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Live-Hochrechnungen zur Landtagswahl BW 2026: Özdemirs Grüne knapp vorn – Hagel äußert sich vielsagend

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  • Franziska Schwarz
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Özdemir oder Hagel: Wer gewinnt heute die Landtagswahl in Baden-Württemberg? Alle Zahlen zu Prognosen und Hochrechnungen live im Ticker.

Update, 9. März, 5:26 Uhr: Grüne, CDU und SPD beraten nach der BW-Wahl über das Ergebnis. Die Spitzengremien aller im Rennen verbliebenen Parteien kommen am heutigen Montag zusammen, um die Wahl zu analysieren. Bei den Grünen tagt zunächst ein Parteirat, bevor sich Parteichefin Franziska Brantner um 14.00 Uhr den Fragen der Presse stellt.

Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz tritt gemeinsam mit Spitzenkandidat Manuel Hagel um 13.30 Uhr vor die Medien. Die SPD, die nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde überwand, schickt Generalsekretär Tim Klüssendorf und Spitzenkandidat Andreas Stoch ebenfalls um 13.30 Uhr ans Mikrofon.

Update, 22:41 Uhr: Für die CDU im Südwesten stellt das Ergebnis der Landtagswahl laut dem Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten Manuel Hagel eine Niederlage dar. „Und da gibt’s auch gar nichts drumrumzureden: Das ist eine Niederlage für uns“, äußerte sich Hagel am Abend im ZDF.

Die Freude ist groß bei den Grünen nach der BW-Wahl. Doch noch könnte die CDU aufholen.

„Das Hauptziel war, dass wir stärkste Kraft in Baden-Württemberg werden und dass wir eine CDU-geführte Landesregierung bilden können“, erklärte er weiter. Dieses Ziel sei bislang nicht erreicht worden. Laut der letzten Hochrechnung von ARD und infratest dimap um 21:48 Uhr erreichten die Grünen 30,3 Prozent, während die CDU 29,7 Prozent erzielte.

ARD-Hochrechnung infratest dimap (21:48 Uhr)Prozent
Grüne30,3
CDU29,7
AfD18,7
SPD5,5
FDP4,4
Linke4,4
Andere 7,0

Update, 21:54 Uhr: Manuel Hagel, der Spitzenkandidat der CDU, konnte seinen Wahlkreis Ehingen deutlich für sich entscheiden, obwohl er das Duell gegen Cem Özdemir von den Grünen nach aktuellen Hochrechnungen knapp verlor. Am Sonntagabend, nach vollständiger Auszählung, führte Hagel mit 47,1 Prozent der Stimmen deutlich vor dem AfD-Kandidaten Michael Scheffler, der 20,1 Prozent erreichte, und Tobias Hocke-Beck von den Grünen, der 17,7 Prozent erhielt.

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Özdemir strebt Kretschmann-Nachfolge an

