Heikle Militäroperation

Militäreinsatz im Gazastreifen: UN zeigt sich übers Eindringen Israels ins Schifa-Krankenhaus „sehr besorgt“

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„Gezielte Operation“ von Israel im Gaza-Krieg gegen die Hamas: Israelische Truppen drangen in das Al-Schifa-Krankenhaus im Gazastreifen ein.

  • Israel und Hamas verhandeln offenbar über Waffenruhe
  • Israel-Gaza-Krieg: Streitkräfte dringen in Al-Schifa-Klinik im Gazastreifen ein
  • Schifa-Krankenhaus im Gaza-Krieg eine mutmaßliche Hamas-Kommandozentrale
  • Die hier verarbeiteten Informationen zum Krieg in Israel stammen von lokalen und internationalen Medien sowie von Nachrichtenagenturen. Unabhängig überprüfen lassen sich viele Angaben zur Situation in Israel und im Gazastreifen nicht. Der Live-Ticker zum Gaza-Krieg wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 15. November, 23:38 Uhr: Über das Eindringen israelischer Bodentruppen in das größte Krankenhaus im Gazastreifen zeigen sich die Vereinten Nationen (UN) „sehr besorgt“. Zwar habe man keine eigenen Kenntnisse von dem Geschehen. „Uns ist aber klar, dass Krankenhäuser auf keine Art und Weise in irgendeinem Kampf genutzt werden dürfen. Sie sind durch das humanitäre Völkerrecht geschützt“, so Sprecher Stéphane Dujarric in New York.

„Sie sind durch das humanitäre Völkerrecht geschützt“: Die UN in Form von Sprecher Stéphane Dujarric verurteilt das militärische Eindringen Israels ins Schifa-Krankenhaus im Gaza-Streifen.

Indes geht der israelische Militäreinsatz auf dem Gelände der Schifa-Klinik weiter – zumindest nach Angaben Israels. Die Operation im Krankenhauskomplex würde weitergehen, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung des israelischen Armee.

Update vom 15. November, 21.15 Uhr: Die israelische Armee hat ein Video aus dem Schifa-Krankenhaus veröffentlicht. In diesem führt ein Sprecher der Armee durch mehrere Räume im MRT-Zentrum der Klinik. Er zeigt Waffen, welche bei der Razzia gefunden worden seien.

Zudem wird im besagten Video auch ein Laptop gezeigt, welcher geheime Informationen enthalte, sowie ein Funkgerät, die in den Klinikräumen gefunden worden seien. Den entsprechenden Zusammenschnitt des Videos veröffentlichte die israelische Armee bei X (ehemals Twitter). Doch zeitgleich verbreite sie auch eine ungeschnittene Version vom Video. Womöglich, um dem Verdacht der Manipulation vorzubeugen.

Die Razzia im Schifa-Krankenhaus hatte Israel mit einer vermuteten Kommandozentrale der Hamas begründet. Auf den Videos ist davon aber noch nichts zu sehen.

Aktuelle News im Gaza-Krieg: „Kein Okay für militärischen Einsätze rund ums Krankenhaus“ – USA dementiert Hamas-Vorwurf

Update vom 15. November, 18.38 Uhr: Die USA haben den Vorwurf der radikalislamischen Hamas dementiert, die Verantwortung für den israelischen Militäreinsatz im Al-Schifa-Krankenhaus in der Stadt Gaza zu tragen. „Wir haben kein Okay für ihre militärischen Einsätze rund um das Krankenhaus gegeben“, sagt der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, vor Journalisten.

Solche Entscheidungen würden von der israelischen Armee getroffen. Die Hamas hatte zuvor die Anschuldigung verlauten lassen, dass US-Präsident Joe Biden für den Sturm von israelischer Soldaten in das größte Krankenhaus im Gazastreifen verantwortlich sei. Dabei habe sich das Weiße Haus der „falschen Behauptung“ Israels angeschlossen, die Hamas nutze das Al-Schifa-Krankenhaus als militärische Kommandozentrale und habe den israelischen Streitkräften „grünes Licht“ für „weitere Massaker an Zivilisten“ gegeben, führte die Terrorgruppe ihre Anschuldigungen aus.

Gaza-News aktuell: Hamas dementiert Israels Waffenfund im Al-Schifa-Krankenhaus

Update vom 15. November, 16.38 Uhr: Die Hamas bezeichnete die Behauptung Israels, im Al-Schifa-Krankenhaus Waffen gefunden zu haben, als „eklatante Lüge“. Die israelischen Streitkräfte erklärten, sie hätten in den frühen Morgenstunden eine Razzia in der Einrichtung durchgeführt, und fügten später hinzu, ihre Truppen hätten bei der aktuellen Operation im Gaza-Krieg Waffen und „Terrorinfrastruktur“ dort gefunden.

Die israelischen Streitkräfte haben behauptet, die Hamas nutze die Anlage für militärische Zwecke, was von der militanten Gruppe jedoch mehrfach dementiert wurde. In ihrer jüngsten Erklärung sagte die Hamas: „Die Behauptung der israelischen Besatzung, dass im Al-Schifa-Krankenhaus Waffen gelagert werden, ist eine eklatante Lüge, die niemanden mehr täuschen sollte.“

News im Gaza-Krieg: Hamas bestreitet Israels „Behauptung“ zu Al-Schifa-Krankenhaus vehement

„Die Behauptung der zionistischen Besatzung, sie habe Waffen und militärische Ausrüstung im medizinischen Komplex von Al-Schifa gefunden, ist nichts anderes als eine Fortsetzung ihrer Lügen und billigen Propaganda, mit der sie versucht, ihre völkermörderischen Verbrechen zur Zerstörung des Gesundheitssektors in Gaza zu rechtfertigen.“ Die Gruppe forderte die Vereinten Nationen und andere Organisationen erneut auf, ein internationales Komitee zu gründen, das die Bedingungen in den Krankenhäusern des Gazastreifens überprüft und „die Unwahrheit des Narrativs der Besatzer feststellt“.

„Wir, die Palästinenser, sind uns des Ausmaßes der Lügen und Täuschungen bewusst, die die Besatzung ausgeheckt hat, um ihre Verbrechen gegen Kinder, Frauen und wehrlose Zivilisten zu vertuschen“, heißt es abschließend. Unabhängig lässt sich bisher weder die eine noch die andere Seite der Darstellung bestätigen.

