Wasserstand steigt

London: Lage in überfluteten Ortschaften der Ukraine könnte sich verschlechtern

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Sunak spricht von dem größten Angriff auf die ukrainische Infrastruktur seit Kriegsbeginn. Ob Russland schuldig sei, stehe noch offen

Nach Einschätzung britischer Geheimdienste könnte die Zerstörung des Kachowka-Staudamms im Süden der Ukraine weitere Folgen nach sich ziehen.

London - «Die Struktur des Damms wird sich in den nächsten Tagen voraussichtlich weiter verschlechtern, was zu weiteren Überschwemmungen führen wird», teilte das britische Verteidigungsministerium in London am Mittwoch mit. Auf Fotos und Videos hat es den Anschein, dass ein Teil der Staumauer noch steht. Weitere Angaben machte die Behörde nicht, auch nicht dazu, wer für die Zerstörung verantwortlich sein könnte. In den überfluteten Ortschaften stieg auch am Mittwoch weiter das Wasser.

Der britische Premierminister Rishi Sunak sagte auf einer Reise in die US-amerikanische Stadt Washington, britische Geheimdienste würden die Beweise zur Zerstörung noch prüfen. Derzeit sei es zu früh, um ein endgültiges Urteil über die Ursachen des Dammbruchs zu fällen. Sollte Russland verantwortlich sein, würde dies «den größten Angriff auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine seit Kriegsbeginn» darstellen und ein «neues Tief» der russischen Aggression, sagte Sunak. (dpa)

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