Der G7-Gipfel auf dem bayerischen Schloss Elmau naht. In München ziehen Gipfel-Gegner vor die Siemens-Zentrale.
München - Rund 20 Aktivisten haben am 12. Juni in München mit Aktionen unter anderem vor der Siemens-Zentrale ihrer Kritik an der Politik der G7-Staaten Ausdruck gegeben. „Wirtschaft demokratisieren - Siemens & Co enteignen“, war auf Transparenten zu lesen.
Die G7-Staaten seien am meisten für die Umwelt- und Klimazerstörung weltweit verantwortlich. „Ihre Konzerne haben in der Vergangenheit und Gegenwart auf der ganzen Welt Erdöl, Erdgas und Kohle ausgebeutet, verfeuert und damit ihre Profite maximiert“, sagte einer der Aktivisten, Micha Jäger. Das bedeute Dürre, Hunger, Flucht und Tod für eben jene Menschen, die am wenigsten dazu beitrügen.
Vor G7-Gipfel in Elmau: Bundespolizei startet Grenzkontrollen
Knapp zwei Wochen vor dem G7-Gipfel auf dem bayerischen Schloss Elmau haben unterdessen an allen deutschen Grenzen zu den Nachbarländern vorübergehende Kontrollen begonnen. Grund sind laut Bundesinnenministerium erhöhte Sicherheitsanforderungen rund um den Gipfel. Die Beamten versuchten, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, sagte ein Bundespolizei-Sprecher.
Die Maßnahmen sollten zur Sicherheit der Bevölkerung, aber auch zum friedlichen Ablauf der geplanten Demonstrationen beitragen. Die Anreise möglicher Gewalttäter aus dem Ausland solle verhindert werden. Die Grenzkontrollen würden bis zum 3. Juli abhängig von der jeweiligen Lage zeitlich und örtlich flexibel durchgeführt. Kontrolliert werde nicht nur an den Straßen, sondern auch in Zügen und an Wanderwegen. „Wir bitten die Reisenden, für eine zügige Abwicklung ihre Dokumente griffbereit zu haben.“
Der G7-Gipfel ist vom 26. bis zum 28. Juni im Schloss Elmau. Es soll mehrere Gegendemonstrationen mit Tausenden Teilnehmern geben. Rund 18.000 Polizisten sind bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen im Einsatz. (dpa/frs)