Aktuelle News im Gaza-Krieg: WHO gibt eindringliche Warnung für den Gazastreifen ab

Update vom 15. November, 16.14 Uhr: Bis zum Ende des heutigen Tages werden rund 70 % der Bevölkerung im Gazastreifen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, so die eindringliche Warnung des UNO-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) zur aktuellen Lage im Gaza-Krieg. Israel hatte zuvor erklärt, es werde Treibstoff in die belagerte Enklave liefern, in der die medizinischen Vorräte zur Neige gehen und Hunderttausende vertrieben worden sein sollen.

Der Generalkommissar des UNRWA, Philippe Lazzarini, bestätigte, dass die Organisation 23.000 Liter Treibstoff im Gazastreifen erhalten habe, dieser aber nicht für die „allgemeine humanitäre Hilfe, einschließlich medizinischer und Wasserversorgung“ verwendet werden könne.Er fügte hinzu, dass in der Region täglich 160.000 Liter Treibstoff für humanitäre Einsätze benötigt werden.Er warnte auch davor, dass „unsere Operation jetzt am Rande des Zusammenbruchs steht“, und fügte hinzu: „Wenn wir nur Treibstoff für Lastwagen haben, können wir keine Menschenleben mehr retten. Längeres Warten wird Leben kosten.“

„Die israelischen Behörden haben die Verwendung dieses Treibstoffs auf den Transport der wenigen Hilfsgüter beschränkt, die über Ägypten kommen“, sagte er. „Es ist entsetzlich, dass Treibstoff weiterhin als Kriegswaffe eingesetzt wird“. Lazzarini warnt, dass Wasserentsalzungsanlagen, Kläranlagen und Krankenhäuser bereits ihren Betrieb eingestellt haben.

News zum Gaza-Krieg aktuell: Israels Sturm ins Al-Schifa-Krankenhaus „völlig inakzeptabel“

Update vom 15. November, 16.07 Uhr: Das Eindringen Israels in das Al-Schifa-Krankenhaus wurde vom Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „völlig inakzeptabel“ in aktuellen Lage im Gaza-Krieg kritisiert. Tedros Ghebreyesus sagte, vor dem Konflikt habe es im gesamten Gazastreifen 3.500 Krankenhausbetten gegeben, jetzt seien es nur noch schätzungsweise 1.400.

„Seit drei Tagen gibt es keine neuen Informationen über die Zahl der Todesfälle“, fügte er hinzu, was eine Bewertung des Gesundheitssystems in Gaza erschwere.

Zuvor hatte er gesagt, die Berichte über das Eindringen der israelischen Streitkräfte in das Krankenhaus seien „zutiefst beunruhigend“. „Wir haben wieder den Kontakt zum Gesundheitspersonal des Krankenhauses verloren“, schrieb er auf X (früher Twitter).

Aktuelle News zum Gaza-Krieg: Geiselaustausch zwischen Hamas und Israel für einen Waffenstillstand

Update vom 15. November, 15.17 Uhr: Katar bemüht sich aktuell um ein Abkommen zwischen Israel und der Hamas über einen dreitägigen Waffenstillstand und die Freilassung von 50 Geiseln im Gaza-Krieg. Das berichtet Sky News und beruft sich dabei auf die Nachrichtenagentur Reuters.

Zu den weiteren Bedingungen des vorgeschlagenen Abkommens gehören nach Angaben des Beamten: Die Freilassung von einigen palästinensischen Frauen und Kindern aus israelischen Gefängnissen, eine Erhöhung der Menge an humanitärer Hilfe, die in den Gazastreifen gelangen darf und die Aushändigung einer vollständigen Liste der Hamas von den noch lebenden zivilen Geiseln, die in Gaza festgehalten werden.

Wenn beide Seiten zustimmen, wäre dies die größte Zahl von Geiseln, die die Hamas seit Beginn des Konflikts am 7. Oktober freigelassen hat. Mehr als 200 Menschen, darunter Frauen und Kinder, werden nach übereinstimmenden Medienberichten von der militanten Gruppe im Gazastreifen festgehalten.

Gaza-News: Hamas hat Bedingungen zugestimmt – Israel verhandelt noch über Einzelheiten

Die Hamas hat dem Abkommen in seinen Grundzügen zugestimmt, Israel jedoch nicht und verhandelt noch über die Einzelheiten, so der Beamte. Der Umfang der von Katar geführten Verhandlungen hat sich in den letzten Wochen erheblich verändert. Die Tatsache, dass sich die Gespräche nun auf die Freilassung von 50 Geiseln im Gegenzug für eine dreitägige Waffenruhe konzentrieren und die Hamas den Grundzügen zugestimmt hat, wurde jedoch zuvor nicht berichtet.

Der reiche Golfstaat Katar steht in direktem Kontakt mit der Hamas und Israel und hat in der Vergangenheit bereits bei der Vermittlung von Waffenstillständen zwischen beiden Seiten geholfen.

Gaza-News aktuell: Erdogan attackiert Israel im Krieg gegen die Hamas – Terrorstaat und Genozid

Update vom 15. November, 14.46 Uhr: Kurz vor seinem Besuch in Deutschland teilte der türkische Präsident Erdogan erneut gegen Israel und dessen aktuellen Krieg im Gazastreifen heftig aus. Im Parlament in Ankara nannte er Israel einen Terrorstaat und warf dem Land die Ausübung eines Genozids vor. Seiner Aussage nach würde Israel in seinem Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen Kriegsverbrechen begehen und so das internationale Völkerrecht verletzen. Das berichtet der Deutschlandfunk.

Zugleich betonte er, die Hamas sei keine Terrororganisation. Die Hamas sei eine politische Partei, die die Palästinenser gewählt hätten. Ähnlich hatte sich Erdogan in den vergangenen Wochen geäußert. In Deutschland gibt es Kritik am Staatsbesuch Erdogans. Unter anderem Vertreter von Kurden und Juden äußerten Unverständnis über den Empfang des türkischen Präsidenten zum jetzigen Zeitpunkt. Bundeskanzler Scholz erwartet, Erdogan am Freitagabend im Kanzleramt zu empfangen. Vorher sieht der Plan vor, dass Erdogan Bundespräsident Steinmeier zusammenkommen.

