G20-Gipfel

G20: Ukrainische Getreide muss weiter exportiert werden

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Die Vertreter der G20-Staaten tagen im Sitzungssaal

Die Gruppe der großen Wirtschaftsnationen (G20) setzt sich für die Fortsetzung des Abkommens über den Export von ukrainischem Getreide ein.

Nusa Dua - Im Entwurf für die Abschlusserklärung des Gipfels auf der indonesischen Insel Bali, der am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur vorlag, wird die unter Vermittlung der Türkei und der UN mit Russland geschlossene Vereinbarung ausdrücklich begrüßt. «Wir betonten die Notwendigkeit der umfassenden, zeitgemäßen und andauernden Umsetzung durch alle betroffenen Teilhaber», hält die G20-Gruppe fest, zu der auch Russland gehört. Ziel sei es, Spannungen abzubauen und Nahrungsmittelunsicherheit und Hunger in Entwicklungsländern zu vermeiden, heißt es in dem Entwurf weiter.

Das Abkommen läuft Ende der Woche aus. Über eine Verlängerung wird verhandelt. Moskau hatte das Abkommen im Oktober bereits für mehrere Tage einseitig ausgesetzt und zuletzt allerdings eine automatische Verlängerung abgelehnt.

G20-Gruppe wegen globaler Ernährungskrise „tief besorgt“

Die Gruppe der großen Wirtschaftsnationen (G20) ist «tief besorgt» über die globale Ernährungskrise. Im Entwurf für die Abschlusserklärung des Gipfels auf der indonesischen Insel Bali, der am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur vorlag, wies die Gruppe darauf hin, dass «gegenwärtige Konflikte und Spannungen» die Herausforderungen für die Nahrungsmittelversorgung verschärft hätten. Es sollten «alle verfügbaren Werkzeuge» genutzt werden, um die Krise anzugehen und die gefährdeten Menschen vor Hunger zu schützen.

Die G20 sagen zu, «Aktionen zu ergreifen, um die Nahrungs- und Energiesicherheit zu fördern, die Stabilität der Märkte zu unterstützen, vorübergehend und gezielt Unterstützung zu geben», heißt es in dem Entwurf. «Wir werden weitere koordinierte Maßnahmen ergreifen, um die Herausforderungen für die Ernährungssicherheit anzugehen, einschließlich Preissteigerungen und den weltweiten Mangel an Lebensmitteln und Düngemitteln.» (dpa)

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