 12.00 Uhr beginnen. Als Schwesterpartei der CDU erhält die CSU drei Ministerien. Die Bekanntgabe, welche CSU-Politiker welches Ministerium leiten werden, erfolgt vermutlich bei der Pressekonferenz. Danach beginnt der CDU Parteitag ab 13.00 Uhr. Das Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums wird erst am 30. April veröffentlicht.

Minister unter Merz: Welche Ressorts bekommen SPD, CSU und CDU?

  • SPD: Finanzen, Verteidigung, Arbeit und Soziales, Entwicklung, Umwelt und Klimaschutz, Bauen und Wohnen, Justiz
  • CDU: Auswärtiges Amt, Wirtschaft und Energie, Gesundheit, Verkehr, Digitalisierung, Bildung und Familie, Kanzleramt
  • CSU: Inneres, Forschung und Raumfahrt, Landwirtschaft und Ernährung

Die CSU Pressekonferenz wird am Montag ab 12.00 Uhr live von phoenix gesendet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den Parteitag der CDU sowohl auf der Social-Media-Plattform X als auch auf der offiziellen Internetseite der Partei live zu verfolgen. Für die CDU verspricht der Tag jedenfalls Spannung. Thorsten Frei (CDU) hatte bereits im Vorfeld bekannt gegeben, dass bei den CDU-Ministerinnen und Ministern einige Überraschungen zu erwarten seien. Welche CDU- und CSU-Politiker werden möglicherweise welches Ministerium besetzen? Einige Politiker und Politikerinnen gelten als aussichtsreiche Kandidaten.

Das Portal Table.Media berichtete bereits am Sonntag über angebliche Personalentscheidungen für das Kabinett. Johann Wadephul soll demnach das Außenministerium leiten. Karin Prien für das Bildungsressort und Katherina Reiche für das Wirtschaftsministerium vorgesehen sein. Die CDU gab zu diesen Meldungen allerdings keine Stellungnahme ab. Im Folgenden eine Übersicht potenzieller Amtsinhaber:

CDU-Ministerliste von Friedrich Merz: Wer bekommt welches Ministerium in der neuen Regierung?

  • Auswärtiges Amt: Aktuell gibt es drei Kandidaten, die hoch im Kurs stehen: Johann Wadephul, Armin Laschet und David McAllister
  • Wirtschaft und Energie: Auch hier ist noch nicht klar, wer das Ministerium übernimmt. Drei Namen lassen aufhorchen: Jens Spahn, Andreas Jung und Katherina Reiche
  • Gesundheit: Hier sind zwei Kandidaten im Gespräch: Tino Sorge und Karl-Josef Laumann
  • Verkehr: Für das Verkehrsministerium stehen Ina Scharrenbach und Andreas Jung im Fokus
  • Digitalisierung: Kristina Sinemus oder Verena Pausder könnten künftig das neue Ministerium übernehmen
  • Bildung und Familie: Hoch im Kurs stehen Karin Prien und Silvia Breher

Wen schickt Markus Söder für die CSU ins Rennen? Klarheit in Bayern

  • Inneres: Für das Innenministerium gilt eigentlich ein Mann als gesetzt: Alexander Dobrindt
  • Forschung und Raumfahrt: Wahrscheinlich wird Dorothee Bär das Ministerium künftig leiten
  • Landwirtschaft und Ernährung: Auch hier gibt es vor allem ein Name, der genannt wird: Michaela Kaniber

Live im TV CDU-Parteitag und CSU-Pressekonferenz verfolgen: Welche Minister regieren Deutschland?

Zur Erinnerung: die SPD wird ihre Minister und Ministerinnen erst nach dem SPD-Mitgliedervotum präsentieren. Sollte alles nach Plan ablaufen, wird am 5. Mai der Koalitionsvertrag endgültig unterschrieben. Am 6. Mai soll dann im Bundestag Friedrich Merz zum Bundeskanzler sein Amt antreten. Dafür benötigt Merz eine einfache Mehrheit im Parlament, also 316 Stimmen. Nach erfolgreicher Wahl, wird dann auch das Kabinett, die Minister und Ministerinnen, im Bundestag ihren Amtseid leisten. Erst dann steht die neue Bundesregierung formell fest und kann ihre Arbeit beginnen.

Die morgige Bekanntgabe der Ministerinnen und Minister verspricht daher ein bedeutsames Ereignis zu werden. Vor allem bei der CDU gibt es einige erhebliche Fragezeichen. Schließlich wird am Montag festgelegt, wer Deutschland in den kommenden vier Regierungsjahren führen wird.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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