Die Berliner Landesregierung sieht sich mit der hohen Zahl ankommender Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine überfordert und hofft neben Hilfe des Bundes auch auf Unterstützung der Bundeswehr.
Berlin - Die Hauptstadt werde den Zustrom der Menschen nicht alleine bewältigen können, sagte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. «Das heißt, die Unterstützung des Bundes ist elementar für die kommenden Tage.» Innensenatorin Iris Spranger (SPD) kündigte an, noch am gleichen Tag ein Amtshilfeersuchen ans Bundesverteidigungsministerium zu stellen und Unterstützung der Bundeswehr anzufordern.
«Ich glaube schon, dass Berlin als die Stadt, die sehr betroffen ist von dieser Situation, mehr als alle anderen Bundesländer, auch das Anrecht haben kann, Unterstützung des Bundes einzufordern», sagte Giffey. Bisher seien bereits mehr als 8000 Kriegsflüchtlinge untergebracht worden. «Wir sind an einem Punkt, an dem wir jeden Abend 1000 Betten in der Stadt brauchen.» Innensenatorin Spranger sagte bei der Plenarsitzung, Berlin sei in einer Notlage und ziehe deshalb Hilfe der Bundeswehr in Betracht: «Wir haben die Anzahl ungefähr von 40 Helfenden, die wir vielleicht benötigen.» (dpa)