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Ukraine-Krieg: Druck auf Putin steigt – Indien will offenbar Ölkäufe in Russland einstellen

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Lage im Ukraine-Krieg: Indien stimmt wohl Kaufstopp für Erdöl zu. Trump zollt Kiew Respekt und kritisiert Putin. Der News-Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen zum Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

Update, 16. Oktober, 5:10 Uhr: Indiens Premierminister Narendra Modi hat US-Präsident Donald Trump zufolge einen Kaufstopp Neu-Delhis für russisches Erdöl zugesichert. „Er hat mir versichert, dass kein Erdöl aus Russland gekauft werden wird“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten im Weißen Haus. „Das kann man nicht sofort tun. Es ist ein bisschen ein Prozess, aber der Prozess wird bald vorbei sein“, fügte er hinzu. Die indische Regierung bestätigte die Aussagen Trumps zunächst nicht. 

Putin in der Treibstoff-Krise – neuer Plan soll massive Preissprünge verhindern

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg: Selenskyj äußert sich optimistisch vor Trump-Treffen

Update, 20:15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich optimistisch zu den anstehenden Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump geäußert. Die für Freitag geplanten Treffen in Washington könnten ein Ende des Ukraine-Kriegs näher bringen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft.

„Gerade die Vereinigten Staaten haben die Möglichkeit, einen solch globalen Einfluss auszuüben“, erklärte das ukrainische Staatsoberhaupt laut dpa. Eine ukrainische Delegation habe bereits Gespräche mit US-Rüstungs- und Energieunternehmen geführt. „Solche Sachen, wie Patriot(-Flugabwehrsysteme) und Tomahawk(-Marschflugkörper) sind in der Lage, ein dauerhaftes Fundament für einen Frieden zu legen“, so Selenskyj weiter.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Update, 18:17 Uhr: Der Kassationshof in Rom hat die Auslieferung eines 49-jährigen Ukrainers an Deutschland vorerst gestoppt. Der Mann gilt als mutmaßlicher Drahtzieher des Anschlags auf die Nord-Stream-Pipelines und sollte ursprünglich nach einer Entscheidung einer Vorinstanz überstellt werden. Wie der Anwalt des Verdächtigen der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, hob Italiens oberstes Gericht die bisherige Auslieferungsentscheidung auf. Die Pipeline-Anschläge gelten als einer der folgenreichsten Sabotageakte seit Beginn des Ukraine-Kriegs.

Angriff auf Putins Wirtschaft – Drohne trifft Industriegebiet im russischen Hinterland

Update, 15:55 Uhr: Eine Drohne soll ein Industriegebiet in der russischen Stadt Ufa getroffen haben. Das berichtet der Telegram-Kanal Astra unter Berufung auf Anwohner. Diese hätten Rauch in der Nähe des Gebiets gesehen und Störungen des mobilen Internetdienstes erlebt. In der Stadt, mehr als 1.000 Kilometer hinter der russischen Grenze, befindet sich eine der größten Ölraffinerien der russischen Republik Baschkortostan.

Russische Behörden hätten zuvor eine Drohnenbedrohung in der Region erklärt und Notfallmaßnahmen am Flughafen Ufa eingeleitet. Offizielle Berichte über einen Drohnen-Treffer vonseiten Russlands oder der Ukraine gibt es bislang nicht. Falls bestätigt, wäre dies der dritte ukrainische Drohnenangriff in Baschkortostan im vergangenen Monat, berichtet Kyiv Independent.

Update, 14:13 Uhr: Schwedische Streitkräfte haben am Mittwoch ein russisches U-Boot in der Ostsee verfolgt. Nach Angaben der Armee habe es sich dabei um einen „Routineeinsatz“ gehandelt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Das U-Boot sei am Dienstag über den Großen Belt, eine dänische Meerenge, in die Ostsee eingefahren. „Die Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe der Streitkräfte haben das U-Boot im Kattegat entdeckt und verfolgen es nun“, so die Armee. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 haben auch in der Ostsee die Spannungen zugenommen. 

Ukraine-Krieg: Moskau weist Trump-Äußerungen über Russlands Wirtschaft zurück

Update, 12:41 Uhr: Moskau hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der russischen Wirtschaft zurückgewiesen. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, die russische Wirtschaft verfüge über „beträchtliche und ausreichende Kraftreserven“ und sei stark genug, um Wladimir Putins Regierungsziele zu erreichen, wie Reuters berichtet.

Trump hatte zuvor die russische Wirtschaft als „in einem fürchterlichen Zustand“ bezeichnet und Russland als „Papiertiger“ kritisiert. Eine echte Militärmacht hätte den Ukraine-Krieg „in kürzester Zeit“ gewinnen müssen, so der US-Präsident.

Vor Kriegshintergrund: Ukraine-Delegation trifft Tomahawk-Hersteller in den USA

Update, 12:18 Uhr: Eine ukrainische Delegation hat in den USA Hersteller von Tomahawk-Marschflugkörpern getroffen. Präsidialamtschef Andrij Jermak erklärte am heutigen Mittwoch (15. Oktober), er habe zusammen mit weiteren ukrainischen Vertretern Gespräche mit Repräsentanten der Unternehmen Lockheed Martin und Raytheon geführt. Raytheon stellt die Marschflugkörper vom Typ Tomahawk her. US-Präsident Donald Trump erwog zuletzt, Moskau mit einer Lieferung von Tomahawks an Kiew zu drohen.

