Vor einer internationalen Geberkonferenz für Afghanistan hat Großbritannien 286 Millionen Pfund (338,5 Millionen Euro) an zusätzlichen Mitteln für das Krisenland zugesagt.
London - "Diese neue Finanzierung wird über UN-Partner und vertrauenswürdige NGOs verteilt. Es werden keine Mittel direkt an die Taliban gehen", erklärte die britische Außenministerin Liz Truss am Mittwoch. Bei der gemeinsam mit den Vereinten Nationen organisierten Geberkonferenz am Donnerstag sollen mehr als vier Milliarden Dollar für das Land gesammelt werden.
Großbritannien hatte bereits 286 Millionen Pfund für Afghanistan im Haushaltsjahr 2021-2022 bereitgestellt. Nach Angaben von Truss wurden mit den Hilfsgeldern des Vereinigten Königreichs seitdem unter anderem mehr als 60 Krankenhäuser unterstützt. Zudem hätten fast 4,5 Millionen Menschen durch das Welternährungsprogramm (WFP) Nahrungsmittelsoforthilfe erhalten.
Die Vereinten Nationen hatten im Januar mitgeteilt, dass sie zur Finanzierung des humanitären Bedarfs in Afghanistan in diesem Jahr 4,4 Milliarden US-Dollar von den Geberländern benötigten - der höchste Betrag, der je für ein einzelnes Land gefordert wurde. Es wird geschätzt, dass etwa zehn Millionen Kinder in Afghanistan dringend humanitäre Hilfe benötigen. mkü/bfi