News im Gaza-Krieg: Warnsysteme schlagen wegen Raketenbeschuss im Süden

Update vom 15. November, 14.00 Uhr: Rund 18 Stunden dauerte die Pause, doch nun schlagen die Warnsysteme in Israel aufgrund des Gaza-Kriegs wieder an. Sie melden erneut Raketenabschüsse aus dem Gazastreifen, die sich offenbar vor allem auf Aschkelon im Süden des Landes konzentrieren. 

Bereits vergangene Woche hatte das Militär mitgeteilt, seit Beginn des Gazakriegs am 7. Oktober seien 9500 Raketen und Mörsergranaten Richtung Israel abgefeuert worden. Darüber hinaus wäre es zum Einsatz Dutzender Drohnen gekommen.

Dennoch sei die Zahl der Raketenabschüsse aufgrund der Bodeneinsätze im Gazastreifen durch Israels Armee deutlich zurückgegangen, hieß es. Ob dazu auch Geschosse aus dem Libanon, aus dem Jemen und Syrien zählen, ließ die Armee offen. Israelischen Medien zufolge waren im 50 Tage dauernden Gaza-Krieg im Jahr 2014 mit etwa 4000 Raketen deutlich weniger Abschüsse Richtung Israel verzeichnet worden.

Israels Gaza-Krieg: Philosoph Habermas nennt Reaktion auf Hamas-Terror „prinzipiell gerechtfertigt“

Update vom 15. November, 13.34 Uhr: Bereits am 14. November hat sich der Philosoph Jürgen Habermas zum Israel-Krieg gegen Hamas geäußert. In einer Stellungnahme zu Israels Gaza-Krieg ließen der Philosoph sowie der Politikwissenschaftler Rainer Forst, der Jurist Klaus Günter und die Friedensforscherin Nicole Deitelhoff ihre Solidarität zu Israel.

Der drei Absätze umfassende Text „Grundsätze der Solidarität“ erschien auf der Website des Forschungszentrums „Normative Orders“ der Frankfurter Goethe-Universität. Darin nennen die Autorin und die drei Autoren um Habermas die Reaktion Israels auf den Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober „prinzipiell gerechtfertigt“.

Habermas äußert sich zu Israels Gaza-Krieg: „Gegenschlag“ gegen Hamas ist gerechtfertigt

Es gebe viele „widerstreitende Sichtweisen“ zu der aktuellen Situation, schrieben die Autoren, daher müsse man einige Grundsätze festhalten. Der Gegenschlag Israels sei gerechtfertigt, die Ausführung aber werde kontrovers diskutiert, deshalb sprechen sich die Autoren für Grundsätze der Verhältnismäßigkeit, der Vermeidung ziviler Opfer und der Führung eines Krieges mit Aussicht auf künftigen Frieden aus.

Hingegen helfe es bei der Beurteilung nicht, wenn dem „israelischen Vorgehen genozidale Absichten zugeschrieben werden“.

News im Gaza-Krieg: Israels Einsatz im Al-Schifa-Krankenhaus geht weiter

Update vom 15. November, 12.50 Uhr: Der Einsatz im Al-Schifa-Krankenhaus im Gazastreifen dauert aktuell weiter an. Wie die israelischen Streitkräfte (IDF) in einem Update zu ihrem Manöver im Gaza-Krieg erklärten, setzten die Truppen die „präzise und gezielte Operation gegen die Hamas in einem bestimmten Bereich im Schifa-Krankenhaus fort, in der sie nach Terrorinfrastruktur und Waffen der Hamas suchen“. Wie örtliche Medien berichten, sollen vor Ort auch Übersetzer und Mediziner im Einsatz sein und den Kontakt zu Personal sowie Patienten suchen.

Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern 

Vor 60. Gründungstag von Israel
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen entschied 1947 über die Teilung Palästinas in zwei Staaten, einen jüdischen und einen arabischen. Im Teilungsplan wurde auch festgelegt, dass die Briten ihr Mandat für Palästina bis August 1948 niederlegen. Großbritannien hatte nach dem Ersten Weltkrieg das Gebiet besetzt und war 1922 offiziell mit dem Mandat über Palästina beauftragt worden. Am 14. Mai 1948 wurde auf Grundlage des UN-Beschlusses der jüdische Staat gegründet. © dpa
Proklamation des Staates Israel
Nach der Unterzeichnung der Proklamationsurkunde am 14. Mai 1948 im Stadtmuseum von Tel Aviv hält eine nicht identifizierte Person das Schriftstück mit den Unterschriften in die Höhe. Links ist David Ben Gurion zu sehen, der erste Ministerpräsident Israels. © dpa
Israelischer Unabhängigkeitskrieg
Ein historisches Datum für den Staat Israel. Doch die arabischen Staaten Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten und Irak erkannten die Gründung nicht an und überschritten nur einen Tag später mit ihren Armeen die Grenzen. So begann der Palästina-Krieg, der im Januar 1949 mit dem Sieg Israels endete. Das Foto zeigt israelische Mitglieder der paramilitärischen Organisation Haganah im August 1948.  © AFP
Operation Yoav
Die israelische Armee konnte während des Krieges 40 Prozent des Gebiets erobern, das eigentlich laut dem ursprünglichen UN-Plan zur Teilung für die arabische Bevölkerung vorgesehen war. So wurde auch der westliche Teil von Jerusalem von Israel besetzt.  © Imago
Waffenstillstand Israel Palästina 1949
Die Vereinten Nationen vermittelten zwischen Israel und Ägypten, und so kam es zwischen den beiden Ländern am 24. Februar 1949 zu einem Waffenstillstandsvertrag. Andere arabische Kriegsgegner folgten mit Waffenstillständen bis Juli 1949. Laut Schätzungen starben bei dem Krieg, den die arabischen Länder gestartet hatten, mehr als 6000 Israelis und 6000 Araber.  © ACME Newspictures/afp
Arafat. Geschichte des Krieges in Israel
Jassir Arafat gründete 1959 die Fatah, eine Partei in den palästinensischen Autonomiegebieten. Laut ihrer Verfassung war ihr Ziel, auch mit terroristischen Mitteln die Israelis aus Palästina zu vertreiben und Jerusalem als Hauptstadt zu installieren. Ebenfalls als Ziel rief die Fatah die „Ausrottung der ökonomischen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz des Zionismus“ aus.  © PPO/afp
Arafat
1993 erkannte die Fatah mit ihrem Vorsitzenden Jassir Arafat das Existenzrecht Israels im Osloer-Friedensprozess an, und wollte den Terror als Waffe nicht mehr nutzen. Allerdings gab es immer wieder Bombenattentate in Israel. 2011 suchte Arafat den Schulterschluss mit der Hamas. Gemeinsam planten sie, eine Übergangsregierung zu bilden, was bis heute nicht umgesetzt wurde. Innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ist die Fatah die stärkste Fraktion. © Aleksander Nordahl/Imago
1974 Arafat vor UN
Im Oktober 1974 erkannte die Vollversammlung der Vereinten Nationen die PLO als Befreiungsbewegung an. Daraufhin wurde Arafat als Vertreter eingeladen. Am 13. November 1974 eröffnete Arafat die Debatte in der Vollversammlung. Er beendete die Rede mit dem Satz: „Ich bin mit einem Olivenzweig in der einen und dem Gewehr des Revolutionärs in der anderen Hand hierhergekommen. Lasst nicht zu, dass der grüne Zweig aus meiner Hand fällt!“ © dpa
Kampfflugzeug im Sechs-Tage Krieg
Vom 5. Juni bis 10. Juni 1967 fand der Sechstagekrieg zwischen Israel auf der einen und Ägypten, Jordanien und Syrien auf der anderen Seite statt. Auslöser war die ägyptische Blockade der Seestraße von Tiran für die Israelis, die so abgeschnitten waren. Außerdem hatte der ägyptische Präsident den Abzug der Blauhelme erzwungen, die die nördliche Grenze Israels sicherten. Als Drohung schickte Ägypten dann 1000 Panzer und 100.000 Soldaten an die Grenzen zu Israel. Als Reaktion auf die Bedrohung flogen die Israelis einen Präventiv-Schlag. Auf dem Foto sieht man ein ägyptisches Kampfflugzeug. Während des Krieges konnte Israel die Kontrolle über den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen, das Westjordanland und Ostjerusalem erlangen. Weil Israel seine Angreifer besiegen konnte, machte der Staat am 19. Juni 1967, neun Tage nach seinem Sieg, Ägypten und Syrien ein Friedensangebot. Darin enthalten die Aufforderung, Israel als Staat anzuerkennen. © AP/dpa
Arabisch-israelischer Krieg
Am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, startete eine arabische Militärkoalition unter Führung Ägyptens und Syriens einen Überraschungsangriff, gleichzeitig auf die Sinai-Halbinsel und die Golanhöhen. Nach anfänglichem Erfolg der arabischen Kriegsparteien gelang es Israel, sich zu behaupten. Erst mit dem Friedensvertrag sechs Jahre später am 26. März 1979, normalisierten sich die Beziehungen zwischen Ägypten und Israel. Ägypten war der erste arabische Staat, der das Existenzrecht Israels anerkannte. © afp
Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten, Jimmy Carter schüttelt dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat die Hand.
Das Friedensabkommen vom 26. März. 1979 war ein wichtiger Meilenstein. US-Präsident Jimmy Carter gratulierte damals dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat und dem israelischen Premierminister Menachem Begin vor dem Weißen Haus. Nach den Camp-David-Verhandlungen unterzeichneten sie den Friedensvertrag zwischen den beiden Ländern dort. © Consolidated News Pictures/afp
Beschuss im Libanonkrieg
1982 begann mit dem Libanonkrieg der erste große israelisch-arabische Konflikt, der von Israel gestartet wurde. Die Kriegsparteien waren die israelische Armee und verbündete Milizen auf der einen, die PLO und Syrien auf der anderen Seite. Israel besetzte im Rahmen des Krieges zwischen 1982 und 1985 den Süden Libanons. Später richtete Israel daraufhin dort eine „Sicherheitszone“ ein, die aber Angriffe der Hisbollah aus dem Libanon auf nordisraelische Städte nicht verhindern konnte. Am 25. Mai 2000 zog die israelische Armee aus dem Südlibanon ab.  © Dominique Faget/afp
Soldaten und Kinder bei der Intifada 1987
Am 8. Dezember 1987 brach im Westjordanland und im Gazastreifen ein gewaltsamer Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung aus. Diesen Aufstand nennt man Intifada. Auf dem Foto ist zu sehen, wie israelische Soldaten Kinder anweisen, das Gebiet zu verlassen, als Hunderte von Demonstranten Steine und Flaschen schleudern.  © Esaias Baitel/afp
Hamas-Kundgebung im Gaza-Streifen
Die PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation), die ihre Zentrale in Tunis hatte, wollte einen eigenen palästinensischen Staat ausrufen, hatte aber keine Kontrolle über die entsprechenden Gebiete. Im Zuge dessen kam es zu einem Gewaltausbruch, der erst 1991 abnahm. 1993 wurde schließlich mit dem Osloer Abkommen die erste Intifada beendet. © Ali Ali/dpa
Der PLO-Führer Yasser Arafat und der israelischen Premierminister Yitzahk Rabin schütteln sich 1993 die Hände.
Nach Jahrzehnten von Gewalt und Konflikten unterschrieben am 13. September 1993 Israels Außenminister Shimon Peres und Mahmoud Abbas, Verhandlungsführer der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), unter Aufsicht der russischen und amerikanischen Außenminister die „Osloer Verträge“. Das Foto des Händedrucks zwischen Palästinenservertreter Jassir Arafat und dem israelischen Ministerpräsident Yitzhak Rabin und US-Präsident Bill Clinton wurde weltberühmt. © J. David Ake/afp
Yasir Arafat, Shimon Peres und Yitzhak Rabin erhalten den Friedensnobelpreis
Nach der Unterzeichnung der Osloer Verträge bekamen Jassir Arafat, Schimon Peres und Yitzhak Rabin den Friedensnobelpreis für 1994. Hier die Preisträger zusammen mit ihrer Medaille und ihrem Diplom im Osloer Rathaus. Die Friedensverträge wurden damals als wichtiger Startpunkt für Frieden in der Region gesehen. © Aleksander Nordahl/Imago
Bill Clinton, König Hussein und Rabin bei der Friedenssitzung
1994 folgten Friedensverhandlungen zwischen Jordanien und Israel 1994 im Weißen Haus. Auf dem Foto ist zu sehen, wie der jordanische König Hussein und der israelische Premierminister Yitzahk Rabin bei der Friedenssitzung sich die Hände schütteln. © Imago/ ZUMA Press
Sarg von Yitzhak Rabin, Geschichte des Kriegs in Israel
Mit der Hoffnung auf Frieden in der Region wurde der Hass von israelischen Extremisten größer. Diese wollten Abkommen mit den arabischen Staaten und der PLO nicht akzeptieren. So wurde Yitzhak Rabin zur Zielscheibe und wurde 1995 im Anschluss an eine große Friedenskundgebung in Tel Aviv von einem rechtsextremen Juden ermordet. Das Foto zeigt den Sarg des Premierministers in Jerusalem bei seiner Beerdigung.  © Jim Hollander/dpa
Junge schießt mit Katapult bei der zweiten Intifada, Geschichte des Krieges in Israel
Obwohl es in den 1990er Jahren mit den Osloer Verträgen große Hoffnung auf Frieden gab, hatte sich die Situation nach der Ermordung von Yitzhak Rabin massiv aufgeheizt. 2000 kam es zur zweiten Intifada, dem gewaltvollen Aufstand der Palästinenser mit Straßenschlachten. Die zweite Intifada dauerte bis 2005. © Imago/UPI Photo
Israelische Soldaten 2006, Geschichte des Krieges in Israel
2006 kam es wieder zwischen Israel und dem Libanon zum Krieg. Die Auseinandersetzung wird auch 33-Tage-Krieg oder zweiter Libanon-Krieg genannt, weil sie nach gut einem Monat am 14. August 2006 mit einem Waffenstillstand endete. Das Foto zeigt einen israelischen Soldaten im Libanon-Krieg im Jahr 2006. Eine israelische Artillerieeinheit hatte soeben an der libanesisch-israelischen Grenze in den Libanon gefeuert. Fast 10.000 israelische Soldaten kämpften in der Nähe von etwa einem Dutzend Dörfern im Südlibanon gegen Hisbollah-Kämpfer.  © Menahem Kahana/afp
Israelisches Militär feuert auf Ziele im Libanon
Auslöser des Libanon-Kriegs waren anhaltende Konflikte zwischen der Terrororganisation Hisbollah und der israelischen Armee. Um die Angriffe zu stoppen, bombardierte die israelische Luftwaffe die Miliz aus der Luft und verhängte eine Seeblockade. Die Hisbollah antwortete mit Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Später schickte Israel auch Bodentruppen in den Süden von Libanon.  © Atef Safadi/dpa
Angriff im Süden von Beirut
Die libanesische Regierung verurteilte die Angriffe der Hisbollah und forderte internationale Friedenstruppen, um den Konflikt zu beenden. Am 14. August 2006 stimmten schließlich nach einer UN-Resolution die Konfliktparteien einem Waffenstillstand zu. Sowohl die Hisbollah als auch Israel sahen sich als Sieger.  © Wael Hamzeh/dpa
Krieg in Israel
2014 startete die israelische Armee (IDF) mit der Operation Protective Edge am 8. Juli eine Militäroperation, weil die Hamas aus dem Gazastreifen immer wieder Israel beschoss. Ab dem 26. Juli 2014 folgte eine unbefristete Waffenruhe, die kanpp neun jahre währte.  © Abir Sultan/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas einen Überraschungsangriff auf Israel mit Raketenbeschuss und Bodeninfiltrationen aus dem Gazastreifen, was zu schweren Verlusten und der Entführung zahlreicher Geiseln führte. Hier ist eine Gesamtansicht der zerstörten Polizeistation in Sderot nach den Angriffen der Hamas-Terroristen zu sehen.  © Ilia Yefimovich/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Bei dem Überfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen auf Israel wurden rund 1200 Menschen getötet und mehr als 250 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Seitdem wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen Zehntausende Menschen getötet, darunter auch viele Frauen und Minderjährige. © Ilia Yefimovich/dpa

