Unter den in Deutschland angekommenen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine sind nur relativ wenige nicht-ukrainische Staatsangehörige.
Berlin - Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, können seit dem 15. März Menschen, mit anderen Staatsangehörigkeiten, die aus der Ukraine geflüchtet sind, gesondert erfasst werden. Bis zum 29. März seien insgesamt 3216 Ukraine-Flüchtlinge aus anderen Staaten erfasst worden, teilte die Bundesregierung mit. Die Bundespolizei hat in Deutschland seit Kriegsbeginn etwa 360 000 Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet waren, festgestellt.
Mehr als jeder Zehnte der nicht-ukrainischen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine stammte den Angaben zufolge aus Nigeria (357 Flüchtlinge). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stellte zudem jeweils rund 200 Menschen aus Marokko, Afghanistan, Turkmenistan und Aserbaidschan fest. An Hochschulen in der Ukraine waren vor Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar laut Unesco mehr als 61 000 ausländische Studierende eingeschrieben. Zu den Staaten, aus denen die meisten Menschen zum Studium in die Ukraine kamen, zählten Indien, Aserbaidschan, Turkmenistan und Marokko.
Ukraine-Hilfe: Niederlande liefert schwere Waffen
Die Niederlande werden die Ukraine mit schwereren Waffen wie Panzerfahrzeugen unterstützen. Ministerpräsident Mark Rutte teilte am Dienstag über Twitter mit, dass er dies dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefongespräch zugesagt habe. Gemeinsam mit Verbündeten werde auch die «Lieferung von zusätzlichem schwereren Material» geprüft.
Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren sagte dem TV-Sender NOS: «Im Krieg in der Ukraine beginnt eine neue Phase, nachdem Putin die Offensive im Donbass gestartet hat. Wir werden die Ukraine weiterhin unterstützen.» Kurz nach Ausbruch des Krieges hatten die Niederlande bereits Waffenhilfen zugesagt und außer Munition, Gewehren und Radarinstallationen auch Luftabwehrgeschütze und Panzerfäuste in die Ukraine geschickt. In den vergangenen Wochen hatte die niederländische Regierung bewusst keine Mitteilungen mehr über Waffenhilfen veröffentlicht. (dpa)