Krieg in Israel

Raketenhagel der Hamas: Woher die Terroristen Waffen in den Gazastreifen schmuggeln

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Die Hamas verfügt offenbar über ein riesiges Waffen-Arsenal: Die Gruppe kann sich vor allem auf einen Verbündeten verlassen.

Tel Aviv – Tausende Raketen haben militante Palästinenser laut Angaben des israelischen Militärs aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Hunderte Menschen wurden dabei getötet, tausende verletzt, teilte das Pressebüro der Regierung zum Krieg in Israel mit.

Krieg in Israel: Tausende Raketen der Hamas stammen wohl aus dem Iran

Die islamistische Hamas hatte am Samstag (7. Oktober) von Gaza aus überraschend Großangriffe gegen Israel begonnen. Die von der EU, den USA und Israel als Terror-Organisation eingestufte Palästinenserorganisation feuerte die Raketen auf Israel ab. Gleichzeitig drangen bewaffnete Palästinenser über Land, See und Luft nach Israel vor. Der Gazastreifen ist streng abgeschirmt, der Umfang des palästinensischen Arsenals also überraschend. Als Lieferant für Waffen wird immer wieder der Iran genannt.

Krieg in Israel: Heute am Abend hat die Hamas erneut mit Raketen angegriffen. In Tel Aviv waren Explosionen zu hören.

So schreibt Joachim Krause in der Zeitschrift Sirius, dass für die „revolutionäre“ Führung des Iran Israel der erklärte Hauptfeind sei, weil sie bestrebt wäre, eine neue regionale Ordnung ohne die USA und Israel herzustellen. „Bei der Verfolgung dieser Politik hat die Führung in Teheran in den vergangenen 40 Jahren mit erheblichem Geschick Situationen ausgenutzt. Sie konnte von der benachteiligten Situation der Schiiten im Libanon profitieren und dort mit der Hisbollah einen verlässlichen Partner etablieren, der politisch ein wichtiger Akteur im Libanon und militärisch eine Bedrohung für Israel ist.“

Krieg gegen Israel: Terroristen schließen Allianz

Wie euronews berichtet, schließt sich gerade die Anti-Israel-Koalition: Die Schiitenorganisation Hisbollah im Nachbarland Libanon habe ihre Solidarität mit der Hamas bekundet. Hisbollah-Vertreter sollen davon gesprochen haben, dass die Zeit der Rache gekommen sei. euronews zitiert den hochrangigen Hisbollah-BeamtenHaschim Safieddine: „Unsere Herzen, Seelen, Raketen und Gewehre sind mit euch, denn wir sind der Widerstand, der ursprünglich um Palästinas und der Al-Aksa willen existierte“, sagte er am Sonntag in einem südlichen Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut.

In Israel herrscht Krieg. Immer wieder kommt es zum Raketenbeschuss der Hamas.

Die Online-Zeitung Times of Israel hatte im Juli berichtet, dass die Hamas in Gaza-City erstmals ihre Waffen öffentlich ausgestellt hat: Kämpfer der Hamas, sowie Mitglieder des militärischen Hamas-Flügels, die Isadin-al-Qassam-Brigaden, stellten den mehreren hundert Besuchern ihre Waffen vor. Unter den gezeigten Waffen seien beispielsweise lokal hergestellte Raketen, „Schihab“-Drohnen oder auch raketenbetriebene Granatengeschosse gewesen sein, außerdem die in Russland hergestellten „Kornet“-Raketen. Geschmuggelt wird aus dem Ausland zum Beispiel über Ägypten. Geschätzt verfügt die Hamas über 15.000 Raketen.

Während Israel mehrfach eine Bodenoffensive im Gazastreifen angekündigt hat, gibt es Verwirrung um eine mögliche Waffenruhe im Krieg in Israel. (Karsten Hinzmann)

Rubriklistenbild: © Mahmoud Issa/dpa

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