Die hier verarbeiteten Informationen zum Krieg in Israel stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Konfliktparteien. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben zur Situation in Israel und im Gazastreifen aber teilweise nicht. Auch in diesen Fällen bleiben wir transparent.
Dieser News-Ticker zum Israel-Gaza-Krieg ist geschlossen. Weitere Entwicklungen im Konflikt in Israel und dem Gazastreifen können Sie im neuen News-Ticker nachlesen.
Update vom 10. November, 12.16 Uhr: Die israelischen Streitkräfte haben einen Evakuierungskorridor in Richtung des südlichen Gazastreifens geöffnet. Dies teilte die israelische Militärbehörde Cogat mit, die für die Regierungspolitik in den besetzten Palästinensergebieten zuständig ist. Der Korridor soll sieben Stunden lang, von 8 bis 15 Uhr deutsche Zeit, geöffnet bleiben. Nach Angaben der Cogat nutzen bereits Zehntausende von Zivilpersonen den Korridor, um in den Süden des Gazastreifens zu gelangen.
Schlag gegen die Hamas: Mehrere Terroristen durch israelische Armee getötet
Update vom 10. November, 11.20 Uhr: Keine Besetzung, aber Kontrolle: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seine Pläne für den Gazastreifen nach dem Ende des Nahostkonflikts konkretisiert. „Ich denke, die israelische Armee leistet außergewöhnlich gute Arbeit“, sagte Netanjahu im US-Fernsehsender Fox News. „Wir wollen den Gazastreifen nicht regieren. Wir wollen ihn nicht besetzen. Aber wir wollen ihm und uns eine bessere Zukunft ermöglichen“, fügte der Regierungschef hinzu. Dafür müsse die Hamas zerstört und die Küstenenklave entmilitarisiert, entradikalisiert und wiederaufgebaut werden. Es sei möglich, dass eine zivile Regierung eingesetzt werde. Allerdings will Israels MP auch in Zukunft immer Zugang zum Gazastreifen haben, um mögliche Terrorbedrohungen von Anfang an unterbinden zu können.
Update vom 10. November, 10.05 Uhr: Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge erneut mutmaßliche Terroristen im Gazastreifen getötet. Darunter seien auch am Massaker in Israel beteiligte Personen, teilte das Militär am Freitag mit. Sie seien am Donnerstag getötet worden. In der Nacht auf Freitag attackierten israelische Soldaten den Angaben zufolge außerdem 19 weitere mutmaßliche Terroristen, die demnach einen Angriff auf sie planten. Sie hätten auch mehrere Waffen wie Raketenwerfer getroffen oder beschlagnahmt.
Biden will mehr Hilfelieferungen für den Gazastreifen
Update vom 10. November, 8.45 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat sich für eine deutliche Steigerung der Hilfslieferungen in den Gazastreifen starkgemacht. „Vor zwei Tagen waren es 96 Lastwagen mit Hilfsgütern und gestern 106 Lastwagen. Aber wir brauchen mehr, und zwar bald. Unser Ziel sind mindestens 150 pro Tag, jeden Tag“, postete er auf der Plattform X (ehemals Twitter). „Wir tun auch alles in unserer Macht Stehende, um die humanitären Hilfslieferungen und -leistungen zu erhöhen.“
Weiter erklärte Biden, dass ab sofort zwei humanitäre Korridore eingerichtet werden, die den Menschen die Flucht aus den Kampfzonen im Norden des abgeriegelten Küstenstreifens ermöglichen sollen. Mit Bezug auf die geplanten humanitären Pausen ergänzte der Regierungschef, dass diese dazu dienen würden, die Zivilbevölkerung in sicherere Regionen zu verlegen. „Sie sind ein Schritt in die richtige Richtung“, äußerte der Demokrat.
Update vom 10. November, 7.40 Uhr: Die israelischen Streitkräfte haben bekannt gegeben, dass am gestrigen Donnerstag ein Soldat bei Auseinandersetzungen mit der Hamas im nördlichen Gazastreifen sein Leben verlor. Mit seinem Tod steigt die Anzahl der gefallenen Soldaten nach Beginn der israelischen Bodenoffensive laut Times of Israel auf 36.
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern
Nach Drohnenangriff auf Schule: Israel attackiert Syrien
Erstmeldung: Tel Aviv/Gaza – Nach einem Drohnenangriff auf ein Schulgebäude in Eilat, einer Stadt im Süden Israels, hat die israelische Armee nach eigenen Angaben ein Ziel in Syrien ins Visier genommen. Die militärische Einheit, die den Angriff ausgeführt hatte, sei getroffen worden, informierte das Militär am Freitag auf X (ehemals Twitter). Syrien mache die Armee für „für jede terroristische Aktivität, die von seinem Territorium ausgeht, voll verantwortlich“.
Am Donnerstag wurde eine Schule durch eine Drohne beschädigt. Die Herkunft der Drohne und der gesamte Vorfall würden untersucht, hieß es zunächst. Es gab keine Berichte über Verletzte. Kurz zuvor hatten die israelischen Streitkräfte ihr neues Raketenabwehrsystem Arrow 3 zum ersten Mal erfolgreich eingesetzt.
Ein auf Israel abgefeuertes Objekt sei im Bereich des Roten Meeres abgefangen worden, gab das israelische Verteidigungsministerium bekannt. Die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen hatten zuvor angekündigt, Israel mit Raketen angegriffen zu haben. Ob der mit dem System Arrow 3 abgefangene Flugkörper eine Rakete der Huthi-Rebellen war, blieb zunächst unklar. „Die Arrow-Rakete hat eine Bedrohung abgefangen, die weit weg vom Staat Israel unterwegs war“, so Militärsprecher Daniel Hagari. „Wir haben eine Boden-Boden-Rakete abgefangen, die in unsere Richtung abgeschossen wurde.“
Israel stimmt Feuerpause zu – doch Waffenstillstand weiterhin kein Thema
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu plant weiterhin, Zivilisten eine sichere Flucht aus dem abgeriegelten Kampfgebiet im Gazastreifen zu ermöglichen. „Die Kämpfe gegen die Hamas, die Hamas-Terroristen, gehen weiter, aber wir wollen an bestimmten Orten für einen bestimmten Zeitraum, ein paar Stunden hier, ein paar Stunden dort, eine sichere Passage von Zivilisten aus der Kampfzone ermöglichen. Und das machen wir auch“, sagte er dem US-Sender Fox News. John Kirby, Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, hatte zuvor in Washington bekannt gegeben, dass Israel täglichen, vierstündigen „humanitären Pausen“ im nördlichen Teil des Gazastreifens zugestimmt habe.
Ein hochrangiger Beamter der israelischen Regierung bestätigte der Times of Israel nach eigenen Angaben ebenfalls, dass die israelische Regierung „humanitären Pausen“ zugestimmt habe. Diese „taktischen, lokalen“ Pausen sollen der Bevölkerung des Gazastreifens die Möglichkeit bieten, von den am stärksten umkämpften Gebieten im Norden in den Süden des Gazastreifens zu fliehen.
In dem Interview betonte Netanjahu jedoch erneut, dass Israel einer Waffenruhe nicht zugestimmt habe. „Ein Waffenstillstand mit der Hamas bedeutet eine Kapitulation vor der Hamas“, sagte er. „Es wird also keinen Waffenstillstand ohne die Freilassung der israelischen Geiseln geben“, fügte der Premierminister hinzu. (red mit Agenturen)