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Nail Akkoyun
Patrick Huljina
Felix Durach
Franziska Schwarz
Lage im Ukraine-Krieg: Indien stimmt wohl Kaufstopp für Erdöl zu. Trump zollt Kiew Respekt und kritisiert Putin. Der News-Ticker.
Update, 16. Oktober, 5:10 Uhr: Indiens Premierminister Narendra Modi hat US-Präsident Donald Trump zufolge einen Kaufstopp Neu-Delhis für russisches Erdöl zugesichert. „Er hat mir versichert, dass kein Erdöl aus Russland gekauft werden wird“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten im Weißen Haus. „Das kann man nicht sofort tun. Es ist ein bisschen ein Prozess, aber der Prozess wird bald vorbei sein“, fügte er hinzu. Die indische Regierung bestätigte die Aussagen Trumps zunächst nicht.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg: Selenskyj äußert sich optimistisch vor Trump-Treffen
Update, 20:15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich optimistisch zu den anstehenden Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump geäußert. Die für Freitag geplanten Treffen in Washington könnten ein Ende des Ukraine-Kriegs näher bringen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft.
„Gerade die Vereinigten Staaten haben die Möglichkeit, einen solch globalen Einfluss auszuüben“, erklärte das ukrainische Staatsoberhaupt laut dpa. Eine ukrainische Delegation habe bereits Gespräche mit US-Rüstungs- und Energieunternehmen geführt. „Solche Sachen, wie Patriot(-Flugabwehrsysteme) und Tomahawk(-Marschflugkörper) sind in der Lage, ein dauerhaftes Fundament für einen Frieden zu legen“, so Selenskyj weiter.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Update, 18:17 Uhr: Der Kassationshof in Rom hat die Auslieferung eines 49-jährigen Ukrainers an Deutschland vorerst gestoppt. Der Mann gilt als mutmaßlicher Drahtzieher des Anschlags auf die Nord-Stream-Pipelines und sollte ursprünglich nach einer Entscheidung einer Vorinstanz überstellt werden. Wie der Anwalt des Verdächtigen der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, hob Italiens oberstes Gericht die bisherige Auslieferungsentscheidung auf. Die Pipeline-Anschläge gelten als einer der folgenreichsten Sabotageakte seit Beginn des Ukraine-Kriegs.
Angriff auf Putins Wirtschaft – Drohne trifft Industriegebiet im russischen Hinterland
Update, 15:55 Uhr: Eine Drohne soll ein Industriegebiet in der russischen Stadt Ufa getroffen haben. Das berichtet der Telegram-Kanal Astra unter Berufung auf Anwohner. Diese hätten Rauch in der Nähe des Gebiets gesehen und Störungen des mobilen Internetdienstes erlebt. In der Stadt, mehr als 1.000 Kilometer hinter der russischen Grenze, befindet sich eine der größten Ölraffinerien der russischen Republik Baschkortostan.
Russische Behörden hätten zuvor eine Drohnenbedrohung in der Region erklärt und Notfallmaßnahmen am Flughafen Ufa eingeleitet. Offizielle Berichte über einen Drohnen-Treffer vonseiten Russlands oder der Ukraine gibt es bislang nicht. Falls bestätigt, wäre dies der dritte ukrainische Drohnenangriff in Baschkortostan im vergangenen Monat, berichtet Kyiv Independent.
Update, 14:13 Uhr: Schwedische Streitkräfte haben am Mittwoch ein russisches U-Boot in der Ostsee verfolgt. Nach Angaben der Armee habe es sich dabei um einen „Routineeinsatz“ gehandelt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Das U-Boot sei am Dienstag über den Großen Belt, eine dänische Meerenge, in die Ostsee eingefahren. „Die Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe der Streitkräfte haben das U-Boot im Kattegat entdeckt und verfolgen es nun“, so die Armee. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 haben auch in der Ostsee die Spannungen zugenommen.
Ukraine-Krieg: Moskau weist Trump-Äußerungen über Russlands Wirtschaft zurück
Update, 12:41 Uhr: Moskau hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der russischen Wirtschaft zurückgewiesen. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, die russische Wirtschaft verfüge über „beträchtliche und ausreichende Kraftreserven“ und sei stark genug, um Wladimir Putins Regierungsziele zu erreichen, wie Reuters berichtet.
Trump hatte zuvor die russische Wirtschaft als „in einem fürchterlichen Zustand“ bezeichnet und Russland als „Papiertiger“ kritisiert. Eine echte Militärmacht hätte den Ukraine-Krieg „in kürzester Zeit“ gewinnen müssen, so der US-Präsident.
Vor Kriegshintergrund: Ukraine-Delegation trifft Tomahawk-Hersteller in den USA
Update, 12:18 Uhr: Eine ukrainische Delegation hat in den USA Hersteller von Tomahawk-Marschflugkörpern getroffen. Präsidialamtschef Andrij Jermak erklärte am heutigen Mittwoch (15. Oktober), er habe zusammen mit weiteren ukrainischen Vertretern Gespräche mit Repräsentanten der Unternehmen Lockheed Martin und Raytheon geführt. Raytheon stellt die Marschflugkörper vom Typ Tomahawk her. US-Präsident Donald Trump erwog zuletzt, Moskau mit einer Lieferung von Tomahawks an Kiew zu drohen.