Landtag von Baden-Württemberg
Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Insgesamt treten laut Innenministerium 21 Parteien an. An erster Stelle auf den Stimmzetteln werden die Grünen stehen. Dahinter folgen CDU, SPD, FDP, AfD und die Linke. Auch die Landesliste des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) wurde für die Landtagswahl zugelassen. Wahlberechtigt sind nach Schätzung des Statistischen Landesamtes rund 7,7 Millionen Menschen.  © Christoph Schmidt/dpa
Kretschmann hält seine letzte Rede im Parlament
Wenn die Menschen in Baden-Württemberg am 8. März ihre Stimme abgeben, endet eine politische Ära im Südwesten: Winfried Kretschmann tritt nicht mehr an. Nach 15 Jahren als Ministerpräsident steht sein Name diesmal nicht mehr auf dem Stimmzettel. Die Fußstapfen sind groß, zumindest wenn man das Ansehen Kretschmanns in Politik und Volk betrachtet. © Jan-Philipp Strobel/dpa
Landesparteitag Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg
Er will Kretschmanns Erbe antreten: Cem Özdemir (hier zusammen mit dem Regierungschef beim Landesparteitag im Dezember 2025). Gerne betont Özdemir seine lange Erfahrung auf verschiedenen Ebenen der Politik. Es sei sicher kein Fehler, wenn der Ministerpräsident von Baden-Württemberg sich in Berlin, Brüssel und Washington, DC, nicht verlaufe und auch schon mal ein Ministerium von innen gesehen habe, sagte der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister im Wahlkampf.  © Bernd Weißbrod/dpa
Wahlkampagne der Grünen für die Landtagswahl
Die Grünen setzen bei ihrer Kampagne jedenfalls voll auf die Bekanntheit und politische Erfahrung ihres Spitzenkandidaten. Auf ihre Wahlplakate schreibt die Partei denn auch den Slogan „Özdemir – Der kann es“. Dagegen sind der Name und das Logo der Partei nicht oder nur klein zu sehen. Inhaltlich setzen die Grünen bei ihren Plakaten auf die Themen Wirtschaft, Klima und Bildung. © Marijan Murat/dpa
Landesparteitag Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg
Özdemir nennt sich selbst einen „anatolischen Schwaben“. Er wurde 1965 in Bad Urach als Sohn türkischer Gastarbeiter geboren. Inzwischen ist der gelernte Erzieher, der später Sozialpädagogik studierte und seit 1981 Mitglied der Grünen ist, Ehrenbürger seiner Heimatstadt. © Bernd Weißbrod/dpa
Cem Özdemir und Flavia Zaka
Özdemir gilt als Vertreter des pragmatischen Realo-Flügels und hatte immer wieder Konflikte mit seiner eigenen Partei, zuletzt beim Thema Migration oder beim Umgang mit dem Verbrenner-Aus. Özdemir hat mit seiner Ehefrau zwei Kinder, 2023 gab das Paar seine Trennung bekannt. Inzwischen ist er mit der kanadischen Juristin Flavia Zaka (im Bild) liiert. © Jens Kalaene/dpa
Manuel Hagel
Die CDU schickt Manuel Hagel ins Rennen. Kretschmanns Erbe werde bei den Christdemokraten in guten Händen sein, sagte Hagel schon vor langer Zeit. Es gehe um „Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft“, sagt Hagel gerne und tourt im Wahlkampf unermüdlich von einem Mittelständler zum nächsten.  © Bernd Weißbrod/dpa
Wahlkampagne der CDU für die Landtagswahl
Die CDU inszeniert ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Baden-Württemberg als Kumpel von nebenan. „Ein Kandidat aus der Mitte des Landes. The Normal One“, sagte beispielsweise der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Tobias Vogt bei der Vorstellung der Kampagne in Stuttgart. Die Wahlplakate konzentrieren sich vor allem auf den CDU-Landes- und Fraktionschef. Im Gegensatz zum grünen Koalitionspartner finden sich auf allen CDU-Plakaten zudem der Name der Partei in schwarzen Buchstaben und das Logo.  © Bernd Weißbrod/dpa
CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel bekommt „Goldene Narrenschelle“
Mitten im Wahlkampf durfte sich Hagel über die „Goldene Narrenschelle“ der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) freuen. Die Auszeichnung hatten in den Jahren zuvor auch Winfried Kretschmann (Grüne), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir bekommen. Hagel ist seit Kindesbeinen als Narr der Narrenzunft Spritzenmuck in seiner Heimatstadt Ehingen aktiv. © Philipp von Ditfurth/dpa
63. Landespresseball Baden-Württemberg 2025
