Imran Khan

Pakistan: Ex-Premierminister muss vor Gericht

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Ex-Premierminister Khan wegen Vertuschung vor Gericht

Imran Khan, der Ex-Premierminister von Pakistan, steht wegen Vertuschung von seinem Vermögen vor Gericht.

Islamabad - Das gab ein Gericht in der Hauptstadt Islamabad am Donnerstag bekannt. Khan geboren in Lahore wird laut Staatsanwalt vorgeworfen, Beamte über Geschenke anderer Staaten, die er während seiner Zeit als Premierminister erhalten hat, getäuscht zu haben. Bei den besagten Geschenken handele es sich unter anderem um Diamantenschmuck, seltene Uhren oder eine vergoldete AK-47 - allesamt Geschenke aus den Golfstaaten. Diese habe Khan in Dubai veräußert, ohne die Erlöse in seinem Vermögen anzugeben, so der Staatsanwalt. Der Prozess soll am 9. Januar beginnen. Khan droht eine Gefängnisstrafe.

Aufgrund derselben Vorwürfe wurde Imran Khan im Oktober von der Wahlkommission, mit Sitz in Islamabad, bereits für fünf Jahre für politische Ämter gesperrt. Khan hatte damals zu den Vorwürfen erklärt, dass er mit seinem Vorgehen kein Gesetz gebrochen habe.

Im April hatte die Opposition den 70-Jährigen seines Amtes als Premierminister enthoben. Seitdem ruft er regelmäßig zu Protesten auf in ganz Pakistan. Anfang November wurde Khan bei einem Protest von einem Attentäter angeschossen und am Bein verletzt. Beobachter sehen das Vorgehen gegen Khan als politisch motiviert an. Auch unter Khan als Ministerpräsident wurde die Justiz benutzt, um Oppositionelle an ihrer politischen Tätigkeit zu hindern. (dpa)

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