Im Krieg in Israel steht das Al-Schifa-Krankenhaus seit Tagen im Zentrum schwerer Kämpfe. Mehrere Hilfsorganisationen hatten bemängelt, dass die medizinische Versorgung im Gazastreifen wegen der Einsätze im Nah-Ost-Konflikt nicht mehr gewährleistet werden könne. Die IDF sagte nun, sie habe humanitäre Hilfe bis zum Eingang des Krankenhauses geliefert.

Gaza-News: Israel führt Manöver am Al-Schifa-Krankenhaus im Gazastreifen durch

Update vom 15. November, 12.31 Uhr: Aktuelle Satellitenbilder aus dem Gaza-Krieg zeigen, wie Israel im Kampf gegen die Hamas auf das Al-Schifa-Krankenhaus im Gazastreifen vorgerückt ist. Wie BBC berichtet, lässt sich anhand der verifizierten Aufnahme erkennen, dass israelische Streitkräfte bereits am 14. November etwa 300 m nördlich und südlich des Krankenhauses in Gaza-Stadt Stellungen hielten.

Aufnahme vom 15. November: schwerer Rauch über dem bombardierten Gazastreifen

Insgesamt rückten im Gazastreifen etwa 20 Fahrzeuge auf das Gebäude vor, darunter Panzer und Bulldozer. Scheinbar kleine Ansammlungen mit etwa zehn weiteren Fahrzeugen befinden sich 250 m südlich auf offenem Gelände, heißt es in dem BBC-Bericht weiter.

Gaza-News: Treibstoff in den Gazastreifen geliefert – Tankwagen passiert erstmals Grenzübergang Rafah

Update vom 15. November, 11.57 Uhr: Erstmals seit Beginn des Gaza-Kriegs ist ein mit Treibstoff befüllter Tankwagen von Ägypten aus über den Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen eingefahren. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die Lieferung sei möglich geworden nach intensiven Gesprächen der Geheimdienste Ägyptens, Israels und der USA, hieß es aus ägyptischen Sicherheitskreisen.

Wie regionale Nachrichtensender vermelden, soll der Tankwagen insgesamt 24.000 Liter Diesel in den Gazastreifen gebracht haben. Seit dem Überfall der Hamas am 7. Oktober und dem Beginn des Gaza-Kriegs im Nahen Osten war Treibstoff zum raren Gut in dem Landstreifen geworden.

