Weltraumpläne der CSU

Söder will Mondkontrollzentrum in Bayern – Pläne werden konkret

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Von München auf den Mond: Ein bayerisches Kontrollzentrum scheint wahrscheinlich. Die Esa will von dort aus ihre Mondmissionen überwachen.

München – Wünsche werden wahr: Am heutigen Mittwoch (13. März) trifft sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit Vertretern der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Grund für die Zusammenkunft ist die Unterzeichnung einer Absichtserklärung, die den Bau eines Kontrollzentrums für Mondmissionen in der Nähe von München vorsieht.

Markus Söder möchte zum Mond

Mondkontrollzentrum in Bayern soll Teil des DLR in Oberpfaffenhofen werden

Schon vor anderthalb Jahren sagte Söder: „Das Mondkontrollzentrum wollen wir unbedingt haben“, nun scheint dieser Traum zum Greifen nah. Bei dem Zentrum handelt es sich um eine Station auf der Erde, von der aus Mondmissionen beobachtet werden können. Sie soll an die bestehende Infrastruktur des DLR in Oberpfaffenhofen angegliedert werden. Dort steht bereits ein Kontrollzentrum der internationalen Raumstation ISS.

Mit dem Artemis-Programm möchte die US-amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa bald wieder Menschen zum Mond schicken. Dafür hat sie sich internationale Partner gesucht, darunter die Esa. Die hofft nun darauf, dass erstmals auch ein europäischer Astronaut auf den Mond fliegen kann. Die letzte menschliche Mondlandung liegt über 50 Jahre zurück.

