VonFelix Busjaegerschließen
Neue Waffen erfordern mehr Forschung – auch in Deutschland. Henning Otte spricht sich nun dafür aus, in die Erforschung von Hyperschallwaffen zu investieren.
Berlin – Steigt Deutschland bald verstärkt in die Forschung zu Hyperschallwaffen ein? Inmitten des Ukraine-Kriegs verbreiten die sogenannten Wunderwaffen Angst und Schrecken. Russlands Hyperschallrakete vom Typ Kinschal soll mühelos die Flugabwehr überwinden können und stellt damit eine große Gefahr für die verfeindete Nationen dar. Deutschlands Ambitionen in dem Bereich waren bisher eher zurückhaltend. CDU-Verteidigungspolitiker Henning Otte hat deshalb verstärkte Forschungsausgaben für Hyperschallwaffen und Weltraumtechnologien gefordert.
Hyperschallwaffen für Deutschland: Ukraine-Krieg zeigt laut Otte mögliche Bedrohung aus Russland
„Hyperschallraketen können nicht nur Ziele in der Ukraine erreichen, sondern aufgrund ihrer Reichweite auch solche in Deutschland. Um diese Lücke zu schließen, bedarf es großer Anstrengungen, beginnend mit einer Ausweitung der Forschungsmittel“, erklärte der Politiker nach einem Besuch des Kompetenzzentrums in Trauen bei Faßberg (Niedersachsen) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Schlüssel einer sicheren Flugabwehr gegen Hyperschallwaffen liege laut Otte im Weltall.
Nur mit Satelliten werde es möglich sein, Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen und mit Gegenmaßnahmen zu reagieren. „Die Dimension Weltraum ist wesentlich für unsere Verteidigung. Dazu muss Deutschland in Europa einen entscheidenden Beitrag leisten“, so Otte.
Henning Otte fordert mehr Investition in die Forschung von Hyperschallraketen – und appelliert an Verteidigungsministerin Lambrecht
Die Abwehr von Hyperschallraketen, wie beispielsweise der russischen Kinschal-Rakete, gestaltet sich zum jetzigen Zeitpunkt schwierig, da in der Regel nur kurze Reaktionszeiten im Zielgebiet bleiben. Wenn es Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) mit der Ankündigung einer Führungsrolle Deutschlands ernst meine, dann gilt es vor allem Technologien wie Hyperschall und einen schnellen Zugang zum Weltraum zu beherrschen, machte Otte bei seinem Besuch im „Kompetenzzentrums für Reaktionsschnelle Satellitenverbringung“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) deutlich.
