VonKilian Bäumlschließen
Viele haben sich an das Arbeiten von Zuhause längst gewöhnt und einige finden, sie sind dabei sogar produktiver. Diese 5 Gründe sprechen dafür.
In einer Umfrage des ifo Instituts München gaben über 31 Prozent der Befragten an, im Homeoffice produktiver zu sein als auf der Arbeit vor Ort. Fast doppelt so viele Personen gaben in der Umfrage an, mindestens genauso produktiv von zu Hause aus zu arbeiten.
Wir von BuzzFeed News Deutschland haben – mehr oder weniger – objektive Gründe gesammelt, die dafür sprechen. Zum Beispiel die 5 folgenden:
1. Pendeln nervt
„Die Bahnfahrt zur Arbeit ist das Highlight am Morgen“ – Ein Satz, den vermutlich noch nie jemand gehört hat. Das hat auch gute Gründe, denn auf die Deutsche Bahn ist nicht unbedingt Verlass. Dann stehst du am Bahnsteig und der Zug kommt nicht oder kommt zu spät. In der Bahn selbst stehst du dann oft dicht an dicht und wenn du endlich ankommst, musst du nur ins Office sprinten, um nicht zu spät zu sein. Es folgt ein verschwitzter und genervter Morgen auf der Arbeit. Der Arbeitsweg im Homeoffice: Vom Bett an den Schreibtisch.
Genauso stressig ist es natürlich für Pendler, die mit dem Auto unterwegs sind. Vor allem in die Stadt zu fahren dauert oft lange und dann folgt die wirkliche Herausforderung: Die Suche nach einem Parkplatz.
2. Kein Fahrtweg – länger Schlafen
Die meisten kennen die Situation nur zu gut: Es ist dunkel und kalt und du musst aufstehen, um pünktlich zur Arbeit zu kommen. Dann stehst du auf und bist müde und schlecht gelaunt. Im Homeoffice hingegen kannst du die Heizung aufdrehen, dich nochmal umdrehen oder entspannt erstmal Kaffee trinken. Wenn du dann produktiv sein musst, bist du längst fit und wacht.
3. Die Labertasche vom Nebentisch
Viele Aufgaben, wenig Zeit und du brauchst volle Konzentration. Doch dann fängt die Person neben dir an zu erzählen, dass ihr Arbeitstag genauso stressig ist und eigentlich sogar noch viel stressiger. Auch wenn du nicht auf das Gespräch eingehst, finden sich doch oft andere Mitarbeitende, die nicht unhöflich sein wollen und sich zulabern lassen. Der Geräuschpegel belastet dann jedoch alle im Büro. Dass Kolleg:innen schon mal nerven können, ist normal, du solltest aber auf die Warnzeichen eines toxischen Arbeitsumfelds achten.
4. Du kannst die Pause besser nutzen
In der Mittagspause geht‘s in die Kantine – wenn du Glück hast. In vielen Büros müssen sich die Mitarbeitenden selbst Essen vorbereiten, das kostet wieder Zeit. Schnell, einfach und billig sind Fertigprodukte, auf die viele Mitarbeitende in der kurzen Pause zurückgreifen. Die sind aber nicht gerade gesund und oft nicht mal lecker. Zu Hause hingegen gehen wir in der Pause einfach an den Kühlschrank und essen auf der Couch. So kannst du dich besser erholen und bist danach wieder voller Energie.
5. Der Druck im Büro bremst aus
Menschen sind unterschiedlich und manche brauchen die Büro-Atmosphäre, um richtig produktiv zu sein. Viele andere werden davon allerdings gestresst oder sind einfach etwas zurückhaltender und lieber für sich. Zu merken, dass alle anderen produktiv sind, kann Mitarbeitende unter Druck setzen. Vor Ort ist der Vergleich mit anderen Mitarbeitenden präsenter, was für manche einschüchternd sein kann. Zu Hause ist die Atmosphäre oft entspannter, sodass sich auch zurückhaltende Kolleg:innen voll auf die Arbeit konzentrieren können.
Wusstest du übrigens, dass auch Hunde im Office Stress reduzieren können? In einer Umfrage gaben sogar fast 90 Prozent der Befragten an, produktiver mit Hund zu sein. Um im Job richtig aufzublühen, solltest du außerdem regelmäßig nach Feedback zu deiner Arbeit fragen.
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