Im Iran wurde Medienberichten zufolge ein bekannter Menschenrechtsaktivist erneut zu einer langen Haft verurteilt.
Teheran - Wie die Zeitung «Shargh» am Donnerstag unter Berufung auf Angehörige berichtete, wurde der 36-jährige Arash Sadeghi zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt. Darüber hinaus verhängte die Justiz eine Ausreisesperre sowie ein Verbot für Aktivitäten im Internet.
Sadeghi war 2013 bereits zu 19 Jahren Haft verurteilt worden. Auch seine Ehefrau Golrokh Iraee, eine Schriftstellerin, kam vor Jahren ins Gefängnis. 2016 trat er daher für mehrere Monate in den Hungerstreik. Im Frühjahr 2021 wurde er freigelassen, ehe Sadeghi im Zuge der Demonstrationen im Herbst 2022 wieder inhaftiert wurde.
Die UN und Menschenrechtsgruppen fordern seit Jahren Sadeghis Freilassung. Amnesty International kritisierte die Prozesse gegen den Aktivisten als «unfaire Verfahren». Auch soll der 36-Jährige, der an einem Knochentumor leidet, in der Haft gefoltert worden sein. (dpa)