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Der erste Vierkampf im Wahlkampf vor der Bundestagswahl: Scholz, Merz, Habeck und Weidel stellen sich im ZDF. Die Reaktionen auf den „Klartext“.
Update, 8.04 Uhr: Das ZDF liefert nach der Sendung „Klartext“ auch einen Faktencheck zu den getroffenen Aussagen von Merz, Scholz, Habeck und Weidel. Nach aktueller Rechnung gewinnt CDU-Chef Merz das Rennen um falsche oder irreführende Aussagen geht. Der Unions-Kanzlerkandidat führt mit bislang einer nachgewiesenen irreführenden Aussage zum angeblichen „Heizungsverbot“ der ehemaligen Ampel-Koalition.
Auf Platz Zwei liegen jeweils Grünen-Kandidat Habeck und Bundeskanzler Scholz (SPD). Beide haben sich laut aktuellem Stand zwei falsche, beziehungsweise irreführende Aussagen geleistet. Verliererin ist AfD-Chefin Alice Weidel, der bislang drei Falschaussagen zum Thema Atomstrom nachgewiesen wurden. Die Liste des ZDF-Faktenchecks wird allerdings laufend erweitert.
Update vom 14. Februar, 07.16 Uhr: Auch am Tag danach trudeln die Reaktionen auf den „Klartext“ im ZDF und das Abschneiden der Parteispitzen im Bürgerdialog ein. Vor allem der Auftritt von Bundeskanzler Olaf Scholz steht dabei in der Kritik. Zahlreiche Medien wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland haben einen „Punktsieg“ von dessen schärfsten Konkurrenten, Friedrich Merz, gesehen. Die Analyse von IPPEN.MEDIA zum „Klartext“ im ZDF fällt ähnlich aus: Der Auftritt des Kanzlers ließ zu wünschen übrig.
Update, 23.08 Uhr: Wer ist Sieger von „Klartext“? Nach Vorstellung des SPD-Parteivorstands mit Sicherheit nicht Friedrich Merz. Auf X heißt es: „Friedrich Merz teilt gern aus – er wirft anderen Planlosigkeit in der Ukraine-Politik vor.“ Und weiter: „Doch selbst? Sein Kurs: Erst fordern, dann zurückrudern. Das ist nicht seriös und schafft nur Unsicherheit.“ Die CDU hingegen betont in einer Reaktion zur Sendung Merz‘ Aussage über einen jungen Mann mit Migrationshintergrund. „Das ist der Beweis dafür, wie Einwandererfamilien in Deutschland zum Erfolg dieses Landes beigetragen haben.“
Reaktionen auf „Klartext“: Scholz postet auf X über Entwicklung im Ukraine-Krieg
Update, 22.58 Uhr: Nach seinem Auftritt bei „Klartext“ postete auch Kanzler Olaf Scholz eine Reaktion bei X. „Wenn es um die Ukraine geht, ist für mich immer klar: Es darf keine Verständigung über die Köpfe der Ukrainer hinweg geben“, schrieb er im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg. „Deshalb ist es so wichtig, dass der ukrainische Präsident sich darauf verlassen kann und dass ich niemals solch einen Deal machen würde.“
Update, 22.38 Uhr: Nach ihren Redebeiträgen meldeten sich Robert Habeck und Friedrich Merz bei X zu Wort und führten jeweils einzelne Aspekte aus der „Klartext“-Sendung weiter aus. Der Unionskanzlerkandidat bezog erneut Stellung gegen die AfD und betonte die Notwendigkeit, dass „demokratische Parteien der Mitte“ in der Lage sein müssen, die Probleme „in diesem Land zu lösen“.
Habeck führte in seiner Reaktion zu „Klartext“ seine Antwort zur Schuldenbremse weiter aus. „Die Große Koalition mag in den Büchern keine Schulden gemacht haben, aber Schulden gemacht hat sie trotzdem – in unserem Land“, schrieb der Politiker bei X. „Wir können sie begutachten in den maroden Brücken, in der verspäteten Bahn und in den nicht sanierten Schulen.“
FDP mit Reaktion auf „Klartext“: Lob für die „einzigartige Erfolgsgeschichte“ der EU
Update, 22.30 Uhr: Auch die FDP meldete sich mit einer Reaktion zu „Klartext“ zu Wort. Als Antwort auf einen Redebeitrag von Alice Weidel postete die Partei bei X einen Beitrag, der die Europäische Union als „einzigartige Erfolgsgeschichte“ würdigt. Diese müsse durch „mutige Reformen“ gesichert und fortgeschrieben werden. „Sie hat den Menschen in den Mitgliedsstaaten Frieden, Freiheit, Sicherheit, Fortschritt und Wohlstand gebracht.“
Update, 22.24 Uhr: Gelächter für Weidel, Applaus für Habeck: Beim Publikum kamen die Kandidaten im „Klartext“ unterschiedlich an. „Es ist interessant, wie unterschiedlich sie auf die Bürger zugegangen sind“, sagt Diana Zimmermann, Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios über die Kanzlerkandidaten im ZDF-Wahlforum.
