Robert F. Kennedy Jr. hat in der Vergangenheit bereits für Verwirrung gesorgt. Ein konservativer US-Thinktank zeigt sich nun vor der US-Wahl besorgt.
Washington, D.C. – Eine Lobbygruppe hat Donald Trump jetzt vor den „durchgeknallten linken Ideen“ von Robert F. Kennedy Jr. gewarnt. In einem CNN-Interview hatte Trump jüngst gesagt, er sei „offen“ dafür, Kennedy einen Regierungsposten anzubieten, sollte er selbst erneut zum US-Präsident gewählt werden.
Die konservative Interessengruppe Advancing American Freedom (AAF) nennt dieses Szenario für die Zeit nach der US-Wahl nun „eine absolute Katastrophe“ für das Land. Das berichtet die National Review und beruft sich dabei auf ein entsprechendes AAF-Schreiben, das ihr nach eigenen Angaben vorliegt. Die AAF wurde 2021 von Mike Pence, dem ehemaligen Vizepräsidenten Trumps, gegründet.
Das Trump-Attentat in Bildern: Schüsse, Chaos und ein blutender Ex-Präsident
Unter anderem monierte er, dass Kamala Harris nach Joe Bidens Verzicht auf eine erneute Kandidatur zur Präsidentschaftskandidatin gekürt wurde, ohne bei den Vorwahlen angetreten zu sein. Als weitere Gründe für die Abkehr von den Demokraten nannte er deren Positionen bei den Themen Meinungsfreiheit und Ukraine-Krieg.
Kennedy ist Anwalt für Umweltrecht und hat sich als Verfechter von Verschwörungsmythen und als Impfgegner einen Namen gemacht. So hat er etwa fälschlicherweise wiederholt behauptet, dass Impfungen zu Autismus führen, WLAN Krebs verursacht und Chemikalien in der Umwelt Kinder zu Transgendern machen. In diesem Jahr sorgte er bereits für Schlagzeilen mit Aussagen über einen Wurm, der einen Teil seines Gehirns aufgefressen habe. Kennedy bezog sich dabei auf einen Gedächtnisverlust, unter dem er einst litt. (Mehr dazu in unserem Artikel: Seltsames Geständnis vom Trump-Herausforderer Kennedy).
Verschwörungsmythen um die Kennedy-Familie vor US-Wahl 2024 noch lebendig
Politische Beobachter sind uneins darüber, wie sich Kennedys Entscheidung auf den Wahlkampf auswirken wird. Seine Zustimmungswerte liegen aktuell bei vier bis fünf Prozent. Robert F. Kennedy Jr. ist der Sohn des früheren Justizministers und Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy. Dieser wurde 1968 – wie fünf Jahre zuvor dessen Bruder US-Präsident John F. Kennedy – bei einem Attentat erschossen wurde. Die tödlichen Schüsse auf den Onkel von Robert F. Kennedy Jr. sind bis heute Gegenstand einer Vielzahl von Verschwörungsmythen. (frs)