Der gläubige Katholik will für einen modernen Konservatismus stehen. Der Vater von drei Kindern (hier im Bild mit seiner Ehefrau Franziska) machte eine Ausbildung zum Bankkaufmann, arbeitete sich dann zum Sparkassendirektor in seiner Heimat hoch. Seit 2016 sitzt Hagel im Landtag. Er hat seitdem eine steile politische Karriere hingelegt: CDU-Generalsekretär, Fraktionschef, Landesvorsitzender. Die CDU soll „politische Heimat der Fleißigen“ sein, sagt Hagel.  © Bernd Weißbrod/dpa
Landesparteitag SPD Baden-Württemberg
Bereits zum zweiten Mal führt Landes- und Fraktionschef Andreas Stoch die SPD in die Landtagswahl. Der 56 Jahre alte Rechtsanwalt (hier rechts neben Vizekanzler Lars Klingbeil) stammt aus Heidenheim und war in der grün-roten Koalition von 2013 bis 2016 Kultusminister von Baden-Württemberg. Seit 2016 führt der Vater von vier Kindern die SPD-Landtagsfraktion, zwei Jahre später wählten ihn die Genossen auch zum Landesvorsitzenden.  © Stefan Puchner/dpa
Andreas Stoch, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg, spricht im Magirus Werk.
Der ehemalige Kultusminister macht keinen Hehl daraus, dass er seine Partei nach zehn Jahren Opposition wieder in die Regierung führen möchte. Das wäre etwa in einer Koalition aus CDU, SPD und FDP möglich, die aber nach derzeitigen Umfragen eher keine Mehrheit hätte. © Bernd Weißbrod/dpa
Markus Frohnmaier
Für die AfD tritt Markus Frohnmaier an. Geboren in Rumänien, wurde er als Säugling von einem schwäbischen Ehepaar aus dem Kinderheim adoptiert. Von der Hauptschule über ein abgebrochenes Jurastudium arbeitete sich Frohnmaier zu einem der einflussreichsten Vertreter der AfD hoch. Frohnmaier ist Mitbegründer der mittlerweile aufgelösten AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative.  © Fabian Sommer/dpa
Gala New York Young Republican Club
Seit 2017 sitzt Frohnmaier für die AfD im Bundestag. Er gilt als enger Vertrauter von Parteichefin Alice Weidel. Frohnmaier pflegt gute Kontakte nach Russland – und zu Donald Trumps MAGA-Republikanern in den USA. Im Dezember 2025 war er auf der Gala des „New York Young Republican Club“ zu Gast. „In meiner Heimat, Deutschland, hat die Machtelite den Verstand verloren“, sagte Frohmaier damals. © Anna Ringle
AfD-Landesparteitag
Einer Umfrage zufolge ist jeder Zweite in Baden-Württemberg offen für eine Zusammenarbeit anderer Parteien mit der AfD. Die Hälfte der Befragten sprach sich in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur für verschiedene Formen der Zusammenarbeit mit der AfD aus. Allerdings stehen alle relevanten Parteien im Südwesten zur Brandmauer gegenüber der AfD, die vom Landesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft wird. Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben sie im Vorfeld der Wahl ausgeschlossen.  © Bernd Weißbrod/dpa
Hans-Ulrich Rülke
Während die AfD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg starke Gewinne erzielen dürfte, kämpft die FDP im Südwesten ums politische Überleben. FDP-Landeschef und Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke (im Bild) spricht diesmal von der „Mutter aller Wahlen“. Sein Argument ist leicht nachzuvollziehen: Wenn seine Liberalen im historisch bedeutsamen Stammland aus dem Parlament flögen, so Rülke, dann schafften sie es nirgendwo mehr. © Bernd Weißbrod/dpa
Dreikönigstreffen der FDP
Tatsächlich gehört die FDP dem Landtag in Stuttgart seit Gründung des Landes 1952 ununterbrochen an. Damit das so bleibt, ziehen Partei und Spitzenkandidat mit rigorosen Vorschlägen in den Wahlkampf. So wirbt Rülke für einen radikalen Umbau der Verwaltung und die Abschaffung von zwei Verwaltungsebenen: die Regionalpräsidien und Regionalverbände. Die Liberalen werben zudem für das mehrgliedrige Schulsystem und den Erhalt der Werkrealschulen.  © Bernd Weißbrod/dpa
Dreikönigstreffen der FDP
Beim traditionellen Dreikönigstreffen fiel Rülke dadurch auf, dass er sich mit einem Plüschtier über Cem Özdemir lustig machte. Dieser schmücke sich aus seiner Sicht mit „fremden Federn“, sagte Rülke. So nehme der Grünen-Politiker Positionen anderer Parteien ein – teils entgegen denen seiner eigenen Partei. Rülke verglich Özdemir dabei mit einer Krähe aus einer Fabel des Dichters Äsop. In der Fabel würden der Krähe schließlich die falschen Federn wieder vom Leib gerissen. „Es bleibt der gleiche hässliche Vogel“, so Rülke. Die Krähe werde „nicht Königin, weder bei Äsop noch in Baden-Württemberg“. © Bernd Weißbrod/dpa