Reaktionen auf „Klartext“: Debatte über Publikum in Sozialen Medien
Update, 22.09 Uhr: Bereits während der ZDF-Sendung wurde in Sozialen Medien über die Auswahl des Publikums debattiert. Im Raum steht unter anderem, dass einzelne Zuschauer gezielt gecastet wurden. Besonders die Gesprächspartner von Alice Weidel stehen bei der Debatte im Mittelpunkt.
Erstmeldung: Berlin – Ein kurzer, aber umso intensiverer Wahlkampf wird ab jetzt besonders heiß. Wenige Tage vor der Bundestagswahl treffen drei Spitzenkandidaten und eine Spitzenkandidatin erstmals live im TV aufeinander. Im ZDF-„Klartext“ beantworten Olaf Scholz (SPD), Friedrich Merz (CDU), Robert Habeck (Grüne) und Alice Weidel (AfD) Fragen von Bürgerinnen und Bürger. Wer im Anschluss an den Klartext von der Öffentlichkeit zum Sieger erkoren wird, darf für den Endspurt im Wahlkampf auf Rückenwind hoffen.
Ab 19.35 Uhr haben die vier Partei-Spitzen beim ZDF-„Klartext“ live im TV Fragen des Publikums im Berliner Studio beantwortet. Im Gegensatz zum ersten TV-Duell zwischen Scholz und Merz, das ohne Zuschauer stattfand, wird man erste Reaktionen dieses Mal bereits aus dem Studiosaal ablesen können.
Spitzenkandidaten reagieren auf im „Klartext“ auf aktuelle Krisen
Aktuelle Themen im „Klartext“ beim ZDF gibt es zuhauf. Neben den Ereignissen in München am Donnerstagvormittag, dem Eklat um den „Hofnarr“-Spruch des Kanzlers oder die Aussicht auf Verhandlungen im Ukraine-Krieg bestimmen die Migrationsdebatte und eine drohende Wirtschaftskrise den Wahlkampf.
Im Mittelpunkt soll beim ZDF-„Klartext“ der Dialog mit der Bevölkerung stehen. Nacheinander sollen Scholz, Merz, Habeck und Weidel auf Fragen des Publikums reagieren. Kritik an den Parteivertretern ist dabei explizit erwünscht, eine Debatte der Kandidaten untereinander dagegen nicht.
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Nach „Klartext“: Illner und Lanz diskutieren im ZDF über Sieger und Verlierer
Wer aus dem ZDF-„Klartext“ als Sieger hervorgeht, darüber wird im direkten Anschluss an die Sendung diskutiert. Erste Reaktionen wird es im ZDF beim „heute journal“ geben. Anschließend diskutiert Maybrit Illner mit ihren Gästen darüber, wer als Sieger aus dem Vierkampf hervorgegangen ist.
Die Gäste bei Maybrit Illner versprechen leidenschaftliche Debatten und spannende Reaktionen auf den ZDF-„Klartext“:
- Gregor Gysi (Linke)
- Sahra Wagenknecht (BSW)
- Wolfgang Kubicki (FDP)
- Alexander Dobrindt (CSU)
- Dagmar Rosenfeld (Journalistin)
Danach geht es weiter mit der Frage, wer letztlich als Sieger nach dem Klartext gewertet werden sollte. Dann analysieren Markus Lanz und seine Gäste den Auftritt von Scholz, Merz, Habeck und Weidel. Dort dürften die Reaktionen im Vergleich zur politisch dominierten Runde bei Illner etwas nüchterner ausfallen. Bei Lanz treffen sich:
- Michael Bröcker (Journalist)
- Kristina Dunz (Journalistin)
- Richard David Precht (Philosoph)
- Sabine Rennefanz (Journalistin)
Das ZDF selbst plant im Zeitalter von Social Media außerdem eine besondere Aktion, um den Reaktionen auf den „Klartext“ einen Raum zu bieten – wenn auch mit für das Neuland Internet ungewöhnlich großer Verzögerung. Am Tag nach dem Auftritt von Scholz, Merz, Habeck und Weidel bietet der Sender einen sogenannten „Reaction Stream“ auf der Streamingplattform Twitch an.
Weitere Veranstaltungen nach ZDF-„Klartext“ und vor der Bundestagswahl
Der ZDF-„Klartext“ ist die nächste, aber bei weitem nicht die letzte Gelegenheit für die Parteien, im Live-TV Punktsiege zu erringen. Bereits am Sonntag begegnen sich Scholz, Merz, Habeck und Weidel das nächste Mal bei RTL und nur einen Tag später das dritte Mal in der ARD. Daneben stehen Schlussrunden und weitere TV-Duelle an. In der Übersicht der TV-Duelle vor der Bundestagswahl finden sich zehn Veranstaltungen.
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