News im Gaza-Krieg: Israel ermöglicht Zivilisten die Flucht

Update vom 15. November, 11.04 Uhr: Die israelischen Streitkräfte haben für heute eine weitere vierstündige „taktische Pause“ im Gaza-Krieg angekündigt, um der Zivilbevölkerung in Teilen des nördlichen Gazastreifens die Flucht nach Süden zu ermöglichen. Die Pausen, die nach Gesprächen mit den USA vereinbart wurden, sind in der letzten Woche zu einem regelmäßigen, täglichen Ereignis geworden, das jedoch unterschiedliche Gebiete betraf.

Die heutige Kampfpause dauert von 10 bis 14 Uhr (Ortszeit und betrifft die Stadtteile al Salam und al Nour. Während dieser Zeit konnten Zivilisten über die Salah al Din-Route - die Hauptverbindungsstraße zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil des Gazastreifens – nach Süden fliehen.

Abseits von Israels Gaza-Krieg im Nahen Osten: USA bestätigt Angriffe vom Iran unterstützte Gruppen in Syrien

Update vom 15. November, 10.57 Uhr: Auch abseits von Israels Gaza-Krieg überschlagen sich die Ereignisse im Nahen Osten. So haben US-Kampfflugzeuge nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums Orte in Syrien angegriffen, die mit von Iranern unterstützten Gruppen in Verbindung stehen. Bei den Angriffen seien laut des Pentagons und US-Beamten Waffen zerstört, die in den beiden Zielen – einer Ausbildungseinrichtung und einem Unterschlupf – gelagert wurden. Das berichtet Sky News.

Die Ausbildungseinrichtung habe auch als Waffenlager gedient, und der Unterschlupf im Stadtteil Bulbul von Mayadin habe als Hauptquartier für mit dem Korps der iranischen Revolutionsgarden verbundene Gruppen in der Region gedient, sagte ein Beamter.

News im Gaza-Krieg: USA attackieren Waffenlager in Syrien

Es hieß auch, dass Angehörige der Revolutionsgarden zum Zeitpunkt der Angriffe anwesend waren und wahrscheinlich getroffen wurden, aber das Pentagon hat nicht bestätigt, ob sie getötet wurden. Die USA haben in den letzten zwei Wochen drei Angriffe auf mit dem Iran verbundene Waffendepots in Syrien durchgeführt.

Nach eigenen Angaben waren die Angriffe eine Vergeltung für mehr als 50 Raketen- und Drohnenangriffe militanter Gruppen, die ähnlich wie die Hamas vom Iran unterstützt werden und US-Stützpunkte im Irak und in Syrien angegriffen haben.

Nach Sturm auf Krankenhaus im Gaza-Krieg: Israel erlaubt Treibstofflieferungen in den Gazastreifen

Update vom 15. November, 10.44 Uhr: Israel hat sich im Gaza-Krieg offenbar bereit erklärt, Treibstofflieferungen für humanitäre Einsätze in den Gazastreifen zuzulassen, wie Verteidigungsbeamte des Landes erklärten.

Es ist das erste Mal, dass Israel die Einfuhr von Treibstoff in die belagerte palästinensische Enklave erlaubt, seit des Hamas-Terrorakts am 7. Oktober. Die israelische Verteidigungsbehörde COGAT, die für palästinensische Angelegenheiten zuständig ist, kündigte an, dass sie im Laufe des heutigen Tages UN-Lastwagen das Betanken am Grenzübergang Rafah an der ägyptischen Grenze erlauben werde.

Israels Gaza-Krieg gegen die Hamas: Treibstofflieferungen für humanitäre Zwecke im Gazastreifen erlaubt

Die COGAT teilte mit, dass diese Entscheidung auf ein Ersuchen der USA zurückgeht, nannte jedoch keine Einzelheiten über den Zeitpunkt der Auslieferung. Es hieß, dass 24.000 Liter (6.340 Gallonen) Treibstoff in den Gazastreifen geliefert werden dürfen.

Nach dem Angriff der militanten Terrorgruppe wurde der Zugang zu dieser Region gesperrt, da Israel behauptete, die Hamas würde den Treibstoff für ihre eigenen militärischen Zwecke im Gaza-Krieg umleiten. Die Hilfsorganisationen haben jedoch dafür plädiert, die Lieferungen wieder aufzunehmen, da die Krankenhäuser bereits geschlossen werden mussten und die humanitären Maßnahmen aufgrund der schwindenden Vorräte kurz vor dem Zusammenbruch stehen.

Neben Angriff auf Al-Schifa-Klinik im Gaza-Krieg: Israel nimmt wohl Flüchtlingslager ein

Update vom 15. November, 10.25 Uhr: Während sich alles auf Israels Sturm auf das Al-Schifa-Krankenhaus im Gaza-Krieg konzentriert, haben israelische Truppen nach Angaben eines Militärsprechers offenbar ein Flüchtlingslager in der Nähe von Gaza-Stadt eingenommen.

Konteradmiral Daniel Hagari sagte, die Streitkräfte hätten die Übernahme des Flüchtlingslagers Shati abgeschlossen und bewegten sich frei in der gesamten Stadt. Die israelischen Streitkräfte haben diese Bilder veröffentlicht, die angeblich ihre Operation in dem Lager zeigen - diese Angaben ließen sich allerdings nicht unabhängig bestätigen.

Neben Angriff auf Al-Schifa-Klinik im Gaza-Krieg: Israel weitet offenbar Kontrolle im Gazastreifen aus

Die IDF haben in den letzten Tagen ihre Kontrolle über den nördlichen Gazastreifen ausgeweitet und behauptet, das Parlamentsgebäude und das Polizeipräsidium des Gebiets im Gaza-Krieg eingenommen zu haben. In einigen der Gebäude zeigte die IDF Bilder von Soldaten, die zur Feier des Tages die israelische Flagge hochhalten.

Auch diese Behauptungen lässt unabhängig nicht überprüfen, da die Kommunikation in der Region weitgehend zusammengebrochen ist.

