Anschlag: Shinzo Abe

Japan: Nach Anschlag - Shinzo Abe in „ernsten Zustand“

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Die Spurensicherung untersucht das Gebiet rund um das Attentat auf Shinzo Abe

Nach dem Anschlag ist Japans früherer Ministerpräsident Shinzo Abe in einem «ernsten Zustand».

Tokio - Das sagte sein Nachfolger und Parteifreund, der amtierende Regierungschef Fumio Kishida, am Freitag zu Journalisten. Kishida verurteilte den Anschlag in der Stadt Nara aufs «Schärfste». Er hatte zuvor einen Wahlkampfauftritt in der nördlichen Präfektur Yamagata abgebrochen und war sofort mit einem Hubschrauber zu seinem Amtssitz in Tokio zurückgekehrt. Das Motiv für den Anschlag sei noch nicht bekannt, sagte Kishida.

Auf seinen Vorgänger Abe wurde laut Medienberichten zweimal von einem Ex-Mitglied der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte geschossen. Abe war für einen Wahlkampfauftritt in Nara, am Sonntag wird in Japan das Oberhaus des Parlaments gewählt.

US-Außenminister: „Unsere Gebete sind mit ihm“

US-Außenminister Anthony Blinken hat angesichts der Nachrichten über den Mordanschlag auf Japans früheren Ministerpräsidenten Shinzo Abe tiefe Trauer und Besorgnis geäußert. «Unsere Gedanken, unsere Gebete sind mit ihm, mit seiner Familie, mit Japans Volk», sagte Blinken nach Angaben der «New York Times» am Rande des G20-Außenministertreffens auf Bali. Auf der indonesischen Insel kommen derzeit Vertreter der führenden und aufstrebenden Wirtschaftsmächte zusammen. Auf Abe wurde am Freitag auf offener Straße geschossen, als er in der japanischen Stadt Nara eine Wahlkampfrede hielt. Der 67-Jährige ist nach Angaben des aktuellen Regierungschefs Fumio Kishida in einem «ernsten Zustand». (dpa)

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