Ukraine-Krieg: Putins Russland setzt systematische Angriffe auf zivile Infrastruktur fort
Update, 10:43 Uhr: Russland hat in der Nacht mit Drohnenangriffen die ukrainische Energieinfrastruktur attackiert und die Strom-Versorgung für Zivilisten in mehreren Gebieten unterbrochen. Der Stromnetzbetreiber Ukrenergo meldete Versorgungsengpässe in sieben Regionen. Der staatliche Gaskonzern Naftogaz bestätigte laut Reuters den Treffer eines Wärmekraftwerks – Putins Truppen setzen damit ihre systematischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur fort.
Lage im Ukraine-Krieg: Schwierige Lage am Frontabschnitt Kupjansk
Update, 9:37 Uhr: Die Stadt Kupjansk ist wegen ihrer Lage und verschiedener dort verlaufender Verbindungen im Ukraine-Krieg strategisch wichtig. Die Evakuierungen in dem Großraum werden jetzt ausgeweitet. Schon Ende September sprach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von einer schwierigen Situation an diesem Frontabschnitt.
Update, 8:02 Uhr: WHO-Mitarbeiter sind bei einem Angriff auf einen UN-Konvoi in der Ukraine attackiert worden. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag (14. Oktober) in der Stadt Biloserka, wie WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus mitteilte. Trotz des Angriffs gelang es dem Team, medizinische Hilfsgüter zu liefern. Zwei Lastwagen des Welternährungsprogramms wurden bei dem Vorfall beschädigt, alle Mitarbeiter befinden sich laut Reuters in Sicherheit. Tedros forderte erneut ein Ende der Angriffe auf humanitäre Helfer.
Ukraine-Krieg: Dutzende Dörfer nahe der Front evakuiert
Update, 15. Oktober, 6:14 Uhr: Nahe der fast vollständig zerstörten Stadt Kupjansk (Ostukraine) werden die Menschen jetzt aus insgesamt 27 Ortschaften evakuiert. Als Grund nannten die Behörden die „sich verschlechternde Sicherheitslage“ in der Region, die schweren russischen Angriffen ausgesetzt ist. Das berichtet unter anderem Reuters.
In Brüssel beraten die Verteidigungsminister der NATO-Staaten heute über Handlungsoptionen – und die Ukraine. Einige Mitgliedstaaten sind der Ansicht, dass die westliche Militärallianz künftig eine noch deutlich stärkere Präsenz im östlichen Bündnisgebiet zeigen sollte. Auch um es Russland schwer zu machen, sich militärisch auf den Ukraine-Krieg zu konzentrieren.
Ukraine-Krieg: Trump kritisiert Putin vor Selenskyj-Treffen
Update, 22:14 Uhr: Donald Trump hat wenige Tage vor einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington seinen Unmut über Kremlchef Wladimir Putin geäußert. „Ich bin sehr enttäuscht, denn Wladimir und ich hatten ein sehr gutes Verhältnis. Wahrscheinlich haben wir das immer noch“, sagte Trump im Weißen Haus. „Ich weiß nicht, warum er diesen Krieg fortsetzt.“
Putin wolle den Ukraine-Krieg einfach nicht beenden, sagte Trump. „Und ich denke, das lässt ihn sehr schlecht dastehen. Er könnte ihn beenden. Er könnte ihn schnell beenden.“ Gleichzeitig zollte der US-Präsident der Ukraine Respekt für ihre seit mehr als dreieinhalb Jahren währende Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg. Trump bestätigte, dass Selenskyj ihn am Freitag besuchen wird: „Er will Waffen. Er möchte Tomahawks haben.“
Tomahawk-Lieferungen im Ukraine-Krieg – Experte dämpft Erwartungen
Update, 14:17 Uhr: US-Experten warnen vor überzogenen Erwartungen an Tomahawk-Lieferungen im Ukraine-Krieg. Washington könnte Kiew nach Informationen der Financial Times nur etwa 20-50 der Marschflugkörper zur Verfügung stellen. Das Pentagon verfügt zwar über rund 4150 Tomahawks, hat aber 2022 nur 200 neue beschafft und bereits über 120 verbraucht. Für die Ukraine sei die Anzahl „sicherlich nicht genug, um anhaltende, tiefe Angriffe gegen Russland zu ermöglichen“, sagte Stacie Pettyjohn vom Center for a New American Security der FT. Für 2026 beantragte das Verteidigungsministerium lediglich Mittel für 57 weitere Raketen.
Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert seit mehreren Wochen verstärkt die Lieferung der weitreichenden Tomahawks. Die mögliche Reichweite übertrifft die des deutschen Marschflugkörpers Taurus um ein Vielfaches und kann theoretisch auch Ziele in der russischen Hauptstadt Moskau treffen.
