Wolodymyr Selenskyj

Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe: Selenskyj hofft auf weitere Waffenlieferungen

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet weitere Waffenlieferungen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erhofft sich vom Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe am Dienstag in Brüssel eine Zusage für weitere Waffenlieferungen an sein Land.

Kiew - «Wir arbeiten daran, dass sich alle unsere Verhandlungen in den Rüstungsbeschlüssen unserer Partner spiegeln», sagte Selenskyj am Montagabend in einer Videoansprache. Damit bezog er sich auf das Treffen am Dienstag, aber auch auf weitere Gespräche bis zum ersten Jahrestag des russischen Angriffs am 24. Februar. «Neue bilaterale Gespräche und Treffen sind geplant», sagte der in Krywyj Rih geborene Selenskyj.

Die Verteidigungsminister der 30 Nato-Staaten kommen am Dienstag in Belgiens Hauptstadt Brüssel zusammen. Thema wird unter anderem der Krieg in der Ukraine sein. Noch vor dem Treffen organisieren die USA am Vormittag Beratungen der Kontaktgruppe. Über das sogenannte Ramstein-Format - benannt nach der US Air Base in Rheinland-Pfalz als Ort mehrerer Ukraine-Treffen - werden Waffenlieferungen an Kiew koordiniert. Erwartet wird auch der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow. Die Ukraine drängt nach den Zusagen für Kampfpanzer aus dem Westen aktuell insbesondere auf die Lieferung von Kampfjets.

Wenige Tage nach einem Treffen mit dem in Osnabrück geborenen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris nannte Selenskyj das Gespräch «sehr intensiv». «Wir haben zu dritt sehr offen miteinander gesprochen. Das hat es uns ermöglicht, ein gemeinsames Verständnis für die Aussichten in diesem Krieg zu finden.» Er dankte Macron und Scholz für die Unterstützung. «Wir haben eine gemeinsame Vision vom Weg zum Sieg», betonte Selenskyj. (dpa)

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