Durch Katastrophen, Kriege und Konflikte werden Millionen Kinder und Jugendliche um ihr Recht auf Bildung gebracht.
Genf - Um ihnen sichere Räume, Betreuung und Unterricht auch in Krisenzeiten zu ermöglichen, wollen die Vereinten Nationen bei einer Geberkonferenz 1,5 Milliarden US-Dollar (ca. 1,4 Mrd. Euro) sammeln. Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) ist dafür am Donnerstag in Genf.
«Die Kinder haben die Krisen auf der Welt nicht verursacht, aber sie leiden am meisten darunter», sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur. «Weltweit sind 222 Millionen Kinder im Schulalter von Konflikten, Dauerkrisen und Notsituationen betroffen - drei Mal so viele wie noch 2016. Wir können es uns nicht leisten, diese Generation zu verlieren.» Mädchen und Jungen brauchten mit guter Bildung eine echte Chance auf eine bessere Zukunft.
Deutschland ist mit Abstand der größte Geber des UN-Fonds «Education Cannot Wait» (ECW - Bildung kann nicht warten). Die Bundesregierung hat seit seiner Einrichtung 2016 ein Drittel des Budgets geliefert und damit sieben Millionen Kindern und Jugendlichen geholfen, wie die Fondschefin Yasmine Sherif sagt. Für die bis 2026 geplanten Projekte in 44 Ländern hat die Bundesregierung nach Angaben von Schulze 210 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. (dpa)