Ukraine-Krieg: Putins Russland setzt systematische Angriffe auf zivile Infrastruktur fort

Update, 10:43 Uhr: Russland hat in der Nacht mit Drohnenangriffen die ukrainische Energieinfrastruktur attackiert und die Strom-Versorgung für Zivilisten in mehreren Gebieten unterbrochen. Der Stromnetzbetreiber Ukrenergo meldete Versorgungsengpässe in sieben Regionen. Der staatliche Gaskonzern Naftogaz bestätigte laut Reuters den Treffer eines Wärmekraftwerks – Putins Truppen setzen damit ihre systematischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur fort.

Lage im Ukraine-Krieg: Schwierige Lage am Frontabschnitt Kupjansk

Update, 9:37 Uhr: Die Stadt Kupjansk ist wegen ihrer Lage und verschiedener dort verlaufender Verbindungen im Ukraine-Krieg strategisch wichtig. Die Evakuierungen in dem Großraum werden jetzt ausgeweitet. Schon Ende September sprach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von einer schwierigen Situation an diesem Frontabschnitt. 

Update, 8:02 Uhr: WHO-Mitarbeiter sind bei einem Angriff auf einen UN-Konvoi in der Ukraine attackiert worden. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag (14. Oktober) in der Stadt Biloserka, wie WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus mitteilte. Trotz des Angriffs gelang es dem Team, medizinische Hilfsgüter zu liefern. Zwei Lastwagen des Welternährungsprogramms wurden bei dem Vorfall beschädigt, alle Mitarbeiter befinden sich laut Reuters in Sicherheit. Tedros forderte erneut ein Ende der Angriffe auf humanitäre Helfer.

Ukraine-Krieg: Dutzende Dörfer nahe der Front evakuiert

Update, 15. Oktober, 6:14 Uhr: Nahe der fast vollständig zerstörten Stadt Kupjansk (Ostukraine) werden die Menschen jetzt aus insgesamt 27 Ortschaften evakuiert. Als Grund nannten die Behörden die „sich verschlechternde Sicherheitslage“ in der Region, die schweren russischen Angriffen ausgesetzt ist. Das berichtet unter anderem Reuters.

 In Brüssel beraten die Verteidigungsminister der NATO-Staaten heute über Handlungsoptionen – und die Ukraine. Einige Mitgliedstaaten sind der Ansicht, dass die westliche Militärallianz künftig eine noch deutlich stärkere Präsenz im östlichen Bündnisgebiet zeigen sollte. Auch um es Russland schwer zu machen, sich militärisch auf den Ukraine-Krieg zu konzentrieren.

Ukraine-Krieg: Trump kritisiert Putin vor Selenskyj-Treffen

Update, 22:14 Uhr: Donald Trump hat wenige Tage vor einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington seinen Unmut über Kremlchef Wladimir Putin geäußert. „Ich bin sehr enttäuscht, denn Wladimir und ich hatten ein sehr gutes Verhältnis. Wahrscheinlich haben wir das immer noch“, sagte Trump im Weißen Haus. „Ich weiß nicht, warum er diesen Krieg fortsetzt.“ 

Putin wolle den Ukraine-Krieg einfach nicht beenden, sagte Trump. „Und ich denke, das lässt ihn sehr schlecht dastehen. Er könnte ihn beenden. Er könnte ihn schnell beenden.“ Gleichzeitig zollte der US-Präsident der Ukraine Respekt für ihre seit mehr als dreieinhalb Jahren währende Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg. Trump bestätigte, dass Selenskyj ihn am Freitag besuchen wird: „Er will Waffen. Er möchte Tomahawks haben.“

Tomahawk-Lieferungen im Ukraine-Krieg – Experte dämpft Erwartungen

Update, 14:17 Uhr: US-Experten warnen vor überzogenen Erwartungen an Tomahawk-Lieferungen im Ukraine-Krieg. Washington könnte Kiew nach Informationen der Financial Times nur etwa 20-50 der Marschflugkörper zur Verfügung stellen. Das Pentagon verfügt zwar über rund 4150 Tomahawks, hat aber 2022 nur 200 neue beschafft und bereits über 120 verbraucht. Für die Ukraine sei die Anzahl „sicherlich nicht genug, um anhaltende, tiefe Angriffe gegen Russland zu ermöglichen“, sagte Stacie Pettyjohn vom Center for a New American Security der FT. Für 2026 beantragte das Verteidigungsministerium lediglich Mittel für 57 weitere Raketen.

Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert seit mehreren Wochen verstärkt die Lieferung der weitreichenden Tomahawks. Die mögliche Reichweite übertrifft die des deutschen Marschflugkörpers Taurus um ein Vielfaches und kann theoretisch auch Ziele in der russischen Hauptstadt Moskau treffen.

