England, Wales und Schottland

Großbritannien: Mehr als England, Brexit und die Royals

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Die britische Flagge heißt Union Jack und wurde 1801 offiziell eingeführt.
  • Adriano D'Adamo
    VonAdriano D'Adamo
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Großbritannien ist auch nach dem Brexit politisch und wirtschaftlich eine wichtige Macht: ein Überblick über die Insel der Royals.

London – Großbritannien ist für vieles bekannt: die Royals, Fußball-Vereine wie Manchester City und FC Liverpool, den Brexit und eine Historie, die sich über mehr als 2.000 Jahre erstreckt. Sowohl in den vergangenen Jahrhunderten, als auch heute, ist Großbritannien ein wichtiger Knotenpunkt des Weltgeschehens.

NameGroßbritannien
LänderEngland, Wales, Schottland
Einwohner65,3 Millionen
Fläche229.850 km²
RegierungsformParalmentarische Monarchie

Großbritannien ist nicht gleich das Vereinigte Königreich

England, Großbritannien und das Vereinigte Königreich. Diese drei Begriffe sind keine Synonyme, die denselben Ort beschreiben. Das Vereinigte Königreich, oder auch United Kingdom auf Englisch, ist ein Länderzusammenschluss aus England, Schottland, Wales und Nordirland. Großbritannien hingegen umfasst nur die Insel bestehend aus England, Schottland und Wales.

Weiterhin gibt es noch das Commonwealth of Nations. Dieser Zusammenschluss wurde 1931 geformt und besteht aus dem Vereinigten Königreich und ehemaligen britischen Kolonien. Zu den weiteren Mitgliedsstaaten gehören unter anderem Australien, Kanada und Indien. Irland war einer der Gründungsstaaten, verließ das Commonwealth aber 1949.

Römische Provinz und Kolonialgeschichte

Die ersten Aufzeichnungen über Großbritannien datieren über 2.000 Jahre zurück, und zwar in die Zeit als die Römer die Insel Britannia einnahmen. Circa 55 vor Christus hat Julius Caesar die ersten Expeditionen zur Insel angeordnet. Rund 400 Jahre war Britannia eine römische Provinz, bis die Truppen Anfang des fünften Jahrhunderts die Insel verlassen haben.

Ende des 16. Jahrhunderts begann Großbritannien, große Teile Amerikas, Europas, Afrikas und Asiens zu kolonialisieren. Zu den britischen Kolonien gehörten unter anderem Indien, Hongkong, Ägypten, Südafrika und Teile von Kanada und den heutigen USA. Australien wurde ab 1787 als Sträflingskolonie benutzt, britische Gefangene, Kriminelle und deren Familien wurden dorthin deportiert. Der letzte Sträflingstransport fand 1868 statt.

Britische Überseegebiete: Heutige Kolonien Großbritanniens

Viele der ehemaligen Kolonien erhielten im 20. Jahrhundert ihre politische Souveränität. Indien wurde erst 1947 und Hongkong 1997 unabhängig. Heute noch besitzt Großbritannien sogenannte Überseegebiete. 2002 trat mit dem British Overseas Territories Act 2002 ein britisches Gesetz in Kraft, das die restlichen Kolonien in Überseegebiete umbenennt und die Staaten unter die Souveränität Großbritanniens stellt. Bürger der Überseegebiete besitzen auch die britische Staatsbürgerschaft.

Royals und die Queen: Aufgaben und Pflichten der britischen Königsfamilie

Queen Elizabeth II. amtierte 70 Jahre lang als Königin. Sie bestieg 6. Februar 1952 den Thron. Ihre Nachfolge trat ihr Sohn, Charles III., 8. September 2022 an. Auch wenn die Royals für die Bevölkerung sehr wichtig sind, haben sie auf politischer Ebene wenig Einfluss. Das Parlament regiert das Vereinigte Königreich. Lediglich das Oberhaupt der Monarchie, also der König, besitzt Pflichten, die mit dem Amt daherkommen. Er repräsentiert auch Großbritannien im Ausland und empfängt Staatsgäste. 

