VonJana Stäbenerschließen
Die Mehrheit der Deutschen findet die Razzia bei den „Klima-Klebern“ richtig. Wir haben tolle Tipps, damit uns die Aktivist:innen nicht mehr nerven.
(ACHTUNG: Dieser Artikel kann Spuren von Ironie enthalten!)
Polizei und Staatsanwaltschaft sind in der vergangenen Woche mit einer Razzia gegen die Klimaaktivist:innen der Letzten Generation vorgegangen und haben 15 Wohnungen und Geschäftsräume in sieben Bundesländern durchsucht. Das teilten die Generalstaatsanwaltschaft München und das Landeskriminalamt Bayern mit.
| Name | Letzte Generation |
| Gründung | 2021 |
| Anzahl Mitglieder | 500 - 600 (Stand: Mai 23) |
| Ziel | Ziviler Ungehorsam für mehr Klimaschutz |
| Forderungen | Tempolimit, 9-Euro-Ticket, Gesellschaftsrat |
| Protestaktionen | Straßenblockaden, Störungen von Veranstaltungen, Beschmierungen von Gebäuden, Verkehrsmitteln oder Kulturdenkmälern |
| Bekannte Personen | Carla Hinrichs, Klima-Shakira, Aimée van Baalen |
| Beteiligte Länder | Deutschland, Österreich und Italien |
| Dachorganisation | A22 Network |
| Finanzierung | Spenden |
Sie sperrten am Mittwoch, 24. Mai 2023, auch die Website der Letzten Generation und verwiesen auf den Vorwurf der Bildung oder Unterstützung einer kriminellen Vereinigung, den die Staatsschutzkammer des Landgerichts in Potsdam Mitte Mai bestätigte.
Seit dem Urteil drohten der Letzten Generation Geldstrafen und weitere Razzien. Beschwerden gegen eine frühere Razzia hatte das Gericht damals abgewiesen. Ähnlich wie die Rechtsprechungen sieht auch die Meinung der Deutschen aus. Die halten die vergangene Razzia bei der Letzten Generation für richtig. Klar. Aktivismus nervt eben. Er stört schließlich beim Einkaufen, beim zur Arbeit kommen, beim friedlichen Klimwandel-Wegignorieren und – Gott bewahre – beim Autofahren.
Deswegen hier elf Ideen, wie die Letzte Generation besser auf die Klimakrise aufmerksam machen könnte, ohne uns so schrecklich auf die Nerven zu gehen.
1. Klima-Flyer in Briefkästen werfen – das LIEBEN die Deutschen schließlich.
2. Nur noch E-Autos blockieren (Volker Wissing würde es feiern).
3. Bitte nur in Zimmerlautstärke demonstrieren. Und nicht nach 22 Uhr.
4. An Haustüren klingeln und einen auf Loriot-Staubsauger-Vetreter machen.
5. Gratis Coupons für klimaneutrale Produkte verteilen.
6. Lustige Klima-Werbespots zur Prime Time laufen lassen.
Mehr zu den Klima-Aktivist:innen: Hier sieben Leute, die Olaf Scholz Spruch gegen die Letzte Generation kontern.
7. Eine eigene TV-Show namens „Letzte Generation gegen ALLE“.
8. Nur dann festkleben, wenn kein Feierabendverkehr ist (IST JA WOHL NICHT ZU VIEL VERLANGT!!!)
9. Rette-die-Welt-Song mit deutschen Musiker:innen herausbringen.
10. Einen auf Klima-Trinker machen (wird bestimmt mehr wertgeschätzt als Klima-Kleber).
Also einfach ein Beispiel am 45-jährigen Garmisch-Partenkirchener in Kaltenbrunn nehmen, der dort am Pfingstwochenende auf der Bundesstraße saß und Bier trank. Gegen ihn ermittelt jetzt die Polizei – nicht nur wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, sondern auch, weil der Betrunkene vielen Autofahrern den Stinkefinger zeigte.
11. Sich nur noch auf Radwegen festkleben.
Denn die sind ja meist sowieso zum Scheitern verurteilt, wie diese fünf Fahrradweg-Bauprojekte zeigen.
Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa/aal.photo/IMAGO





