VonYannick Hankeschließen
Vor der Insel Rügen müssen deutsche Kampfjets ein russisches Flugzeug abdrängen. Ähnliche Vorfälle gab es zuletzt in Dänemark und Schweden.
Update am Dienstag um 13:00 Uhr: Das Eindringen eines russischen Militärflugzeugs in den internationalen Luftraum über der Ostsee am Wochenende hat einem Sprecher des Verteidigungsministeriums keine Gefahrensituation dargestellt. Dass deutsche Eurofighter zu einem Alarmstart aufgestiegen seien, sei „reine Routine“ gewesen. Es habe keinen Verstoß gegen internationale Regeln gegeben, so der Sprecher gegenüber dem NDR. Die Luftwaffe habe im Zuge des Schutzes des Luftraumes der Nato-Staaten lediglich Präsenz gezeigt, wird der Sprecher im Bericht zitiert.
Erstmeldung Dienstag, 3. Mai 2022: Rügen – Bereits am Samstag, 30. April 2022, wurde die deutsche Luftwaffe durch ein über der Ostsee anfliegendes russisches Aufklärungsflugzeug alarmiert. Wie die dpa berichtet, seien als unmittelbare Reaktion zwei Eurofighter vom Fliegerhorst Laage in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Alarmstart ausgeflogen. Die zwei Eurofighter der Bundeswehr hätten das russische Aufklärungsflugzeug vor der Insel Rügen abdrängen können.
Deutsche Kampfjetzt drängen Flugzeug aus Russland vor Rügen ab
Das russische Flugzeug, das im internationalen Flugraum von der Insel Rügen identifiziert wurde, sei schließlich von der Alarmrotte aus den zwei deutschen Maschinen im internationalen Flugraum von Deutschland wegbegleitet worden.
Zuvor hatte es bereits Luftraumverletzungen in Dänemark sowie in Schweden gegeben. Deswegen hatten die Dänen den russischen Botschafter bereits zu einem Gespräch in das Außenministerium einbestellt. Am Sonntag, 1. Mai, begründete Außenminister Jeppe Kofod den Schritt damit, dass ein russisches Militärflugzeug nun mal in den dänischen Luftraum eingedrungen sei.
Luftraumverletzungen durch Russland auch in Dänemark und Schweden
Von schwedischer Seite heißt es wiederum, dass eine russische Propellermaschine vom Typ AN-30 östlich der dänischen Ostsee-Insel Bornholm auch den schwedischen Luftraum verletzt hätte. Bereits Anfang März waren vier russische Kampfflugzeuge in den Luftraum über Schweden eingedrungen.
