In Lützerath haben Einsatzkräfte der Polizei begonnen, den Ort zu umstellen. Aktivisten und Polizisten stehen sich am Rande des besetzten Braunkohleorts mittlerweile direkt gegenüber.
Erkelenz - Zu direkten Konfrontationen kam es am Mittwochmorgen aber zunächst nicht. Ein Aktivist appelliert an die Beamten, den Einsatz abzubrechen. «Dieser Einsatz kann ja wohl nicht der Grund gewesen sein, dass Sie Polizist geworden sind.»
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen sprach davon, dass an diesem Mittwoch die «heiße Phase des Polizeieinsatzes zur Räumung» beginne. Die Rechtslage sei eindeutig, dass Lützerath für die Kohlegewinnung abgebaggert werden dürfe. «Wenn wir Entscheidungen unserer Gerichte nicht mehr akzeptieren, ist unser Rechtsstaat am Ende», sagte der GdP-Landesvorsitzende Michael Mertens. «Alle friedlichen Klimaschützer sind aufgefordert, sich von Gewalttätern zu distanzieren und diese zu isolieren!»
Polizei rückt vor
Hunderte Polizisten haben sich am Mittwoch am Braunkohleort Lützerath in Bewegung gesetzt und sind in den von Aktivisten besetzten Ort vorgedrungen. Es kam zu ersten Rangeleien, wie dpa-Reporter berichteten. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass Einsatzkräfte den Ort komplett umstellen wollen. (dpa)