Papst Franziskus plant im September die kasachische Hauptstadt Nur-Sultan zu besuchen.
Rom - Anlass ist ein interreligiöser Weltkongress, wie der Vatikan am Dienstag mitteilte. Eine Reise des Oberhauptes der katholischen Kirche in das zentralasiatische Land war bereits im April im Gespräch. Damals sprach der aus Argentinien stammende Franziskus mit dem kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew in einer Videoschalte. Der Heilige Stuhl bestätigte danach allerdings nicht, dass der Pontifex für das Treffen von Vertretern verschiedener Weltreligionen anreisen wolle. Geplant ist der Kongress für den 14. und 15. September.
Der Heilige Stuhl und Kasachstan blicken 2022 nach eigenen Angaben auf 30 Jahre diplomatischer Beziehungen zurück. Anfang Januar kam es in Kasachstan zu heftigen Unruhen, bei denen mehr als 200 Menschen ihr Leben verloren und die Regierung zeitweise Soldaten aus dem angrenzenden Russland zur Unterstützung holte. Auslöser waren zunächst gestiegene Treibstoffpreise weltweit, die später in Ausschreitungen gegen die Regierung umschlugen. (dpa)
Papst Franziskus: Früherer Pfarrer verliert Job wegen Missbrauchs von Minderjährigen
Osnabrück (dpa) - Ein früherer Pfarrer des katholischen Bistums Osnabrück ist wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen aus dem Priesterstand entfernt worden. Der Argentinier Papst Franziskus habe den heute 88 Jahre alten Mann strafweise aus dem Klerikerstand entlassen, teilte das Bistum am Dienstag mit.
Der Mann war von 1976 bis 1997 Pfarrer in einer Gemeinde im Landkreis Osnabrück. 2018 hatte das Bistum die Vorwürfe gegen den früheren Priester in Osnabrück öffentlich gemacht, nachdem sich mehrere Betroffene gemeldet hatten. Auch die Staatsanwaltschaft war eingeschaltet worden; die Taten waren jedoch bereits verjährt. Mit der Entlassung aus dem Klerikerstand verliert der Mann nun jegliche Pensionsansprüche - seine künftige Altersversorgung werde derzeit vom Bistum gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung geprüft. Außerdem darf der frühere Priester keinerlei kirchliche Handlungen mehr vornehmen wie etwa Messen zelebrieren.