Finanzielle Unterstützung

Litauen investiert in Wiederaufbau der ukrainischen Energieinfrastruktur

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Die Energieinfrastruktur der Ukraine wird im Krieg stark geschädigt. Litauen unterstützt den Wiederaufbau mit finanziellen Mitteln.

Beim Wiederaufbau der durch die russischen Raketenangriffe zerstörten Energieinfrastruktur kann die Ukraine auf die Unterstützung von Litauen setzen.

Vilnius - Nach Angaben des Energieministeriums in Vilnius wurden von Firmen und Organisationen des litauischen Energiesektors seit Kriegsbeginn am 24. Februar bisher Sachmittel im Wert von drei Millionen Euro an Kiew übergeben. Darunter seien Stromgeneratoren, Kraftstoff und Transformatoren sowie Ausrüstungen für die Reparatur von Umspannwerken und Gasleitungen gewesen. Weitere Unterstützung im Wert von zwei Millionen Euro soll in Kürze folgen, teilte das Ministerium des baltischen EU- und Nato-Landes am Freitag mit. 

«Russland zerstört absichtlich die Energieinfrastruktur der Ukraine. Nach unserem Kenntnisstand sind 40 Prozent der Infrastruktur beschädigt - das sind mehr als 400 kritische Objekte in der ganzen Ukraine», sagte Energieminister Dainius Kreivys in Vilnius. Litauen sei eines der wenigen Länder, in denen noch Anlagen sowjetischer Bauart vorhanden seien, die im ukrainischen Energiesektor verwendet würden. 

Massive Raketenangriffen von Russland auf die Energieinfrastruktur der Ukraine verursachen derzeit immer wieder Stromausfälle in dem Land. Zuletzt waren nach Angaben aus Kiew etwa zehn Millionen Menschen zeitweise ohne Strom. (dpa)

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