Schutz der Zivilisten

Israelische Bodenoffensive in Gaza: Düstere Aussichten

+
Je länger der Verteidigungskrieg Israels gegen die Hamas dauert, desto unbewohnbarer wird der Gazastreifen. (Yasser Qudih/ AFP)
  • schließen

Je weiter der israelische Verteidigungskampf gegen die Hamas voranschreitet, desto mehr schwindet der Glaube, die Zivilbevölkerung noch schützen zu können. Ein Kommentar.

Wenn die jordanische Luftwaffe eine medizinische Hilfslieferung nach Gaza bringt und Entwicklungsministerin Svenja Schulze Jordanien zusätzliche Hilfen für die Versorgung von Flüchtlingen zusagt, dann kann man das als gute Nachrichten bezeichnen. Doch leider gehen sie fast unter in der steigenden Zahl der negativen Neuigkeiten.

Israel marschiert in Gaza ein: Schutz der Zivilisten wird immer schwieriger

Die israelische Armee hat in einem nächsten Schritt ihres berechtigten Verteidigungskampfes gegen die Hamas den nördlichen Teil des Gazastreifens umzingelt und angekündigt, den Kampf in den Tunnels zu beginnen. Für die verbliebenen zivilen Personen bleibt ein Ausgang. Gleichzeitig mehren sich die Stimmen in Israel, den Gazastreifen einfach vollständig zu vernichten. Und die Dschihadisten von der Hamas verfolgen immer weiter das Ziel, Israel zu zerstören und dafür die Menschen im Gazastreifen als Schutzschilde zu missbrauchen, statt für sie zu sorgen, wie es eine gewählte Regierung tun sollte.

Bei diesen Nachrichten rückt der Gedanke, man könnte mit diplomatischen Mitteln erreichen, dass die Zivilbevölkerung doch noch irgendwie geschützt wird genauso in weite Ferne wie die Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung. Über letztere sprechen ohnehin nur noch wenige. Die handelnden Akteure jedenfalls nicht mehr.

Kommentare