Veränderte sicherheitspolitische Lage

Högl will Auslandseinsätze der Bundeswehr schnell auf den Prüfstand stellen

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Eva Högl

Die Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) fordert aufgrund des Ukraine-Krieges eine rasche Überprüfung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr.

Berlin in Deutschland - "Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine haben auch Auswirkungen auf die anderen Auslandseinsätze der Bundeswehr", sagte Högl den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wegen der veränderten sicherheitspolitischen Lage müssten alle Bundeswehr-Einsätze zügig evaluiert werden.

Högl hatte in den vergangenen Tagen deutsche Soldaten besucht, die in Irak und Jordanien am Einsatz gegen die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) beteiligt sind. "Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, den Einsatz zu evaluieren", sagte die SPD-Politikerin. "Ich fordere, dass diese Evaluierung zügig beginnt und sorgfältig, schonungslos, ehrlich und unter Einbeziehung aller Aspekte erfolgt."

Kritisch äußerte sich Högl zum Abzug eines Tankflugzeuges vom Typ A400M von der Anti-IS-Mission wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine. Die Maschine soll nun an der Nato-Ostflanke eingesetzt werden. "Mit dem Abzug des A400M zur Luftbetankung fehlt dem Einsatzkontingent ein zentrales Element für den Auftrag", warnte Högl. Zudem sei auch die Beratung örtlicher Kräfte im nordirakischen Erbil durch die Bundeswehr stark reduziert worden. bk/mkü

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