VonJekaterina Jaluninaschließen
Ende November werden Bohrlöcher an der Pipeline entdeckt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen verfassungsfeindlicher Sabotage.
Brunsbüttel – Die Sabotage der Gaspipeline von Brunsbüttel nach Hetlingen soll einem Bericht zufolge einen Millionenschaden verursacht haben. Demnach soll nach einer vorläufigen Schätzung ein Schaden von mindestens 1,6 Millionen Euro entstanden sein. Das berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.
LNG-Pipeline: Gebohrte Löcher verursachen mindestens 1,6 Millionen Euro Schaden
Die Schäden sollen außerdem schwerwiegender sein als bisher bekannt. Laut Spiegel gibt es mindestens 8 Stellen an der 55 Kilometer langen Pipeline. Dort wurden zehn Millimeter große Löcher gebohrt. Die Löcher sollen sich demnach im vierten Abschnitt der Trasse befinden und sich über eine Distanz von mehr als einem Kilometer erstrecken. Bisher war von mindestens drei Löchern die Rede gewesen. Die Löcher wurden Ende November bei elektronischen Überprüfungen entdeckt.
Die LNG-Pipeline sollte eigentlich bis Ende des vergangenen Jahres in Betrieb genommen werden. Die Pipeline sollte eigentlich neue Flüssiggasterminal bei Brunsbüttel mit dem deutschen Energienetz verbinden.
Verfassungsfeindliche Sabotage – Ermittlungen nach den Tätern laufen
Aufgrund der mutmaßlich absichtlichen Beschädigung der Trasse, die als „Kritische Infrastruktur“ in der deutschen Energieversorgung gilt, hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage eingeleitet. Das laufende Verfahren richtet sich bisher gegen Unbekannt. Diese Art der Ermittlung tritt ein, wenn eine Infrastruktur, wie zum Beispiel Telekommunikationsanlagen oder Einrichtungen der Energieversorgung, absichtlich beschädigt wird.
Nach Ermittlungen des schleswig-holsteinischen Landeskriminalamts wurde dem Spiegel-Bericht zufolge bei der Tat höchstwahrscheinlich eine professionelle Ausrüstung eingesetzt, darunter auch kleinkalibrige Spezialbohrer. (jek)
Rubriklistenbild: © Marcus Brandt/dpa