Vor Angriff auf Schifa-Krankenhaus: Israel tötet wichtige Hamas-Kommandeuere im Gaza-Krieg

Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant sagte, die Hamas habe die Kontrolle über den nördlichen Gazastreifen verloren und Israel habe erhebliche Fortschritte in Gaza-Stadt gemacht. Die IDF erklärten, sie hätten Waffen gefunden und Kämpfer in Regierungsgebäuden, Schulen und Wohnhäusern eliminiert.

Die IDF haben nach eigenen Angaben mehrere tausend Hamas-Kämpfer getötet, darunter auch wichtige Kommandeure der mittleren Ebene, während 46 israelischen Soldaten in Gaza getötet wurden.

Sturm auf Schifa-Krankenhaus in Israels Gaza-Krieg: Angriff findet an einem bestimmten Ort statt

Update vom 15. November, 10.13 Uhr: Der Sprecher der IDF, Oberstleutnant Peter Lerner, hat bereits in der Nacht einen aktuellen Bericht über die Operation im Al-Schifa-öKrankenhaus gegeben. Er sagt, dass die israelischen Streitkräfte „das Krankenhaus nicht überrennen“ und stattdessen eine gezielte Operation an einem „bestimmten Ort“ des medizinischen Komplexes der Schifa-Klinik im Gaza-Krieg durchführen.

Angriff auf Al-Schifa-Krankenhaus im Gaza-Krieg: Israels Operation gegen Hamas „militärisch notwendig“

In einem Interview mit CNN sagte er, die Operation sei „militärisch notwendig“ und beruhe auf israelischen und US-amerikanischen Geheimdienstinformationen über Aktivitäten der Hamas in der Einrichtung - was die militante Gruppe bestreitet.

Er sagt, dass die israelischen Streitkräfte schätzen, dass sich noch etwa 1.000 Menschen auf dem Gelände von al Shifa aufhalten, obwohl er sagt, dass „nicht alle“ sich an dem „spezifischen Ort“ befinden, auf den die IDF-Truppen abzielen. Er fügt hinzu, dass die israelischen Truppen im Rahmen der Operation, die er als „komplex“ bezeichnet, möglicherweise auch Geiseln befreien können. Bisher gab es aber keine Berichte, dass es dazu auch gekommen sei.

Gaza-Krieg: Hamas macht Biden für Angriff auf Schifa-Krankenhaus verantwortlich

Update vom 15. November, 10.09 Uhr: Die Hamas hat im Israel-Gaza-Krieg hat eine Erklärung zum Angriff der IDF auf das Al-Schifa-Krankenhaus im Gazastreifen abgegeben. Die militante Gruppe macht demnach US-Präsident Joe Biden für die „Erstürmung“ der Einrichtung verantwortlich.

Schifa-Krankenhaus im Gaza-Krieg: Hamas macht USA für Erstürmung der Klinik mitverantwortlich

Die Hamas beschuldigte die USA im Gaza-Krieg, Israel „grünes Licht“ für die Razzia gegeben zu haben, indem sie Israels Behauptungen, das Krankenhaus werde von den islamistischen Kämpfern der Gruppe genutzt, „übernommen“ hätten.

Die Hamas erklärte, sie mache Israel, Präsident Biden und seine Regierung „in vollem Umfang verantwortlich für die Folgen der Erstürmung des Shifa Medical Complex durch die Besatzungsarmee und für das, was das medizinische Personal und Tausende von Vertriebenen infolge dieses brutalen Verbrechens gegen eine durch die Vierte Genfer Konvention geschützte Gesundheitseinrichtung erleiden müssen“.

Hamas-Kommandozentrale im Schifa-Krankenhaus: Terrorgruppe weist Vorwürfe zurück

Zum Kontext: Israel hat wiederholt behauptet, dass das Al-Shifa-Krankenhaus von Hamas-Kämpfern benutzt wurde - möglicherweise sogar als Hauptoperationsbasis der Gruppe.

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses, John Kirby, sagte am Dienstag, dass die USA über eigene Geheimdienstinformationen verfügten, die belegten, dass die Hamas-Kämpfer von Al Shifa aus operierten. Die Hamas reagierte mit einer „scharfen Verurteilung und Zurückweisung der Behauptungen“.

Israel stürmt Al-Schifa-Krankenhaus im Gazastreifen: „Gezielte Operation“ in Klinik gegen Hamas

Erstmeldung vom 15. November, 9.59 Uhr: Tel Aviv – Der Gaza-Krieg zwischen Israel und der Hamas hat in der Nacht eine neue Qualität erhalten. Bereits in den vergangenen Tagen zeichnete sich durch die Kämpfe auf und um das Gelände der größten Klinik im Gazastreifen bereits eine größere Aktion im Krieg im Nahen Osten ab. Israelische Soldaten sind nun in der vergangenen Nacht in ihrem Kampf gegen die islamistische Hamas in das Schifa-Krankenhaus in Gaza eingedrungen.

Israel dringt in Schifa-Krankenhaus ein: „Gezielte Operation“ im Gaza-Krieg gegen die Hamas

Auf Grundlage von Geheimdienstinformationen laufe „eine präzise und gezielte Operation“ in einem bestimmten Bereich der Klinik, wie die Armee am frühen Mittwochmorgen zur Lage im Gaza-Krieg mitteilte. Mit dabei seien medizinische Teams und arabischsprachige Militärangehörige. „Wir fordern alle im Krankenhaus anwesenden Hamas-Terroristen auf, sich zu ergeben“, erklärte die Armee.

Israel vermutet unter dem größten Klinik-Komplex im Gazastreifen eine Kommandozentrale der Hamas. Die Palästinenserorganisation bestreitet das. Hamas-Terroristen hatten am 7. Oktober Israel überfallen und rund 1200 Menschen getötet. Dies war der jüngste Auslöser für den Krieg in Israel, der die Lage im Nahen Osten erneut verschärfte.

Israel stürmt Schifa-Krankenhaus im Gaza-Krieg: Hamas-Kommandozentrale in Klinik vermutet

Die BBC zitierte einen Augenzeugen über Israels Sturm auf die Schifa-Klinik im Gaza-Krieg. Dieser sprach von sechs Panzern und mehr als Hundert Soldaten auf dem Krankenhausgelände im Gazastreifen. Einige seien maskiert gewesen und hätten auf Arabisch gerufen: „Nicht bewegen, nicht bewegen!“ Auch seien Rauchbomben im Einsatz gewesen.