Dreikönigstreffen der FDP
Unterdessen ist FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner vor der Wahl eine riskante Wette eingegangen. „Ich rasiere mir eine Glatze, wenn wir den Einzug in den Landtag verpassen. Alles weg. Radikal“, sagte sie der „Schwäbischen Zeitung“. Doch sie gab sich optimistisch: „Sie erleben mich am Wahlabend strahlend und mit voller Haarpracht“, lautete ihre Prognose.  © Bernd Weißbrod/dpa
Linke wählt Landesliste für Landtagswahl 2026
Sie könnte ihre Partei zum ersten Mal überhaupt in den Landtag führen: Kim Sophie Bohnen steht auf Platz eins der Landesliste der Linken. Die Heidelbergerin ist gelernte Bankkauffrau – und wählte den Weg in die Politik nach eigenen Worten nach einem Schlüsselerlebnis mit einer weinenden Rentnerin am Bankschalter, die nicht wusste, wie sie den nächsten Einkauf zahlen soll.  © Marijan Murat/dpa
Landesparteitag Die Linke Baden-Württemberg
Ihr Schwerpunktthema sind die hohen Mieten. Bohnen sitzt seit 2023 im Landesvorstand der Linken in Baden-Württemberg und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Linken-Fraktion im Bundestag. Im Bild zu sehen ist das Spitzentrio zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026: Mersedeh Ghazaei, Kim Sophie Bohnen und Amelie Vollmer (von links). © Bernd Weißbrod/dpa
Vorstellung des Wahl-O-Mat zur Landtagswahl
Der Wahl-O-Mat der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hilft den Wahlberechtigten bei ihrer Entscheidung. Ob diesmal besonders viele 16- und 17-Jährige dieses Instrument nutzen werden? Immerhin wurde das Wahlalter von 18 auf 16 Jahre gesenkt. Noch bedeutsamer: Es gibt jetzt zwei Stimmen, ähnlich wie bei der Bundestagswahl. Mit der Erststimme wird ein Wahlkreiskandidat oder eine Wahlkreiskandidatin direkt gewählt. Mit der Zweitstimme wird eine Partei gewählt. Diese stellt dafür eine Landesliste auf, über die Kandidatinnen und Kandidaten in den Landtag einziehen können.  © Marijan Murat/dpa
Jahresveranstaltung Strategiedialog Automobilwirtschaft
Die Wirtschaftskrise verleiht der Wahl zusätzliche Brisanz. Baden-Württemberg ist ein industrielles Herz Deutschlands – und besonders abhängig von der Autoindustrie. Das weiß auch Winfried Kretschmann, der sich im November 2025 von Ola Källenius (Vorstandsvorsitzender Mercedes-Benz Group, rechts) ein Fahrzeug erklären ließ. Der tiefgreifende Strukturwandel schlägt im Land unbarmherziger zu als in anderen Gegenden. Tausende Arbeitsplätze stehen zur Disposition, ganze Regionen blicken mit Sorge auf die Zukunft. Im Wahlkampf geht es um Standortfragen, Jobrettung und Bürokratieabbau.  © Bernd Weißbrod/dpa
Treffen von Özdemir und Palmer in Solarthermie-Park Tübingen
Noch eine Frage treibt die Menschen in Baden-Württemberg um: Bekommt Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (links) nach der Wahl ein Amt in Stuttgart? Darüber will Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir (rechts) erst nach einem möglichen Wahlsieg entscheiden. „Das Fell des Bären wird nicht vor der Wahl verteilt“, antwortete er Ende Januar am Rande eines gemeinsamen Wahlkampfauftritts mit Palmer in Tübingen auf die Frage, ob er sich Palmer in seinem Kabinett wünschen würde. © Bernd Weißbrod/dpa
Treffen von Özdemir und Palmer in Solarthermie-Park Tübingen
Palmer selbst äußerte sich zurückhaltend zur Frage nach einem Wechsel nach Stuttgart. „Das Gerücht, dass ich jetzt auch im Winter bei offenem Fenster schlafe, um den Ruf aus Stuttgart nicht zu überhören, ist nachweislich falsch“, sagte der parteilose Oberbürgermeister von Tübingen, der früher Mitglied der Grünen war. Hintergrund der Diskussion ist eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur, wonach sich mehr als ein Drittel der Menschen im Südwesten wünscht, dass Palmer nach der Landtagswahl eine Rolle auf Landesebene spielt. 39 Prozent gaben an, Palmer solle nach der Wahl ein Amt in der Landespolitik bekommen.  © Bernd Weißbrod/dpa

