Spanien stellt der Ukraine zunächst sechs Leopard-Panzer des älteren Typs 2A4 zur Verfügung.
Madrid - Das sagte Verteidigungsministerin Margarita Robles am Mittwoch im Parlament in Madrid. «Falls es notwendig werden sollte», könne ihr Land auch noch mehr Panzer dieses Typs liefern. Es handele sich um Fahrzeuge, die seit 2012 eingemottet seien und erst generalüberholt werden müssten. Spanien verfügt über insgesamt 347 Leopard-Panzer. Davon gehören 108 zur älteren Variante 2A4 und 239 zum neueren Typ 2A6, der in Spanien 2E heißt.
Von diesen neueren, kampfstärkeren Panzern will Spanien aber bisher keine an die Ukraine abgeben. Sie würden für die eigene Landesverteidigung gebraucht, sagte Robles.
Bisher haben nur Deutschland 14 und Portugal 3 Leopard 2A6 zugesagt. Für das komplette ukrainische Panzerbataillon aus 31 Fahrzeugen dieses neueren Typs, für das Deutschland die Federführung übernommen hat, fehlen noch 14 Panzer.
Vergangene Woche waren 55 Ukrainer in Spanien eingetroffen, um im Schnellverfahren als Besatzungsmitglieder und Techniker an Leopard-Kampfpanzern ausgebildet zu werden. Ein Leopard hat vier Besatzungsmitglieder. Spanien gehört zu den Nato-Ländern, die sich grundsätzlich bereiterklärt haben, der Ukraine Leopard zur Verfügung zu stellen.
Östliche Nato-Staaten wollen Ukraine weiter unterstützen
Warschau - Die östlichen Nato-Staaten haben bei einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden in Warschau die Unterstützung ihrer eigenen kollektiven Sicherheit wie die der Ukraine bekräftigt. Die Aggression Russlands gegen die Ukraine habe die Geschichte dieses Teils Europas verändert, sagte der polnische Präsident Andrzej Duda zu Beginn des Treffens am Mittwoch.
Vor einem Jahr habe Russland versucht, die europäische und transatlantische Sicherheit zu zerstören, sagte der rumänische Staatschef Klaus Johannis. «Wir müssen fest stehen und unsere Verpflichtungen einhalten, die Ukraine zu unterstützen, solange es braucht, um diesen Krieg zu gewinnen.» Genauso befürworte man eine europäische und transatlantische Perspektive der Ukraine.
«Dieses Jahr hat uns stärker gemacht und geeint», sagte Präsidentin Zuzana Caputova aus der Slowakei. Dem 2015 gegründeten «Bukarest 9»-Format gehören Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, die Slowakei sowie die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen an. Als Nicht-Mitglied war die Republik Moldau vertreten. (dpa)