„Hämisches Interesse“

„Leberwurst“: Putin-Hardliner Medwedew beleidigt Scholz nach Bauernprotesten

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Russlands Ex-Präsident hat nach den Bauernprotesten in Deutschland nur Hohn und Spott für Bundeskanzler Scholz übrig. Auch an Außenministerin Baerbock ließ er kein gutes Haar. (Montage)
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Nach den Bauernprotesten verspottet Russlands Ex-Präsident Medwedew die Ampel-Regierung. Er bezeichnet Bundeskanzler Olaf Scholz als „Leberwurst“.

Moskau – Nachdem die Bauernproteste Deutschland teilweise lahmgelegt haben, meldet sich ein Hardliner von Wladimir Putin nun zu Wort. Dabei hat Dmitri Medwedew nur Hohn und Spott für Bundeskanzler Olaf Scholz übrig. Russlands Ex-Präsident bezeichnete den Bundeskanzler in seinem Post auf X (ehemals Twitter) als „Leberwurst“.

Bauernproteste als Anstoß: Putin-Hardliner Medwedew macht sich über Deutschland lustig

„Streiks in Deutschland: Die Landwirte haben weite Teile des Landes blockiert“, heißt es in dem Post von Putin-Hardliner Medwedew. „Die Subventionen wurden eingestellt und die astronomischen Summen, die für die Ukraine ausgegeben werden, steigen weiter. Deutschland ist der Hauptgeldgeber“, schrieb Russlands Ex-Präsident weiter.

Doch damit nicht genug: „Wenn das so weitergeht“, legte Medwedew nach, „können die ukrainischen Nationalisten bald ihre bewiesene Waffe nach Berlin exportieren.“ Mit bewiesener Waffe meint einer der wichtigsten Putin-Unterstützer ganz offensichtlich die Maidan-Proteste.

„Leberwurst“: Medwedew feuert nach Bauernprotesten gegen Scholz – „Hämisches Interesse“

Nach seiner höhnischen Aussage zu Bauernprotesten geht Medwedew noch einen Schritt weiter und schießt gegen Deutschland und explizit gegen den Bundeskanzler. „In dem Fall ist es höchst zweifelhaft, dass die Leberwurst Scholz das durchhält“, spottet der Putin-Scherge Medwedew weiter über Olaf Scholz und hielt fest. Russland werde jedenfalls mit „hämischem Interesse“ das Geschehen verfolgen.

Die Bezeichnung „Leberwurst“ für den Kanzler stammt aber nicht aus Feder von Medwedew selbst. Vielmehr geht diese auf eine Äußerung von dem ehemaligen Botschafter der Ukraine, Andrij Melnyk zurück. Dieser hatte Scholz nach dessen Absage einer Solidaritätsreise nach Kiew infolge des ausgeladenen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im vergangenen Jahr vorgeworfen, die „beleidigte Leberwurst zu spielen“.

Medwedew attackiert nicht nur Scholz: Ex-Präsident feuert gegen das „ungebildete Weib“ Baerbock

Nicht nur Scholz geriet nach den Bauernprotesten ins Visier von Medwedew. Auch die Außenministerin Annalena Baerbock nahm der russische Ex-Präsident ins Visier. Als Reaktion auf die von der Ukraine abgelehnte Feuerpause über das orthodoxe Weihnachtsfest hatte Medwedew von einer ausgeschlagenen Hand „christlicher Nächstenliebe“ gesprochen. Diese sei ausgeschlagen worden, auch weil der Westen den Weihnachtsfrieden nicht zugelassen habe. Die Ukraine hatte die von Putin angeordnete Feuerpause Anfang 2023 als scheinheilig abgelehnt.

„Selbst das ungebildete Weib Baerbock und eine Reihe weiterer Aufseher im europäischen Schweinestall haben es geschafft, über die Unzulässigkeit einer Waffenruhe zu meckern“, wetterte Medwedew damals in Richtung Baerbock.

Medwedew droht Deutschland und dem Westen im Ukraine-Krieg immer wieder

Medwedew gilt seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine als einer von Putins Hardlinern und ist großer Unterstützer der Invasion im Ukraine-Krieg. Dabei sticht der ehemalige russische Präsident mit Drohungen gegen den Westen heraus. Besonders der Einsatz von Atomwaffen und die Bombardierung der deutschen Industrie sind immer wieder Teil seines Repertoires.

Auch gehört der Hardliner von Wladimir Putin zu den Stimmen in Moskau, die zuhauf argumentieren, dass die westliche Hilfe für die Ukraine und die Sanktionen gegen Russland zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Deutschland und dem Westen geführt hätten.

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