NameElizabeth Alexandra Mary
Geburt21. April 1926
Thronbesteigung6. Februar 1952
Tod8. September 2022
Jahre auf dem Thron70 Jahre

Der König segnet vom Parlamant beschlossene Gesetze ab und setzt sie in Kraft. Mit dem sogenannten Royal Assent könnte der König die Zustimmung eines Gesetzentwurfs auch verweigern. Das letzte Mal wurde diese Option aber 1708 von Queen Anne genutzt. Weiterhin ist der König für die Einsetzung des Parlamentes zuständig, er muss dieses jedes Jahr eröffnen und auflösen.

Das britische Parlament: Die Regierung von Großbritannien

Das Parlament des Vereinigten Königreichs ist das höchste und wichtigste Verfassungsorgan in Großbritannien und Nordirland. Es ist in seiner Bedeutung gleichzusetzen mit dem Bundestag in Deutschland. Das britische Parlament besteht aus drei Teilen, dem Unterhaus beziehungsweise House of Commons, dem Oberhaus beziehungsweise House of Lords und dem König, der formell eine souveräne Rolle innehat.

Boris Johnson: Mit Skandalen an die Spitze

Die Rivalität zwischen England und Deutschland ist im Fußball nichts Neues. Diese Rivalität nahm sich Boris Johnson im Jahr 2006 offenbar besonders zu Herzen, als er in einem Benefizspiel den ehemaligen deutschen Nationalspieler Maurizio Gaudino foulte. Dabei setzte Johnson allerdings nicht mit den Füßen zur Grätsche an, sondern ging, ähnlich wie ein Ziegenbock, mit dem Kopf voran gegen Gaudino vor.
Die Rivalität zwischen England und Deutschland ist im Fußball nichts Neues. Diese Rivalität nahm sich Boris Johnson im Jahr 2006 offenbar besonders zu Herzen, als er in einem Benefizspiel den ehemaligen deutschen Nationalspieler Maurizio Gaudino foulte. Dabei setzte Johnson allerdings nicht mit den Füßen zur Grätsche an, sondern ging, ähnlich wie ein Ziegenbock, mit dem Kopf voran gegen Gaudino vor. © YouTube Screenshot
Um die anstehende Rugby-WM in Japan zu werben, erklärt sich der damalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson auf einem Besuch in Tokio zu einem „lockerem“ Rugby-Spiel bereit. Einer seiner Gegner: der 10-jährige Toki Sekiguchi. Dass Johnson beim Sport keine Freunde kennt, musste neben Gaudino auch der junge Japaner erfahren. „Es hat zwar ein bisschen wehgetan, aber so schlimm war es auch nicht“, sagte der 10-Jährige im Anschluss über Johnsons Tackle.
Um die anstehende Rugby-WM in Japan zu werben, erklärt sich der damalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson auf einem Besuch in Tokio zu einem „lockerem“ Rugby-Spiel bereit. Einer seiner Gegner: der 10-jährige Toki Sekiguchi. Dass Johnson beim Sport keine Freunde kennt, musste neben Gaudino auch der junge Japaner erfahren. „Es hat zwar ein bisschen wehgetan, aber so schlimm war es auch nicht“, sagte der 10-Jährige im Anschluss über Johnsons Tackle. © Imago
Auch als Großbritannien die erste Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London holte, schaffte es der amtierende Bürgermeister, sich ebenfalls ins Rampenlicht zu drängen. Boris Johnson stahl den Athlet:innen jedoch nicht etwa bei einer offiziellen Gratulation die Show, sondern als er im Victoria Park eine neue Attraktion ausprobieren wollte. Doch die Zip-Line-Konstruktion funktionierte nicht wie gewünscht, Johnson verhedderte sich und blieb mitten in der Luft hängen – zur Belustigung der Parkbesucher:innen.
Auch als Großbritannien die erste Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London holte, schaffte es der amtierende Bürgermeister, sich ebenfalls ins Rampenlicht zu drängen. Boris Johnson stahl den Athlet:innen jedoch nicht etwa bei einer offiziellen Gratulation die Show, sondern als er im Victoria Park eine neue Attraktion ausprobieren wollte. Doch die Zip-Line-Konstruktion funktionierte nicht wie gewünscht, Johnson verhedderte sich und blieb mitten in der Luft hängen – zur Belustigung der Parkbesucher:innen. © YouTube Screenshot
