Erzwungene Freilassung

Halle-Attentäter wollte Geiselnahme als Fluchtversuch nutzen

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Der Halle-Attentäter soll der Geiselnehmer im Gefängnis Burg gewesen sein. Er wollte damit sein Freilassung bewirken

Mit einer Geiselnahme im Gefängnis in Magdeburg wollte der Halle-Attentäter seine Freilassung erreichen.

Magdeburg - Das sei aus den Äußerungen während der Tat zu schließen, teilte das Landesjustizministerium am Dienstag in Magdeburg mit. Der 30-Jährige sei verletzt worden, aber nicht schwerwiegend.

Er habe die Zeit des Einschlusses vor der Nacht am Montagabend gegen 21.00 Uhr genutzt und einen Bediensteten mit einem noch nicht näher benannten Gegenstand gezwungen, ihn auf das Außengelände zu bringen. Einen weiteren Mitarbeiter versuchte der dann zu zwingen, weitere Türen zu öffnen. Schließlich sei er von acht Justizvollzugsbediensteten überwältigt worden.

Sachsen-Anhalts Justizministerin Franziska Weidinger (CDU) betonte das gute Zusammenspiel der Bediensteten. Sie hätten ruhig und besonnen gehandelt. Der Halle-Attentäter sei während seiner Haft engmaschig betreut und kontrolliert worden. (dpa)

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