Das Ergebnis von Hagel bei den Erststimmen übertraf den Anteil der Zweitstimmen für die CDU in diesem Wahlkreis erheblich. Ehingen, der Geburtsort von Hagel, befindet sich an der Donau, südöstlich von Stuttgart.

Update, 21:02 Uhr: Neue Hochrechnung zur BW-Wahl: Bei der Hochrechnung des ZDF von der Forschungsgruppe Wahlen kommen die Grünen auf 30,3 Prozent – dicht gefolgt von der CDU mit 29,7 Prozent. Nur 0,6 Prozentpunkte trennen die Parteien.

ZDF-Hochrechnung Forschungsgruppe Wahlen (21:00 Uhr)Prozent
Grüne30,3
CDU29,7
AfD18,8
SPD5,5
FDP4,4
Linke4,4
Andere 6,9

Ministerpräsident Kretschmann lobt möglichen Nachfolger Özdemir nach BW-Wahl

Update, 20:51 Uhr: Sollte das Ergebnis der BW-Wahl knapp ausfallen, könnte sich die Bekanntgabe des vorläufigen Ergebnisses verzögern. Winfried Kretschmann zeigte sich derweil erfreut über seinen möglichen Nachfolger Cem Özdemir. Im Interview mit dem Fernsehsender phoenix äußerte der derzeitige Ministerpräsident von Baden-Württemberg: „Wenn man eine Persönlichkeit hat als Nachfolger, die die Verlässlichkeit, die Erfahrung, die Weitsicht ausstrahlt und die Erfahrung hat, dann kann man wirklich guten Gewissens und ganz ruhig gehen und weiß, die Sachen sind in guten Händen.“

Update, 20:21 Uhr: Nach dem voraussichtlichen Scheitern der FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat Landeschef und Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke seinen Rücktritt vom Landesvorsitz angekündigt. Bei einem Ausscheiden aus dem Landtag werde er die Position des Landesvorsitzenden niederlegen, erklärte der 64-Jährige im SWR. „Selbstverständlich trage ich persönlich die Verantwortung für diese Wahlniederlage.“

Die FDP kommt nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF auf 4,4 Prozent und würde damit aus dem Landtag fliegen. Baden-Württemberg gilt als Stammland der FDP. Hier sind die Liberalen noch nie bei einer Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Für die Partei sei es ein trauriger Abend, sagte Rülke, der auch Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Landtag ist. „Nach 75 Jahren endet eine Tradition.“ Es sei natürlich auch ein Rückschlag für die Bundespartei. „Wir sind Opfer einer brutalen Polarisierung zwischen Grünen und CDU geworden“, erklärte Rülke.

Update, 20:03 Uhr: Noch dürfen Manuel Hagel und die CDU hoffen. In der letzten Hochrechnung der ARD von infratest dimap liegen die Grünen nur noch 0,7 Prozentpunkte mit 30,4 Prozent an erster Stelle. Die CDU ist Özdemirs Partei mit 29,7 Prozent dicht auf den Fersen.

ARD-Hochrechnung infratest dimap (19:59 Uhr)Prozent
Grüne30,4
CDU29,7
AfD18,6
SPD5,6
FDP4,4
Linke4,3
Andere 7

Update, 19:31 Uhr: Die jüngste Hochrechnung des ZDF, erstellt von der Forschungsgruppe Wahlen um 19:23 Uhr, weist auf ein vergleichbares Ergebnis hin. Die Grünen erreichen 31,4 Prozent, während die CDU mit 29,9 Prozent folgt. An dritter Stelle befindet sich die AfD mit 18,1 Prozent. Der SPD gelingt es nach derzeitigem Stand mit 5,4 Prozent knapp, in den Landtag einzuziehen. Sowohl die Linke als auch die FDP scheitern bei der BW-Wahl aktuell noch an der Fünf-Prozent-Hürde, da beide jeweils 4,4 Prozent erzielen.

