Bekennerschreiben aufgetaucht

Linksextreme „Vulkangruppe“ bekennt sich zu Schlag gegen Tesla – Elon Musk: „Dümmste Öko-Terroristen“

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In einem Bekennerschreiben übernimmt eine linksextreme Gruppe Verantwortung für die Sabotage des Tesla-Werks. Firmen-Chef Elon Musk nennt sie „extrem dumm“.

Brandenburg – Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung des Tesla-Werks in Grünheide bei Berlin ist ein Bekennerschreiben der linksextremen „Vulkangruppe“ aufgetaucht. Dessen Echtheit wird laut Tagesspiegel derzeit noch von der Polizei geprüft. Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) verurteilten den Anschlag.

Linksextreme „Vulkangruppe“ bekennt sich zu Sabotage von Tesla-Werk

„Wir haben heute Tesla sabotiert“, heißt es in dem Bekennerschreiben, das sowohl auf der linksautonomen Medienplattform indymedia als auch in dem lokalen Berliner Forum Kontrapolis gepostet wurde. Die „Gigafactory“ verseuche das Grundwasser und verbrauche für ihre Produkte enorme Mengen an Trinkwasser. „Gemeinsam zwingen wir Tesla in die Knie. Switch off für Tesla“, schließt das Schreiben.

Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung des Tesla-Werks in Grünheide bei Berlin ist ein Bekennerschreiben der linksextremen „Vulkangruppe“ aufgetaucht.

Laut Berliner Zeitung (B.Z.) war gegen 4.50 Uhr am Dienstagmorgen (5. März) ein Feuer an einem Strommast in der Nähe des Tesla-Werks in Grünheide gemeldet worden. In der Folge sei der Strom in der Fabrik ausgefallen, das Werk habe evakuiert werden müssen. Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag sagte die Tesla-Geschäftsführung Deutschland, die Produktion werde für den Rest dieser Woche stillstehen. Auch in anderen umliegenden Gemeinden sowie in einigen Stadtteilen Berlins sei die Stromversorgung gekappt gewesen.

Bundesinnenministerin Faeser verurteilte den Anschlag. Sollte es sich wirklich um eine linksextremistisch motivierte Tat handeln, sei das ein weiteres Zeichen dafür, dass in der „Szene vor Angriffen auf kritische Energieinfrastrukturen nicht zurückgeschreckt wird“. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke sprach im Zusammenhang mit der Attacke von einer „Form von Terrorismus“.

Tesla-Chef Elon Musk über linksextreme Gruppe: „dümmste Öko-Terroristen“

Tesla-Chef Elon Musk kommentierte den Vorfall auf X folgendermaßen: „Das sind entweder die dümmsten Öko-Terroristen der Welt oder sie sind Marionetten derer, die keine guten Umweltziele haben.“ Musk ging noch weiter und betonte: „Die Produktion von Elektrofahrzeugen anstelle von Fahrzeugen mit fossilen Brennstoffen zu stoppen, ist extrem dumm.“ Am Ende seines Tweets fügte Musk auf Deutsch hinzu: „Extrem dumm.