Seit Jahren besitzt Boris Johnson den Ruf des Tollpatschs. Einige politische Beobachter:innen theoretisieren sogar, dass der britische Premierminister absichtlich das Bild des unschuldigen Trampels abgibt, um unterschätzt zu werden. Boris Johnsons wilde Frisur würde dieses Bild jedenfalls vervollständigen.
Seit Jahren besitzt Boris Johnson den Ruf des Tollpatschs. Einige politische Beobachter theoretisieren sogar, dass der britische Premierminister absichtlich das Bild des unschuldigen Trampels abgibt, um unterschätzt zu werden. Boris Johnsons wilde Frisur würde dieses Bild jedenfalls vervollständigen.  © Imago
Boris Johnson, damals noch Bürgermeister von London, beim Tauziehen für den guten Zweck. Hier zeigte sich der amtierende Premierminister Großbritanniens wieder einmal von seiner tollpatschigen Seite. Zu seiner Verteidigung sei jedoch gesagt, dass das Wetter an jenem Tag – wie für England oft üblich – für Nässe sorgte.
Boris Johnson, damals noch Bürgermeister von London, beim Tauziehen für den guten Zweck. Hier zeigte sich der amtierende Premierminister Großbritanniens wieder einmal von seiner tollpatschigen Seite. Zu seiner Verteidigung sei jedoch gesagt, dass das Wetter an jenem Tag – wie für England oft üblich – für Nässe sorgte. © Imago
Der Luxusurlaub auf der Insel Mustique bildet nur einen von vielen Skandalen des Boris Johnson. An Weihnachten 2019 verschwand der Premierminister gemeinsam mit seiner Verlobten für einige Tage in die Karibik. Rund 17.000 Euro soll die Reise gekostet haben, doch wer hat die überhaupt finanziert? Johnson geriet in Bedrängnis und behauptete später, dass ein Spender der konservativen Partei den Trip bezahlt hätte.
Der Luxusurlaub auf der Insel Mustique bildet nur einen von vielen Skandalen des Boris Johnson. An Weihnachten 2019 verschwand der Premierminister gemeinsam mit seiner Verlobten für einige Tage in die Karibik. Rund 17.000 Euro soll die Reise gekostet haben, doch wer hat die überhaupt finanziert? Johnson geriet in Bedrängnis und behauptete später, dass ein Spender der konservativen Partei den Trip bezahlt hätte. © Imago
Gefüllte Gläser, sich zuprostende Menschen und mittendrin der britische Premierminister: Eigentlich ein ganz normales, unschuldiges Foto – wenn nicht gerade die Corona-Pandemie scharfe Maßnahmen, wie etwa das Vermeiden von Ansammlungen, gefordert hätte. Wie Boris Johnson später eingestanden hatte, lud er unter anderem zu seiner Geburtstagsfeier ein. Die „Partygate-Affäre“ bescherte dem Premier ein Misstrauensvotum, welches er allerdings für sich entscheiden konnte.
Gefüllte Gläser, sich zuprostende Menschen und mittendrin der britische Premierminister: Eigentlich ein ganz normales, unschuldiges Foto – wenn nicht gerade die Corona-Pandemie scharfe Maßnahmen, wie etwa das Vermeiden von Ansammlungen, gefordert hätte. Wie Boris Johnson später eingestanden hatte, lud er unter anderem zu seiner Geburtstagsfeier ein. Die „Partygate-Affäre“ bescherte dem Premier ein Misstrauensvotum, welches er allerdings für sich entscheiden konnte. © Sue Gray Report/Cabinet Office
Die Beamte Sue Gray attestierte Boris Johnson nach den illegalen Feiern im Londoner Regierungssitz sowohl Führungsversagen als auch fehlendes Urteilsvermögen. „Viele dieser Events hätten nicht zugelassen werden dürfen“, schrieb Gray in ihrem Bericht, der noch heute im Internet vollständig zur Verfügung gestellt wird. Für viele Brit:innen stellte die „Partygate-Affäre“ einen besonders großen Skandal dar, da die Bevölkerung monatelang mit den scharfen Corona-Maßnahmen vorlieb nehmen mussten.