Bayerns Ministerpräsidenten seit 1945

Bundeskanzler Konrad Adenauer (mit Zylinder, CDU), Bundesratspräsident Karl Arnold (l, CDU) und Fritz Schäffer (r, CSU) bei der feierlichen Eröffnungssitzung des Deutschen Bundestages am 07.09.1949 in Bonn.
28. Mai 1945 – 28. September 1945: Fritz Schäffer (r, CSU) mit Konrad Adenauer (mit Zylinder, CDU), Bundesratspräsident Karl Arnold (l, CDU) bei der feierlichen Eröffnungssitzung des Deutschen Bundestages am 07.09.1949 in Bonn. © dpa
28. September 1945 – 21. Dezember 1946: Wilhelm Hoegner (SPD), ernannt durch die USA.
28. September 1945 – 21. Dezember 1946 (erste Amtszeit): Wilhelm Hoegner (SPD), ernannt durch die USA. © IMAGO/Rolf Poss
21. Dezember 1946 –
 14. Dezember 1954: Hans Ehard (CSU) mit Ehefrau Sieglinde.
21. Dezember 1946 – 14. Dezember 1954: Hans Ehard (CSU) mit Ehefrau Sieglinde. © IMAGO
14. Dezember 1954 – 16. Oktober 1957 (zweite Amtszeit): Wilhelm Hoenger (SPD) trat nach Verlust der Mehrheit im Landtag zurück.
14. Dezember 1954 – 16. Oktober 1957 (zweite Amtszeit): Wilhelm Hoenger (SPD) trat nach Verlust der Mehrheit im Landtag zurück. © IMAGO
16. Oktober 1957 – 26. Januar 1960: Hanns Seidel (CSU) überreicht General Lauris Norstad den Bayerischen Lowen.
16. Oktober 1957 – 26. Januar 1960: Hanns Seidel (CSU) überreicht General Lauris Norstad den Bayerischen Lowen. © IMAGO
26. Januar 1960 – 11. Dezember 1962 (zweite Amtszeit): Hans Erhard (CSU).
26. Januar 1960 – 11. Dezember 1962 (zweite Amtszeit): Hans Erhard (CSU). © IMAGO
11. Dezember 1962 – 7. November 1978: Ministerpräsident Alfons Goppel und Parteivorsitzender Franz Josef Strauß (beide CSU).
11. Dezember 1962 – 7. November 1978: Ministerpräsident Alfons Goppel, der aus Altersgründen zurücktrat, und Parteivorsitzender Franz Josef Strauß (beide CSU). © IMAGO
7. November 1978 – 3. Oktober 1988: Franz Josef Strauß (CSU) mit Münchens ehemaligem Oberbürgermeister Erich Kiesl.
7. November 1978 – 3. Oktober 1988: Franz Josef Strauß (CSU) mit Münchens ehemaligem Oberbürgermeister Erich Kiesl. © Heinz Gebhardt/IMAGO
3. Oktober 1988 – 19. Oktober 1988: Max Streibl (CSU) führte das Amt erst kommissarisch und trat dann in seiner offiziellen Amtszeit (19. Oktober 1988 – 28. Mai 1993) wegen der „Amigo-Affäre“ zurück.
3. Oktober 1988 – 19. Oktober 1988: Max Streibl (CSU) führte das Amt erst kommissarisch und trat dann in seiner offiziellen Amtszeit (19. Oktober 1988 – 28. Mai 1993) wegen der „Amigo-Affäre“ zurück. © IMAGO
28. Mai 1993 – 9. Oktober 2007: Edmund Stoiber (CSU) trat nach einem innerparteilichen Machtkampf zurück.
28. Mai 1993 – 9. Oktober 2007: Edmund Stoiber (CSU) trat nach einem innerparteilichen Machtkampf zurück. © IMAGO/Astrid Schmidhuber
9. Oktober 2007 – 27. Oktober 2008: Günther Beckstein (CSU) schied aus dem Amt, als die CSU bei der Landtagswahl 2008 einen deutlichen Stimmenverlust hinnehmen musste.
9. Oktober 2007 – 27. Oktober 2008: Günther Beckstein (CSU) schied aus dem Amt, als die CSU bei der Landtagswahl 2008 einen deutlichen Stimmenverlust hinnehmen musste. © IMAGO
27. Oktober 2008 – 13. März 2018: Horst Seehofer (CSU) gab das Amt ab, als die Ernennung zum Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat anstand.
27. Oktober 2008 – 13. März 2018: Horst Seehofer (CSU) gab das Amt ab, als die Ernennung zum Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat anstand. © Sammy Minkoff/IMAGO
13. März 2018 – 16. März 2018: Ilse Aigner (CSU) übernahm das Amt der Ministerpräsidentin kommissarisch.
13. März 2018 – 16. März 2018: Ilse Aigner (CSU) übernahm das Amt der Ministerpräsidentin kommissarisch. © Charles Yunck/IMAGO
Seit 16. März 2018: Markus Söder (CSU) ist Ministerpräsident von Bayern und CSU Vorsitzender.
Seit 16. März 2018: Markus Söder (CSU) ist Ministerpräsident von Bayern und CSU Vorsitzender. © IMAGO

Esa-Astronauten wollen bald auch auf den Mars fliegen

Teil-Aufgabe der Esa ist zudem, eine neue Raumstation zu bauen, die um den Mond kreist: das Lunar Gateway. Die soll nicht nur als kosmische Forschungsstation dienen, sondern auch als eine Art „Umsteigebahnhof“. Von dort aus sollen die Astronauten weiterreisen können: zum Mond – und bald auch bis zum Mars. Dazu wird das Mondkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen benötigt.

Diesen Vorstoß ins Weltall lässt sich Markus Söder einiges kosten: Das bayerische Wirtschaftsministerium hat in den letzten sechs Jahren rund 245 Millionen Euro für Raumfahrtforschung ausgegeben, insgesamt 700 Millionen Euro wurden für das „Bavaria One“-Programm bereitgestellt. Unter die größten Profiteure fällt neben dem DLR auch die Technische Universität München, die ihren Lehrstuhl für Raumfahrttechnik ausbauen konnte. (ah)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Montage)

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