Elon Musk: Unternehmer und Milliardär

Cybertruck soll Mitte 2023 laut Elon Musk in Produktion gehen
Eines der kostspieligen Erfindungen von Musk: Der Cybertruck. Vor kurzem betonte er noch, dass der Elektro-Pickup Mitte 2023 in Produktion gehen soll. © Cover images/imago
Elon und Maye Musk auf der The Met Gala 2022 in New York
Elon Musk (r.) zusammen mit seiner Mutter Maye Musk (l.) auf dem roten Teppich der „The Met Gala“ in New York City 2022. Die Mutter des Tesla-Chefs arbeitet als Model für die amerikanische Kosmetikmarke „CoverGirl“. © Doug Peters/imago
SpaceX-Gründer Elon Musk präsentiert die Dragon V2
Hier präsentiert Musk im Jahr 2014 stolz die SpaceX Rakete „Dragon V2“ in Los Angeles. Es ist ein wiederverwendbares Raumschiff des US-Raumfahrtunternehmens. © Paul Buck/dpa
Elon Musk bei einer Pressekonferenz nach dem Start der Heavy Falcon im Jahr 2018
SpaceX-Chef und Gründer Elon Musk spricht nach dem erfolgreichen Start der Großrakete „Falcon Heavy“ des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX am 06. Februar 2018 während einer Pressekonferenz. Nicht nur die Rakete wurde ins All geschickt. Dabei war auch ein Tesla, welcher mit hochgeschossen wurde. Eine PR-Idee, wie sie nur von Musk stammen konnte.  © John Raoux/dpa
Tesla-Chef Elon Musk spricht im Hauptquartier des Elektroautoherstellers
Tesla-Chef Elon Musk spricht im Hauptquartier des Elektroautoherstellers. Seit 2003 ist Musk Mitgründer und CEO von Tesla. Ziel dieses Konzerns ist es, Elektroautos für ein breites Publikum zu bauen.  © Marcio Jose Sanchez/dpa
SpaceX Gründer und CEO Elon Musk
Nicht nur in Elektroautos investiert Elon Musk sein Geld. 2002 gründete er das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX. Kolonisierung des Planeten Mars, humanes ökologisches Wachstum auf anderen Planeten und allgemein Menschen ins Weltall bringen sind Themen, die Musk mit seinem Unternehmen erreichen will. Dafür will er die notwendigen Technologien entwickeln. © Hannibal Hanschke/dpa
Elon Musk enthüllt im Jahr 2019 das neue Tesla Modell Y
Milliardär, Unternehmer und Visionär. Begriffe, die Elon Musk sehr gut beschreiben. Hier enthüllt er im Jahr 2019 das Tesla Modell Y im Tesla Designstudio in Howthorne, Kalifornien. © Jae C. Hong/dpa
Eröffnung Tesla-Fabrik Berlin Brandenburg
Bundeskanzler Olaf Scholz (l.), Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke (m.), und Elon Musk (r.), Tesla-Chef, nehmen an der Eröffnung der Tesla-Fabrik Berlin-Brandenburg teil. Die erste europäische Fabrik in Grünheide, die auf 500 000 Fahrzeuge jährlich ausgelegt ist, ist eine wichtige Säule der Zukunftsstrategie von Tesla. Auch in Deutschland hinterlässt Musk Spuren. © Patrick Pleul/dpa
Elon Musk mit seiner damaligen Frau Talulah
Musk (r.) mit seiner damaligen Frau Talulah (l.). Der Tesla-Chef heiratete die britische Schauspielerin das erste Mal im Jahr 2010. Zwei Jahre später ließen sich die beiden scheiden. Nach der erneuten Heirat 2013 folgte ein Jahr später wieder die Scheidung. Seit 2016 sind die beiden nun endgültig geschieden. © UPI Photo/imago
Elon Musk kauft Twitter im Oktober 2022
Auch der Blogging-Dienst Twitter gehört seit dem Oktober 2022 zu dem Musk-Imperium. Knappe 44 Milliarden Dollar legte der Unternehmer dafür auf den Tisch. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Elon Musk beim „Time Person of the Year“-Event
Im Jahr 2021 wurde Elon Musk vom Time Magazine zur „Person of the Year“ gekürt. © Theo Wargo/afp
Elon Musk mit seinem Sohn X Æ A-12 2021 bei der New York Times.
Bei der Verleihung der Times zur „Person of the Year 2021“ war auch Musk sein Sohn, X Æ A-12, mit dabei. Der in Südafrika geborene Geschäftsmann, der zudem auch die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt, ist laut Medienberichten Vater von insgesamt zehn Kindern. © Theo Wargo/afp

Gegen eine geplante Erweiterung des Tesla-Werks in Brandenburg hat sich jüngst auch friedlicher Protest formiert. Etwa hundert Aktivisten halten seit vergangenem Donnerstag (29. Februar) das Waldstück nach der Fabrik besetzt. Laut B.Z. ist die Besetzung unter Auflagen bis zum 15. März von der Polizei geduldet. (pkb)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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