Ein Klinikarzt, Ahmed Muchallalati, berichtete der Washington Post von stundenlangen Schusswechseln und Explosionen rund um das Krankenhaus im Gazastreifen. Er habe israelische Panzer in Nähe des Gebäudekomplexes gesehen. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben am Morgen nicht.

Israels Sturm auf die Al-Schifa-Klinik im Gaza-Krieg: WHO spricht von 2000 Menschen im Krankenhaus

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO befanden sich mit Stand Montag mehr als 2000 Menschen in der Schifa-Klinik im Norden des abgeriegelten Gazastreifens, darunter vermutlich mehr als 600 Patienten und rund 1500 Vertriebene. Die Angaben beruhen auf Schätzungen des dortigen Gesundheitsministeriums, das im Gaza-Krieg von der Hamas kontrolliert wird. Augenzeugen bestätigten die Zahlen.

Seit Tagen kommt es in der Nähe von Krankenhäusern zu Gefechten im Gaza-Krieg zwischen israelischen Bodentruppen und palästinensischen Extremisten. Mitarbeiter des Schifa-Krankenhauses berichteten von anhaltendem Beschuss in dem Gebiet.

Israel-Operation im Schifa-Krankenhaus im Gaza-Krieg: Einheiten speziell geschult

Die Medizin-Teams und arabisch sprechenden Kräfte haben nach Armeeangaben eine spezielle Ausbildung durchlaufen und sollten sicherstellen, dass Zivilisten, die von der Hamas als menschliche Schutzschilde benutzt werden, kein Schaden im Gaza-Krieg und dem Sturm der Al-Schifa-Klinik zugefügt werde, hieß es in der Mitteilung der Streitkräfte weiter.

Medienberichten zufolge hat das Militär palästinensische Gesundheitsbeamte vor dem Einsatz im Gaza-Krieg kontaktiert und über den bevorstehenden Angriff informiert, sagte ein Sprecher des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministerium dem Fernsehsender Al-Dschasira.

Nach Sturm auf Al-Schifa-Klinik: Israel geht im Gaza-Krieg gegen die Hamas in Krankenhäusern vor

Vor dem Sturm Israels auf die Schifa-Klinik im Gaza-Krieg hatte Militärsprecher Daniel Hagari bereits angekündigt, dass die Streitkräfte auch gegen die mutmaßliche Infrastruktur der Hamas in Krankenhäusern im Gazastreifen vorgehen werden. „Die fortgesetzte militärische Nutzung des Schifa-Krankenhauses durch die Hamas führt dazu, dass es seinen besonderen völkerrechtlichen Schutz verliert“, sagte Hagari.

„Wir sind gezwungen, vorsichtig und präzise gegen die militärische Infrastruktur der Hamas in den Krankenhäusern vorzugehen.“

Krankenhäuser im Gaza-Krieg: Hamas nutzt laut USA Kliniken für militärische Zwecke

Auch die USA gehen davon aus, dass die Hamas im Gazastreifen Krankenhäuser für militärische Zwecke nutzt. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, sagte im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung im Gaza-Krieg: „Hamas und Mitglieder des Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) nutzen einige Krankenhäuser im Gazastreifen – auch die Schifa-Klinik – und unter ihnen liegende Tunnel, um ihre Militäroperationen zu verbergen und voranzutreiben und um Geiseln festzuhalten.“

Nach Sturm auf Schifa-Krankenhaus im Gaza-Krieg: Israel fordert Unterstützung im Kampf gegen die Hamas

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warb erneut für Unterstützung seines Landes im Israel-Gaza-Krieg und im Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen. In einem Beitrag auf X (früher Twitter) wandte sich Netanjahu direkt an den kanadischen Premierminister Justin Trudeau: „Nicht Israel zielt absichtlich auf Zivilisten, sondern die Hamas enthauptet, verbrennt und massakriert Zivilisten im schlimmsten Horror, der seit dem Holocaust an Juden verübt wurde.“

Er forderte: „Die Kräfte der Zivilisation müssen Israel dabei unterstützen, die Barbarei der Hamas zu besiegen.“ Zuvor hatte Trudeau Berichten zufolge die israelische Regierung „dringend“ aufgefordert, in ihrem Kampf im Gazastreifen „maximale Zurückhaltung zu üben“ und eine humanitäre Pause zu gewähren. Er sagte: „Die Welt ist Zeuge dieser Tötung von Frauen, Kindern und Babys. Das muss aufhören.“

Israel-Gaza-Krieg: Humanitäre Hilfe im Gazastreifen wegen Benzinmangels unmöglich

Wegen Treibstoffmangels könnte die humanitäre Unterstützung von über zwei Millionen Menschen im Gazastreifen nach Einschätzung des UN-Hilfswerkes für Palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) bald zusammenbrechen. Ein Treibstoff-Depot innerhalb des Gazastreifens, das das Hilfswerk zuletzt genutzt habe, sei nun leer, sagte UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini zur aktuellen Lage im Israel-Gaza-Krieg. „Es ist ganz einfach. Ohne Treibstoff wird die humanitäre Operation im Gazastreifen zu Ende gehen. Viele weitere Menschen werden leiden und wahrscheinlich auch sterben.“

Feuerpause im Israel-Gaza-Krieg gefordert: UN-Chef appelliert „im Namen der Menschlichkeit“

UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich „zutiefst beunruhigt“ über die Lage in den Krankenhäusern im Gazastreifen im Israel-Gaza-Krieg. Diese verzeichneten dramatische Verluste an Menschenleben, ließ Guterres mitteilen. „Im Namen der Menschlichkeit fordert der Generalsekretär eine sofortige humanitäre Waffenruhe“, hieß es in einer Mitteilung zur aktuellen Entwicklung, nachdem sich der Krieg in Israel nun hauptsächlich nach Gaza verlegt hat.

Israel kritisierte Guterres wegen seiner Rolle im Gaza-Krieg. „Guterres hat es nicht verdient, UN-Chef zu sein“, sagte der israelische Außenminister Eli Cohen. Er habe sich nicht entschieden genug gegen den Terror der Hamas gestellt. „Guterres sollte wie alle freien Nationen klar und laut sagen: „Befreit Gaza von der Hamas“, sagte Cohen weiter.

Rubriklistenbild: © Pacific Press Agency/imago/Israel Defense Forces/dpa/Montage

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