Guterres-Aussagen „inakzeptabel“

„Queers for Palestine“ entsetzen Laschet: „Würden mit Regenbogenflagge in Gaza nicht überleben“

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Armin Laschet hat sich ausführlich zum Krieg in Israel geäußert. Er kritisierte nicht nur Guterres, sondern auch Bundesregierung und LGBTQ-Bewegung.

München – Seit seinem Wahldesaster als Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl 2021 war es ruhig um Armin Laschet geworden. Doch zuletzt hat sich der CDU-Politiker mal wieder zu Wort gemeldet – mit klaren Äußerungen rund um den Krieg in Israel. So tadelte er UN-Chef António Guterres für dessen kritische Aussagen zu Israel, zeigte sich entsetzt über Schwule und Lesben, die sich in Deutschland pro-palästinensischen Demonstrationen anschließen, und kritisierte die Bundesregierung für Geschäfte mit Katar.

Armin Laschet hat kein Verständnis für LGBTQ-Anhänger, die sich pro-palästinensischen Protesten anschließen.

„Dass bei einer pro-palästinensischen Demonstration ,Queers for Palestine‘ mitlaufen, dafür fehlt mir jedes Verständnis. Man möchte sich nicht vorstellen, was mit einem Menschen aus der LGBTQ-Szene, der sich nur eine Stunde im Herrschaftsgebiet der Hamas aufhalten würde, passieren würde“, zeigte sich Laschet in der Neuen Osnabrücker Zeitung irritiert.

Krieg in Israel: Laschet entsetzt über LGBTQ-Anhänger, die sich palästinensischen Protesten anschließen

Der 62-Jährige gab zu bedenken, dass das Hamas-Regime ein Scharia-Staat sei und man dort nicht überleben würde, wenn man mit einer Regenbogenflagge durch Gaza läuft. „Diese Leute kritisieren hier Menschen dafür, dass sie den Genderstern nicht setzen, demonstrieren aber für die Islamisten in Gaza. Man kann die Besatzungspolitik Israels kritisieren, aber es ist das einzige Land in der Region, wo Diversität und Demokratie gelebt werden“, sagte Laschet weiter.

Scharf kritisierte er zudem „junge Deutsche, die sich vor das Auswärtige Amt setzen und brüllen: ,Befreit Palästina von Deutschlands Schuld‘“ Für den CDU-Politiker ist das „Höcke-Sprech von links“. Beunruhigend sei auch, dass das Holocaust-Mahnmal in Berlin gestürmt werden sollte und schwer gesichert werden muss. „Das hat es bisher nicht gegeben.“

„Fördern Terroristen“: Laschet kritisiert Ampel-Koalition für Gas-Geschäfte mit Katar

Laschet äußerte sich auch kritisch über Katar, das die Hamas fördern soll und die Ampel-Koalition, insbesondere deren Kooperation bei Gas. „Wir müssen mit denen, die konstruktiv sind, unsere Zusammenarbeit intensivieren und den anderen klarmachen, dass sie nicht Partner der deutschen Wirtschaft sein können, wenn sie Terroristen schützen und fördern“, sagte er.