Ende des Ukraine-Kriegs? Hoffnung ruht auf Trump – Kreml zeigt sich gesprächsbereit
Update, 12:05 Uhr: Der Kreml hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump begrüßt, sich nach der Gaza-Waffenruhe auf eine Friedenslösung für den Ukraine-Krieg zu konzentrieren. Russland zeige sich demnach weiterhin gesprächsbereit für Verhandlungen. „Man hoffe, dass die USA ihren Einfluss auf die Ukraine für ein Friedensabkommen geltend machen könnten“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow laut Reuters. Moskau signalisiere damit erneut Offenheit für diplomatische Gespräche zur Beendigung des Konflikts.
Bisherige Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine waren auch an Maximalforderungen aus Moskau gescheitert. Der Kreml besteht unter anderem auf die Zugehörigkeit der ukrainischen Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja zu Russland. Präsident Putin hatte die Gebiete per Dekret annektiert. Die Ukraine forderte mit Blick auf Verhandlungen wiederholt Sicherheitsgarantien für den Fall eines Waffenstillstandes.
Update, 10:27 Uhr: Donald Trump hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als möglichen Vermittler im Ukraine-Krieg ins Spiel gebracht. „Er wird von Russland respektiert. Bei der Ukraine kann ich das nicht sagen, aber er wird von Putin respektiert“, sagte Trump am Montag Journalisten an Bord der Air Force One.
Der US-Präsident äußerte sich nach seinem erfolgreichen Vermittlungserfolg beim Gaza-Waffenstillstand und kündigte an, sich nun auf die Beendigung des Ukraine-Kriegs zu konzentrieren. Das NATO-Mitglied Türkei hatte bereits zuvor eine Vermittlerrolle eingenommen und mehrfach Friedensgespräche in Istanbul ausgerichtet sowie das Schwarzmeer-Getreideabkommen vermittelt.
Ukraine-Krieg: Trump wird in Richtung Putin deutlich
Update, 20:22 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Berichte bestätigt, nach denen er am Freitag zu Besuch in den USA sein soll. „Ich treffe in dieser Woche in Washington Präsident Trump“, sagte das Staatsoberhaupt Journalisten bei einer Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas in Kiew. Selenskyj bestätigte zudem den Freitag als Besuchstermin. Eine ukrainische Delegation mit hochrangigen Politikern sei bereits auf dem Weg nach Washington.
Gegenstand der Gespräche sei unter anderem die Lieferung weitreichender Waffen an die Ukraine, sagte der Präsident weiter. Die Ukraine schielt auf US-amerikanische Tomahawks, deren Reichweite es ermöglichen, Ziele weit hinter der russischen Grenze zu erreichen. Der Kreml hat den Westen bereits mehrfach vor der Lieferung und dem Einsatz der US-Marschflugkörper gewarnt. Trump wandte sich umgekehrt mit drastischen Worten zu den Tomahawks an den Kreml.
Trump sendet in Knesset Botschaft an Putin – „Russland erledigen“
Update, 16:15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat bei seiner Rede vor der israelischen Knesset auch den Ukraine-Krieg thematisiert. „Wir müssen Russland erledigen“, sagte er vor dem Parlament. Zu seinem Sondergesandten Steve Witkoff, der ebenfalls anwesend war, sagte Trump laut The Independent, sie müssten sich jetzt auf Russland konzentrieren, nachdem der Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen durch seinen Deal beigelegt worden sei.
Die Äußerungen machte Trump nur kurze Zeit, nachdem Putin-Freund Dmitri Medwedew dem US-Präsidenten und den USA wegen möglicher Tomahawk-Lieferungen an die Ukraine gedroht hatte.
Ukraine-Krieg: Drohnen lösen Brand auf Krim aus
Update, 13. Oktober, 06:06 Uhr: Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach russischen Angaben ein Öldepot auf der Krim in Brand versetzt. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass.ru unter Berufung auf den russischen Gouverneur der Halbinsel, Sergei Aksjonow. Verletzte gebe es bislang keine, Einsatzkräfte seien vor Ort. Die russische Luftabwehr habe mehr als 20 ukrainische Drohnen über der Krim abgeschossen.
Update, 17:47 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat erneut mit Donald Trump telefoniert und dabei über US-amerikanische Waffenlieferungen verhandelt. Der ukrainische Präsident berichtete auf Telegram von Gesprächen über Patriot-Flugabwehrsysteme und Tomahawk-Marschflugkörper, ließ aber offen, ob konkrete Zusagen gemacht wurden.
„Wir sehen und hören, dass Russland Angst hat, dass die Amerikaner uns Tomahawks geben könnten“, erklärte Selenskyj laut dpa. Dies zeige, dass genau dieser Druck für Frieden wirken könne. Auch mit Frankreichs Präsident Macron sprach er über Flugabwehr – ein Schlüsselthema im Ukraine-Krieg, da die Luftverteidigung zuletzt nur etwa drei Viertel der russischen Angriffe abwehren konnte.
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