Aus der Sicht ihres Parteikollegen Winfried Kretschmann war der Rückstritt von Anne Spiegel (Grüne) notwendig.
Stuttgart - Der Rücktritt von Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) war aus Sicht ihres Parteikollegen Winfried Kretschmann notwendig. «Der Rücktritt war unvermeidlich, aber menschlich bitter», sagte der baden-württembergische Ministerpräsident am Dienstag in Stuttgart. Es müsse ein Anliegen der Politik sein, auch in Führungsämtern Familie und Beruf vereinbaren zu können. Er habe den Ministerinnen und Ministern in seinem Kabinett am Dienstag gesagt, dass man bei familiären Schwierigkeiten selbstverständlich eine Auszeit machen könne. Das müsse mit ihm besprochen werden und organisiert werden, dass die Geschäfte trotzdem vollumfänglich wahrgenommen werden.
Spiegel hatte am Montag ihren Rücktritt erklärt, nachdem bekanntgeworden war, dass sie im Juni 2021 als damalige rheinland-pfälzische Umweltministerin zehn Tage nach der Flutkatastrophe zu einem vierwöchigen Familienurlaub nach Frankreich aufgebrochen war. (dpa)