„Die Vereinigten Staaten von Amerika haben erfolgreich einen großangelegten Schlag gegen Venezuela und dessen Anführer, Präsident Nicolas Maduro, ausgeführt, der zusammen mit seiner Frau gefangen genommen und aus dem Land ausgeflogen wurde“, schrieb Trump am Freitagmorgen um 4:21 Uhr Ortszeit. Details würden folgen. Für heute kündigte er eine Pressekonferenz um 11 Uhr (Ortszeit) in Mar-a-Lago an.
Explosionen erschüttern Caracas – Stromausfälle in Teilen der Stadt
Zuvor hatten mehrere Explosionen die venezolanische Hauptstadt Caracas erschüttert. Um etwa 2 Uhr Ortszeit seien mindestens sieben Detonationen zu hören gewesen, meldete die Nachrichtenagentur AP. Flugzeuggeräusche über der Stadt wurden von Anwohnern berichtet. Der Fernsehsender NTN24 veröffentlichte Bilder von Explosionen und Rauchwolken. Große Brände mit Rauchsäulen waren in Online-Netzwerken zu sehen.
Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters berichteten, im südlichen Teil der Stadt – unweit einer großen Militärbasis – sei der Strom ausgefallen. Auch der US-Sender CNN sprach von Stromausfällen in Teilen von Caracas. Die Ursache der Explosionen blieb zunächst unklar.
Trump drängt seit Jahren auf Entmachtung Maduros
Trump hatte wiederholt mit einem militärischen Eingreifen in Venezuela gedroht. Er drängt seit Langem auf eine Entmachtung Maduros. Bereits während seiner ersten Amtszeit, im Jahr 2020, war der venezolanische Präsident zusammen mit mehreren engen Verbündeten vor einem Gericht in Manhattan unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Damals setzten die USA eine Belohnung von 15 Millionen Dollar für seine Festnahme aus.
US-Kopfgeld auf Maduro auf 50 Millionen Dollar verdoppelt
„Unter der Führung von Präsident Trump wird Maduro sich der Justiz nicht entziehen können und für seine verabscheuungswürdigen Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte Justizministerin Pam Bondi in einem Video, in dem sie die Erhöhung der Belohnung ankündigte. Das Justizministerium habe Vermögenswerte im Wert von mehr als 700 Millionen US-Dollar beschlagnahmt, die mit Maduro in Verbindung stehen – darunter zwei Privatjets. Zudem seien große Mengen beschlagnahmtes Kokain direkt auf den Politiker zurückzuführen gewesen.
USA greifen Venezuela an: Bilder zeigen Zerstörung und Maduro in Gefangenschaft
Nun vermeldet Trump, die Festnahme Maduros sei „in Zusammenarbeit mit US-Strafverfolgungsbehörden“ erfolgt und liefert damit die Rechtfertigung für den massiven Militäreinsatz. Man habe also quasi einen Haftbefehl vollstreckt.
Dies unterstreicht auch ein Posting des US-Senators Mike Lee auf X. Der Republikaner schrieb, dass er in der Angelegenheit mit Außenminister Marco Rubio telefoniert habe. Demnach sei Maduro von US-Truppen festgenommen worden, „um sich in den Vereinigten Staaten wegen strafrechtlicher Vorwürfe vor Gericht zu verantworten“. Die Militäraktion sei „zum Schutz und zur Verteidigung derjenigen ergriffen [worden], die den Haftbefehl vollstreckten“.