Update, 19:18 Uhr: Den Abend der Wahl in Baden-Württemberg empfand SPD-Chefin Bärbel Bas als „sehr bitter“. In einem Interview mit der ARD äußerte die SPD-Co-Vorsitzende, dass man „mit den Themen, insbesondere der Arbeitsplatzsicherheit, nicht wirklich durchgedrungen“ sei.

Der Wahlkampf sei ein Duell zwischen den Spitzenkandidaten der Grünen und der CDU, Cem Özdemir und Manuel Hagel, gewesen. Die SPD habe sich bemüht, sich klar an die Seite derjenigen zu stellen, die um ihre Arbeitsplätze fürchten, sei jedoch nicht ausreichend durchgedrungen. In zwei Wochen werde es auch in Rheinland-Pfalz zu einem politischen Zweikampf kommen, erklärte Bas. Dort kämpft SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer um die Bestätigung durch die Wählerinnen und Wähler. Auf Nachfrage betonte Bas, dass die SPD weiterhin den Anspruch habe, eine Volkspartei zu sein. „Wir wollen für die Gesamtbevölkerung da sein.“

Update, 19:03 Uhr: Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen, äußerte sich in einer ersten Reaktion erfreut über den Erfolg bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Dennoch blieb er angesichts der Hochrechnungen, die auf einen Wahlsieg hindeuteten, zunächst vorsichtig. Vor seinen jubelnden Anhängerinnen und Anhängern erklärte er am Sonntagabend: „Es ist noch zu früh, um final etwas zu sagen“. Er fügte hinzu: „Was wir aber schon wissen, darüber kann man sich freuen.“

Özdemir lobte das starke Abschneiden der Grünen als eine „fulminante Aufholjagd“. Er bedankte sich bei allen, die „sich eingebracht haben“ und zum Erfolg beigetragen haben. Unabhängig vom endgültigen Ausgang der Wahl betonte er, dass das Versprechen gelte: „Dass es ums Landeswohl gehen soll, nicht ums Parteiinteresse“. Er stellte klar, dass er „nichts zurückzunehmen“ habe, da „wir viele Erwartungen geweckt haben bei den Menschen in Baden-Württemberg“.

Nach ersten Hochrechnungen zur BW-Wahl: Hagel äußert sich deutlich

Update, 18:49 Uhr: Manuel Hagel, der Spitzenkandidat der CDU, hat die Verantwortung für das Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl übernommen. Er erklärte am Sonntag in Stuttgart, dass er „für alle Entscheidungen, die wir getroffen haben, und ja, für dieses Ergebnis die Verantwortung“ trage.

Für Hagel sei das Motto des ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten Erwin Teufel maßgeblich: „Zuerst das Land, dann die Partei und dann die Person.“ In den Hochrechnungen von ARD und ZDF liegt die CDU hinter den Grünen. Hagel rief dazu auf, weitere Resultate abzuwarten, da „es kann ein langer Abend werden.“ Als Spitzenkandidat der CDU hatte er das Ziel, das einstige Stammland der CDU von den Grünen zurückzugewinnen.

Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen, wird von seiner Frau Flavia Zaka geküsst. Große Freude bei den Grünen nach den ersten Hochrechnungen.

Update, 18:40 Uhr: Nach der Niederlage der SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat Andreas Stoch seinen Rücktritt als Landes- und Fraktionsvorsitzender angekündigt. Dies teilte SPD-Generalsekretär Sascha Binder der Deutschen Presse-Agentur mit. Mit einem Ergebnis von 5,4 Prozent laut ZDF-Hochrechnung müssen die Sozialdemokraten um ihren Einzug in das Landesparlament fürchten.