Bilder zeigen, wie der Krieg in Israel das Land verändert

Massive Raketenangriffe aus Gazastreifen auf Israel
Am 7. Oktober 2023 feuern militante Palästinenser aus dem Gazastreifen Raketen auf Israel ab. Die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas, die von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird, hatte den Beginn einer „Militäroperation“ gegen Israel verkündet. © Hatem Moussa/ dpa
Massive Raketenangriffe aus Gazastreifen auf Israel
Nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen ist Rauch aus einem Wohnhaus zu sehen.  © Ilia Yefimovich/ dpa
Israelischer Soldat mit Hund im Israel Krieg
Ein israelischer Soldat geht mit seinem Hund zwischen Autos in Deckung.  © Ohad Zwigenberg/ dpa
Israelische Polizisten evakuieren Frau und Kind im Israel Krieg
Israelische Polizisten evakuieren eine Frau und ein Kind von einem Ort, der von einer aus dem Gazastreifen abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Tsafrir Abayov/ dpa
Militante Palästinenser fahren im Israel Krieg mit einem Pickup, auf dem womöglich eine entführte deutsch-israelische Frau zu sehen ist.
Militante Palästinenser fahren mit einem Pickup, auf dem möglicherweise eine deutsch-israelische Frau zu sehen ist, in den Gazastreifen zurück. Die islamistische Hamas hatte mitgeteilt, ihre Mitglieder hätten einige Israelis in den Gazastreifen entführt. © Ali Mahmud/ dpa
Massive Raketenangriffe aus Gazastreifen auf Israel
Angehörige der Feuerwehr versuchen, nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen das Feuer auf Autos zu löschen. © Ilia Yefimovich/ dpa
Menschen suchen in Trümmern nach Überlebenden nach massive Raketenangriffen aus Gazastreifen auf Israel.
Menschen suchen zwischen den Trümmern eines bei einem israelischen Luftangriff zerstörten Hauses nach Überlebenden.  © Omar Ashtawy/ dpa
Verlassene Stätte des Festivals Supernova nach dem Angriff der Hamas
Bei dem Rave-Musikfestivals Supernova im israelischen Kibbuz Re’im sterben rund 270 Besucher:innen. So sieht die verlassene Stätte nach dem Angriff aus.  © JACK GUEZ / AFP
Feiernde Palästinenser nach Angriff der Hamas auf Israel
Palästinenserinnen und Palästinenser feiern in Nablus nach der großen Militäroperation, die die Al-Qassam-Brigaden, der militärische Flügel der Hamas, gegen Israel gestartet haben.  © Ayman Nobani/ dpa
Hamas-Großangriff auf Israel - Gaza-Stadt
Das israelische Militär entgegnete mit dem Beschuss von Zielen der Hamas im Gazastreifen. Nach einem Angriff steigen bei einem Hochhaus in Gaza Rauch und Flammen auf. © Bashar Taleb/ dpa
Mann weint in Gaza bei Israel Krieg
Ein Mann umarmt einen Familienangehörigen im palästinensischen Gebiet und weint.  © Saher Alghorra/ dpa
Israelischer Soldat im Israel Krieg steht neben Frau
Am 8. Oktober beziehen israelische Soldaten Stellung in der Nähe einer Polizeistation, die am Tag zuvor von Hamas-Kämpfern überrannt wurde. Israelische Einsatzkräfte haben dort nach einem Medienbericht bei Gefechten in der an den Gazastreifen grenzenden Stadt Sderot mehrere mutmaßliche Hamas-Angehörige getötet. © Ilan Assayag/ dpa
Nach Hamas Großangriff - Sa'ad
Israelische Streitkräfte patrouillieren in Gebieten entlang der Grenze zwischen Israel und Gaza, während die Kämpfe zwischen israelischen Truppen und islamistischen Hamas-Kämpfern weitergehen. © Ilia Yefimovich/ dpa
Palästinensisches Kind in einer Schule, die im Israel Krieg als Schutz dient
Ein palästinensisches Kind steht auf dem Balkon einer Schule, die von den Vereinten Nationen betrieben wird und während des Konfliktes als Schutzort dient.  © Mohammed Talatene/ dpa

Die Bundesregierung kritisiere „vollmundig“ Russland, kaufe jetzt allerdings Gas aus Katar, das mit den Einnahmen die Hamas im Gazastreifen unterstütze. Hierin zeige sich das Dilemma der deutschen Politik, erläuterte Laschet: „Weil wir Gas bei uns nicht fördern wollen, müssen wir es aus Ländern kaufen, die keine Demokratien sind.“

Laschet nennt Guterres‘ Israel-Aussagen „inakzeptabel“

Eine klare Meinung besitzt Laschet auch zu Guterres‘ Aussagen zum Israel-Krieg im Weltsicherheitsrat, die Empörung ausgelöst hatten. „Die Aussagen sind inakzeptabel. Die klingen ja so, als gäbe es politische Gründe, dass man Massaker ausüben kann“, sagte er.

„Es ist ja kein Krieg, sondern es sind Terroristen eingedrungen nach Israel, haben 1400 Menschen bestialisch ermordet. Die Bilder haben sie ins Internet gestellt, damit es auch jeder sehen kann, auch der UN-Generalsekretär hätte die Bilder sehen können.“ Von Guterres habe sich Laschet eine klare Sprache gewünscht, „dass so etwas nicht akzeptabel ist.“ Auch habe er keine Erklärung, dass Siko-Chef Christoph Heusgen dem UN-Generalsekretär beisprang. (mt)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/Christoph Soeder/dpa(2)

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