Die Beamte Sue Gray attestierte Boris Johnson nach den illegalen Feiern im Londoner Regierungssitz sowohl Führungsversagen als auch fehlendes Urteilsvermögen. „Viele dieser Events hätten nicht zugelassen werden dürfen“, schrieb Gray in ihrem Bericht, der noch heute im Internet vollständig zur Verfügung gestellt wird. Für viele Briten stellte die „Partygate-Affäre“ einen besonders großen Skandal dar, da die Bevölkerung monatelang mit den scharfen Corona-Maßnahmen vorlieb nehmen mussten. © WIktor Szymanowicz/Imago
Anfang 2022 sah sich Boris Johnson Korruptionsvorwürfen ausgesetzt, nachdem ein Austausch von WhatsApp-Nachrichten zwischen ihm und dem wohlhabenden Parteispender David Brownlow veröffentlicht worden war. In dem Chat hatte der Premier um die Freigabe finanzieller Mittel für die Luxus-Renovierung seiner Dienstwohnung in der Londoner Downing Street gebeten. Berichten zufolge sollen sich die Renovierungskosten auf rund 112.000 Pfund belaufen haben. Wer genau den Luxusumbau bezahlt hat, blieb unklar. Wegen einer nicht ordnungsgemäß deklarierten Parteispende musste Johnsons Tory-Partei schlussendlich eine Strafe von 20.000 Pfund zahlen.
Anfang 2022 sah sich Boris Johnson Korruptionsvorwürfen ausgesetzt, nachdem ein Austausch von WhatsApp-Nachrichten zwischen ihm und dem wohlhabenden Parteispender David Brownlow veröffentlicht worden war. In dem Chat hatte der Premier um die Freigabe finanzieller Mittel für die Luxus-Renovierung seiner Dienstwohnung in der Londoner Downing Street gebeten. Berichten zufolge sollen sich die Renovierungskosten auf rund 112.000 Pfund belaufen haben. Wer genau den Luxusumbau bezahlt hat, blieb unklar. Wegen einer nicht ordnungsgemäß deklarierten Parteispende musste Johnsons Tory-Partei schlussendlich eine Strafe von 20.000 Pfund zahlen. © Tolga Akmen/Imago
Auf der UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow zeigten Fotos den britischen Premierminister gelangweilt, mit geschlossenen Augen – und ohne Mund-Nasen-Schutz. Boris Johnsons Büro verteidigte den Premier anschließend und stützte sich auf einen angeblichen, erneuerten Corona-Schutzplan der Veranstaltung, in dem es geheißen haben soll, man dürfe seinen Mund-Nasen-Schutz am Sitzplatz abnehmen. Naturforscher Sir David Attenborough, rechts neben Johnson, wollte sich nicht zu der Situation äußern.
Auf der UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow zeigten Fotos den britischen Premierminister gelangweilt, mit geschlossenen Augen – und ohne Mund-Nasen-Schutz. Boris Johnsons Büro verteidigte den Premier anschließend und stützte sich auf einen angeblichen, erneuerten Corona-Schutzplan der Veranstaltung, in dem es geheißen haben soll, man dürfe seinen Mund-Nasen-Schutz am Sitzplatz abnehmen. Naturforscher Sir David Attenborough, rechts neben Johnson, wollte sich nicht zu der Situation äußern. © Jeff J Mitchell/afp
Nur ein Foto von vielen, welches Boris Johnson mit einem Bier in der Hand zeigt. Trotz zahlreicher Skandale hat der konservative Politiker immer wieder Grund zum Feiern gehabt: wie etwa der Aufstieg zum Londoner Bürgermeister, das Amt des britischen Außenministers, sowie die spätere Ernennung zum Premierminister. Zuletzt hatte Johnson ein Misstrauensvotum gegen sich gewonnen. Ob er sich weiterhin im Amt halten kann, wird die Zukunft zeigen.
Nur ein Foto von vielen, welches Boris Johnson mit einem Bier in der Hand zeigt. Trotz zahlreicher Skandale hat der konservative Politiker immer wieder Grund zum Feiern gehabt: wie etwa der Aufstieg zum Londoner Bürgermeister, das Amt des britischen Außenministers, sowie die spätere Ernennung zum Premierminister. Zuletzt hatte Johnson ein Misstrauensvotum gegen sich gewonnen. Ob er sich weiterhin im Amt halten kann, wird die Zukunft zeigen. © Henry Nicholls/Imago

