VonJana Stäbenerschließen
Die Weltgesundheitsorganisation bewertet Substanzen immer wieder auf ihre Gefahr hin, Krebs auszulösen. Doch daran gibt es auch Kritik.
Die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird am 14. Juli über den Süßstoff Aspartam beraten, der unter anderem in Getränken wie der zuckerfreien Coca-Cola (die von Russland im Ukrainekrieg kopiert wurde), in Desserts, Süßigkeiten, Milchprodukten oder Kaugummi enthalten ist.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters will die Organisation den Stoff offenbar als „möglicherweise krebserregend“ einstufen. Diese Information stamme aus Insider-Kreisen, heißt es. Wie sehr sollte sie uns beunruhigen?
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Ist Cola Zero „möglicherweise krebserregend“? Diese 11 Substanzen sind es
Die IARC unterteilt Stoffe in fünf Kategorien: Krebserregend (1), wahrscheinlich krebserregend (2a), möglicherweise krebserregend (2b), nicht klassifizierbar (3) und wahrscheinlich nicht krebserregend. Rauchen zählt zu Kategorie 1, Dinge wie die Arbeit beim Frisör zählen schon zu 2a. Diese Einteilung kritisieren Expert:innen immer wieder, denn die IARC berechnet nicht ein, wie viel die Menschen von einem Stoff konsumieren müssen, damit er krebserregend ist.
Die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA klassifiziert Aspartam aus der Cola Zero beispielsweise als unbedenklich für den menschlichen Verzehr. „Am Ende machen sich Menschen über die falschen Dinge Sorgen, kommen zu dem Schluss, dass ohnehin alles Krebs verursacht und: Warum sollten sie dann mit Rauchen aufhören“, sagt ein Cambridge-Forscher zur Süddeutschen Zeitung (SZ). Die Agentur werbe „aggressiv um Medienaufmerksamkeit“, weil sie sich bei den Menschen so am ehesten eine Verhaltensänderung erhoffe. Auch diese Tiktokerin, die über Darmkrebs aufklärt, erhofft sich eine Verhaltensänderung.
Hier elf andere „möglicherweise krebserregende“ Substanzen, mit denen der Süßstoff Aspartam Mitte Juli auf der Liste stehen könnte:
1. Aloe Vera Ganz-Blatt-Extrakt
2. Der Stoff Arecolin in Betelnüssen
3. Adlerfarn
4. Arbeit in einer Tischlerei
5. Kraftstoffe und Abgase
6. Goldenseal-Wurzelpulver
7. Arbeit in der chemischen Reinigung
8. Arbeit im Druck
9. Traditionell asiatisches eingelegtes Gemüse
10. Metall-Implantate
11. Arbeit in der Textilindustrie
Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die IARC zählt weitere 311 Stoffe auf, die „möglicherweise krebserregend“ sind.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
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