Für ein neues Sicherheitsbündnis möchten die USA, Großbritannien und Australien angeblich Japan für den Südpazifik gewinnen.
Tokio - Wie die rechtskonservative japanische Tageszeitung «Sankei Shimbun» unter Berufung auf mehrere Regierungsquellen berichtete, hätten die drei Staaten, die USA, Großbritannien und Australien, das Hochtechnologieland Japan wegen seiner Fähigkeiten in Bereichen wie künstliche Intelligenz (KI) und Quantentechnologie informell um eine Beteiligung an dem Bündnis gebeten. Die USA hatten das Sicherheitsbündnis für den Südpazifik im vergangenen Jahr mit Großbritannien und Australien bekanntgegeben. Es trägt in Anlehnung an die englischen Abkürzungen der beteiligten Länder den Namen Aukus.
Die beteiligten Staaten wollen im Bereich Verteidigungsinnovationen wie zum Beispiel elektronische Kampfführung oder Cybersicherheit verstärkt zusammenarbeiten. Dazu gehört auch die Entwicklung von Hyperschall-Raketen. Mit Hyperschall werden Geschwindigkeiten oberhalb der fünffachen Schallgeschwindigkeit bezeichnet. Solche Waffen können nur schwer abgefangen werden. Wie ballistische Raketen können auch Hyperschallraketen potenziell Nuklearwaffen tragen.
Innerhalb der japanischen Regierung gebe es zwar positive Stimmen bezüglich einer Beteiligung. Andererseits kooperiere Japan bereits bilateral mit den drei Aukus-Staaten, so die Zeitung. Zudem könne Japan bei Atom-U-Booten nicht kooperieren. Japan steht zwar unter dem atomaren Schutzschild der USA. Es hält aber an den Prinzipien fest, keine Atomwaffen zu bauen, keine zu besitzen und auch deren Stationierung auf dem eigenem Boden nicht zu erlauben. (dpa)