Das höchste politische Amt des Landes ist das des Premierministers, es entspricht in etwa dem des Bundeskanzlers in Deutschland. Der erste Premierminister Großbritanniens war Sir Robert Walpole, der das Amt von 1721 bis 1742 innehatte. Ein nennenswerter Premierminister in den vergangenen Jahren war unter anderem Boris Johnson. Er war der Bürgermeister Londons und ab 2019 Premierminister. Er setzte sich stark für den Brexit und damit den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ein.

Im Juli 2022 legte Boris Johnson nach verstärkten Misstrauensbekundungen aus der konservativen Partei das Amt des Premierministers nieder. Seine Nachfolgerin wurde Liz Truss. Sie war von September bis Oktober 2022 die Premierministerin. Ihr Nachfolger wurde Rishi Sunak.

Die Kammern des Parlaments: Das Oberhaus und Unterhaus

Unterhaus und das Oberhaus bilden das britische Parlament. Die einflussreichere Kammer ist das Unterhaus, es besteht aus 650 Abgeordneten. Aus jedem Wahlkreis des Vereinigten Königreichs wird je ein Abgeordneter nach dem Mehrheitswahlrecht ins Unterhaus gewählt. Das Unterhaus wird auch House of Commons genannt und ist für den Staatshaushalt und Gesetzgebungen verantwortlich. 

Das Oberhaus ist die zweite Kammer und wird auch House of Lords genannt. Die Mitglieder ergeben sich aus den geistlichen Lords und den weltlichen Lords. Die weltlichen Lords unterteilen sich wiederum in den Erbadel und Adelige auf Lebenszeit. Sie bilden mit 780 Mitgliedern die Mehrheit im Parlament.

Der Brexit kommt: Goodbye UK

Seit Januar 2020 ist das Vereinigte Königreich kein Teil der Europäischen Union mehr. Das erste Mal formuliert wurden diese Pläne 2013 von David Cameron, dem damaligen Premierminister. Er wollte damit die Rolle des Vereinigten Königreichs in der EU neu verhandeln. Fahrt nahm der Brexit erst 2016 auf. Fast vier Jahre dauerte es bis zur Umsetzung des Brexit. Das EU-Austrittsverfahren begann 2016, als die Wähler in einem Referendum mit 51,9 Prozent für den Austritt aus der Europäischen Union stimmten. 

Großbritannien und die EU gehen seit drei Jahren getrennte Wege. (Symbolbild)

Bevor es jedoch zum EU-Austritt kam, kündigte David Cameron im Juni 2016 seinen Rücktritt an. Seine Nachfolgerin wurde die damalige Innenministerin Theresa May. Sie kündigte an, dem Bürgerentscheid über den EU-Austritt zu folgen, auch wenn es zu dem Zeitpunkt noch keine Strategie oder konkrete Pläne gab. Erst im Juni 2017 einigten sich die EU und das Vereinigte Königreich auf einen Austrittsvertrag. Nach mehreren Neuwahlen, Verschiebungen und Fristverlängerungen verließ das Vereinigte Königreich am 31. Januar 2020 die Europäische Union.

Premier League: Die Heimat von Manchester City, Liverpool und mehr Top-Klubs

Das Vereinigte Königreich beheimatet mit der Premier League eine der beliebtesten und größten Fußballligen der Welt. Zu den Vereinen zählen unter anderem Manchester City, Liverpool FC, Arsenal FC, Manchester United, Chelsea FC und Tottenham Hotspur. Diese Vereine sollten 2021 auch an der Super League mit anderen internationalen Top-Teams teilnehmen. Jedoch wurden die Pläne sehr schnell wieder verworfen.

Manchester City ist einer der bekanntesten Fußballvereine aus Großbritannien. (Archivbild)

London, Edinburgh und mehr: Was ist bei einer Reise nach Großbritannien zu beachten?

Seit dem 1. Oktober 2021 gibt es neue Regelungen, was die Einreise nach Großbritannien betrifft. Der Personalausweis wird für EU-Bürger nicht mehr als gültiges Reisedokument anerkannt. Deswegen ist ein Reisepass nötig. Wenn der Aufenthalt weniger als sechs Monate dauert, ist kein Visum nötig. Studenten müssen aber ein Studentenvisum beantragen. Ein Au-Pair-Aufenthalt ist nicht mehr möglich und Praktika nur noch unter sehr eingeschränkten Bedingungen. 

Hinsichtlich der Sicherheit von Touristen rät das Auswärtige Amt zur Vorsicht. Taschendiebstählen und andere Delikten können vorkommen. Weiterhin gilt für die „Marching Season“ in Nordirland, die von Mitte Juni bis Mitte August andauert, eine Warnung. Hier kommt es laut dem Auswärtigen Amt sehr schnell zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

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