Update, 18:32 Uhr: Die Hochrechnung des ZDF von der Forschungsgruppe Wahlen fällt ähnlich aus: Hier führen die Grünen mit 31,7 Prozent, gefolgt von der CDU mit 30,3 Prozent. Die SPD ist bei der ZDF-Hochrechnung knapp im Landtag mit 5,4 Prozent. FDP und Linke würden nach der aktuellen Hochrechnung das Landesparlament mit jeweils 4,5 Prozent verpassen. Die AfD kommt als drittstärkste Kraft vorerst auf 17,9 Prozent.

Erste Hochrechnung der ARD: Vorsprung der Grünen schmilzt

Update, 18:27 Uhr: Laut der ersten Hochrechnung der ARD von Infratest dimap kommen die Grünen auf 31,8 Prozent, gefolgt von der CDU mit 29,3 Prozent.

ARD-Hochrechnung von Infratest dimapProzent
Grüne31,8
CDU29,3
AfD17,6
SPD5,5
FDP4,5
Linke4,5
Andere 6,8

Update, 18:22 Uhr: CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sieht nach der Prognose den Ausgang des Wahlabends in Baden-Württemberg noch offen. „Natürlich hoffen wir noch“, sagte Linnemann am Sonntagabend in der ARD. Der Abend bleibe „noch spannend“. Die CDU Baden-Württemberg habe „klar zugelegt“ und eine „gute Schlussoffensive hingelegt. Linnemann räumte aber, ein es müsse nun „schon ein kleines Wunder geschehen“, damit die CDU noch gewinne.

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) sah „ein knappes Rennen“. Er empfahl, zunächst abzuwarten, es könne im Laufe des Abends „noch sehr viel passieren“. Auch Spahn betone aber, dass die CDU im Vergleich zur letzten Wahl „deutlich zugelegt“ habe.

Doch knappes Rennen zwischen CDU und Grüne? ZDF-Prognose zeigt kleineren Rückstand für CDU

Update, 18:16 Uhr: Die ZDF-Zahlen zeigen ein knapperes Rennen zwischen Grünen und CDU. Hier liegen die Grünen mit 31,5 Prozent nur einen Prozentpunkt vor der CDU mit 30,5 Prozent. Ein klareres Ergebnis werden die kommenden Hochrechnungen zeigen.

Update, 18:00 Uhr: Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg liefern sich Grüne und CDU ein enges Rennen um Platz eins. Nach den Prognosen von ARD und ZDF liegen die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir knapp vor der CDU von Landeschef Manuel Hagel.

Die AfD verdoppelt ihr Ergebnis und landet auf Platz drei. Die SPD stürzt auf ein historisches Tief bei Landtagswahlen bundesweit. FDP und Linke scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde. Den Prognosen zufolge kommen die Grünen auf 31,5 bis 32 Prozent (2021: 32,6 Prozent), die CDU liegt mit 29,0 bis 30,5 Prozent knapp dahinter (24,1). Die AfD erhält 17,5 bis 18 Prozent (9,7). Mit großem Abstand folgt die SPD mit 5,5 Prozent (11,0). Die FDP kommt auf 4,5 Prozent (10,5), die Linke ebenfalls auf 4,5 Prozent (3,6).

ARD-Prognose von Infratest dimapProzent
Grüne32
CDU29
AfD17,5
SPD5,5
FDP4,5
Linke4,5

Erste Prognose um 18:00 Uhr – Hochrechnungen folgen danach

Update, 17:30 Uhr: Bereits um 18:00 Uhr wird eine erste Prognose zur BW-Wahl 2026 veröffentlicht. Diese stützt sich nicht auf ausgezählte Stimmen, sondern auf Befragungen von Wählerinnen und Wählern direkt nach der Stimmabgabe. Mit dieser Prognose lässt sich bereits eine ungefähre Verteilung der Stimmen erahnen. Im Anschluss an die Prognose folgen die ersten Hochrechnungen, die auf den bereits ausgezählten Stimmen basieren.

Die Genauigkeit der Hochrechnungen nimmt mit der Anzahl der ausgezählten Stimmen zu. In der Regel wird das vorläufige Wahlergebnis noch in der Nacht der Wahl bekannt gegeben.

