Nach der Festnahme eines Anführers der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) ist Israel in erhöhter Alarmbereitschaft.
Tel Aviv - Gebiete rund um den Gazastreifen blieben den zweiten Tag in Folge gesperrt, teilte die israelische Armee am Mittwoch mit. Dies geschehe, um einen Vergeltungsangriff auf Zivilisten zu verhindern.
Am Montagabend war bei einem israelischen Anti-Terror-Einsatz PIJ-Führer Bassem Saadi in der Stadt Dschenin im Westjordanland festgenommen worden. Der militärische Arm der Organisation, Saraja al-Kuds, drohte daraufhin mit Angriffen. Die PIJ ist besonders im Gazastreifen aktiv und verübt von dort regelmäßig Raketenangriffe auf Israel. Sie ist eng mit Israels Erzfeind Iran verbunden.
Von der Sperrung betroffen sind mehrere Straßen, die nach Gaza führen, zudem wurde der Zugverkehr zwischen angrenzenden Städten eingestellt. Der Grenzübergang Erez wurde geschlossen. Er wird täglich von Tausenden von palästinensischen Arbeitern genutzt. Es wird erwartet, dass das Gebiet auch in den kommenden Tagen gesperrt bleibt.
Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Einwohner unter sehr schlechten Bedingungen. Die von der EU als Terrororganisation eingestufte Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht an sich gerissen. Israel verschärfte daraufhin eine Blockade des Gebiets, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Staaten begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen. (dpa)