Ende des Ukraine-Kriegs? Hoffnung ruht auf Trump – Kreml zeigt sich gesprächsbereit

Update, 12:05 Uhr: Der Kreml hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump begrüßt, sich nach der Gaza-Waffenruhe auf eine Friedenslösung für den Ukraine-Krieg zu konzentrieren. Russland zeige sich demnach weiterhin gesprächsbereit für Verhandlungen. „Man hoffe, dass die USA ihren Einfluss auf die Ukraine für ein Friedensabkommen geltend machen könnten“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow laut Reuters. Moskau signalisiere damit erneut Offenheit für diplomatische Gespräche zur Beendigung des Konflikts.

Bisherige Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine waren auch an Maximalforderungen aus Moskau gescheitert. Der Kreml besteht unter anderem auf die Zugehörigkeit der ukrainischen Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja zu Russland. Präsident Putin hatte die Gebiete per Dekret annektiert. Die Ukraine forderte mit Blick auf Verhandlungen wiederholt Sicherheitsgarantien für den Fall eines Waffenstillstandes.

Update, 10:27 Uhr: Donald Trump hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als möglichen Vermittler im Ukraine-Krieg ins Spiel gebracht. „Er wird von Russland respektiert. Bei der Ukraine kann ich das nicht sagen, aber er wird von Putin respektiert“, sagte Trump am Montag Journalisten an Bord der Air Force One.

Der US-Präsident äußerte sich nach seinem erfolgreichen Vermittlungserfolg beim Gaza-Waffenstillstand und kündigte an, sich nun auf die Beendigung des Ukraine-Kriegs zu konzentrieren. Das NATO-Mitglied Türkei hatte bereits zuvor eine Vermittlerrolle eingenommen und mehrfach Friedensgespräche in Istanbul ausgerichtet sowie das Schwarzmeer-Getreideabkommen vermittelt.

Ukraine-Krieg: Trump wird in Richtung Putin deutlich

Update, 20:22 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Berichte bestätigt, nach denen er am Freitag zu Besuch in den USA sein soll. „Ich treffe in dieser Woche in Washington Präsident Trump“, sagte das Staatsoberhaupt Journalisten bei einer Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas in Kiew. Selenskyj bestätigte zudem den Freitag als Besuchstermin. Eine ukrainische Delegation mit hochrangigen Politikern sei bereits auf dem Weg nach Washington.

Gegenstand der Gespräche sei unter anderem die Lieferung weitreichender Waffen an die Ukraine, sagte der Präsident weiter. Die Ukraine schielt auf US-amerikanische Tomahawks, deren Reichweite es ermöglichen, Ziele weit hinter der russischen Grenze zu erreichen. Der Kreml hat den Westen bereits mehrfach vor der Lieferung und dem Einsatz der US-Marschflugkörper gewarnt. Trump wandte sich umgekehrt mit drastischen Worten zu den Tomahawks an den Kreml.

Trump sendet in Knesset Botschaft an Putin – „Russland erledigen“

Update, 16:15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat bei seiner Rede vor der israelischen Knesset auch den Ukraine-Krieg thematisiert. „Wir müssen Russland erledigen“, sagte er vor dem Parlament. Zu seinem Sondergesandten Steve Witkoff, der ebenfalls anwesend war, sagte Trump laut The Independent, sie müssten sich jetzt auf Russland konzentrieren, nachdem der Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen durch seinen Deal beigelegt worden sei.

Die Äußerungen machte Trump nur kurze Zeit, nachdem Putin-Freund Dmitri Medwedew dem US-Präsidenten und den USA wegen möglicher Tomahawk-Lieferungen an die Ukraine gedroht hatte.

Ukraine-Krieg: Drohnen lösen Brand auf Krim aus

Update, 13. Oktober, 06:06 Uhr: Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach russischen Angaben ein Öldepot auf der Krim in Brand versetzt. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass.ru unter Berufung auf den russischen Gouverneur der Halbinsel, Sergei Aksjonow. Verletzte gebe es bislang keine, Einsatzkräfte seien vor Ort. Die russische Luftabwehr habe mehr als 20 ukrainische Drohnen über der Krim abgeschossen.

Update, 17:47 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat erneut mit Donald Trump telefoniert und dabei über US-amerikanische Waffenlieferungen verhandelt. Der ukrainische Präsident berichtete auf Telegram von Gesprächen über Patriot-Flugabwehrsysteme und Tomahawk-Marschflugkörper, ließ aber offen, ob konkrete Zusagen gemacht wurden.

„Wir sehen und hören, dass Russland Angst hat, dass die Amerikaner uns Tomahawks geben könnten“, erklärte Selenskyj laut dpa. Dies zeige, dass genau dieser Druck für Frieden wirken könne. Auch mit Frankreichs Präsident Macron sprach er über Flugabwehr – ein Schlüsselthema im Ukraine-Krieg, da die Luftverteidigung zuletzt nur etwa drei Viertel der russischen Angriffe abwehren konnte.

Rubriklistenbild: © IMAGO / ZUMA Press Wire

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