Update, 16:38 Uhr: In Baden-Württemberg können bei der Landtagswahl erstmals auch Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren wählen. Das Statistische Landesamt berichtet, dass insgesamt etwa 7,7 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen sind, was einen neuen Rekord darstellt. Welche Konsequenzen die Stimmen der jungen Wähler auf das Wahlergebnis haben könnten, bleibt unklar.

BW-Wahl 2026 mit Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Grünen und CDU

Update, 15:44 Uhr: Die hohe Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg könnte durch die knappen Umfrageergebnisse beeinflusst worden sein. Kurz vor der Wahl zeigten die letzten Umfragen ein enges Rennen zwischen den Grünen unter der Führung von Cem Özdemir und der CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel.

Zu Beginn des Wahlkampfes hatte Hagel in den Umfragen noch einen klaren Vorsprung. In den letzten Wochen vor der Wahl konnte Özdemir jedoch deutlich aufholen. Sollte Hagel am Ende nicht erfolgreich sein, könnte dies auch die Position von Kanzler Friedrich Merz (CDU) schwächen. Merz reiste eigens zum Wahlkampfabschluss nach Ravensburg und betonte dort, dass die Landtagswahl nicht nur in Baden-Württemberg oder Deutschland, sondern in der gesamten EU große Beachtung finde.

Erstes Ergebnis bei der LW in BW: Wahlbeteiligung um 14 Uhr bei über 40 Prozent

Update, 15:10 Uhr: Die Wahlbeteiligung in den Wahllokalen betrug um 14 Uhr 41,34 Prozent, wie die Landeswahlleiterin Cornelia Nesch mitteilte. Dies stellt einen deutlichen Anstieg im Vergleich zur Landtagswahl 2021 dar. Zu diesem Zeitpunkt lag die Beteiligung damals bei 30,57 Prozent. Die Stimmen der Briefwähler sind in dieser Zahl noch nicht enthalten.

Möglicherweise liegt der Unterschied an der Coronapandemie. Viele Wählerinnen und Wähler nutzten damals die Möglichkeit der Briefwahl.

Update, 14:23 Uhr: Gemeinsam mit seiner Frau Franziska hat CDU-Landeschef Manuel Hagel seinen Stimmzettel im Wahllokal in Ehingen im Alb-Donau-Kreis eingeworfen. Die Prognosen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. Beide großen Kontrahenten – CDU und Grüne – kamen in einer aktuellen Umfrage für das ZDF-„Politbarometer“ auf jeweils 28 Prozent. Damit haben die Grünen den lange klaren Vorsprung der CDU vollständig aufgeholt.

Landtagswahl BW 2026: AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier bei der Stimmabgabe in Weil der Stadt

Vor Landtagswahlen 2026: Wagenknecht wirbt für Zusammenarbeit mit AfD

Update, 14:01 Uhr: Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg heute dürfte das BWS laut Prognosen klar an der Fünfprozenthürde scheitern. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat indes für mehr Zusammenarbeit mit der AfD sowie eine Regierungsbeteiligung der Rechtsextremen geworben. „Ächtung und Ausgrenzung fördern Radikalisierung, Regierungsaussichten fördern Anpassung“, schreibt Wagenknecht in einem Gastbeitrag für die Ostdeutsche Allgemeine. Die sogenannte Brandmauer sei „ein demokratischer Irrweg“, der nur der AfD helfe.

Update, 13:31 Uhr: Baden-Württemberg wählt – und die ersten Prognosen des Abends könnten Signalwirkung für ganz Deutschland entfalten. Die BW-Wahl ist die erste von fünf Abstimmungen in einem dichten Superwahljahr 2026, die Strategen aller Berliner Parteizentralen schauen genau hin. Während die FDP bundespolitisch weiter an Bedeutung verlieren könnte, rechnen Beobachter mit Zugewinnen für Linke und AfD. Nicht ausgeschlossen ist, dass am Ende des Jahres erstmals ein AfD-Politiker an die Spitze einer Landesregierung rückt.

Rubriklistenbild: © THOMAS KIENZLE / AFP; SILAS STEIN / AFP Montage: IPPEN.MEDIA

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