„K-Frage“ der Union

Ausgerechnet in Oberbayern: Merz liefert skurrilen Söder-Moment – „Ganz sicher nicht, nein!“

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Friedrich Merz wollte den Vorschlag von Markus Söder zur Verschiebung der „K-Frage“ der Union erst nicht kommentieren. Dann gab der CDU-Chef doch nach.

Rosenheim/Berlin – Über die Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2025 will die Union aktuell noch nicht sprechen. Dennoch wird die „K-Frage“ auch von CDU- und CSU-Politikern immer wieder thematisiert. Zuletzt preschte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder in der ARD-Sendung „Frag Selbst“ mit der Forderung vor, die Entscheidung zur Kandidatur aus dem Spätsommer in den Herbst 2024 zu verlegen. Und, passender könnte es kaum sein: Der CDU-Parteivorsitzende Friedrich Merz will die Aussagen des CSU-Chefs erst nicht kommentieren – und kommentiert sie dann doch.

„K-Frage“ der Union: Merz lehnt Kommentar zur Söder-Forderung ab – reagiert dann aber doch

Durch den Vorstoß aus Bayern ging es bei einem Besuch von Merz bei der Bundespolizei am Montag (7. August) im oberbayerischen Rosenheim erneut um die „K-Frage“ der Union. Da hatte der CDU-Chef noch jeglichen Kommentar zu den Äußerungen von Söder abgelehnt: „Ganz sicher nicht, nein“, so die klare Antwort des CDU-Parteivorsitzenden auf eine diesbezügliche Nachfrage. Nur wenige Stunden später, am frühen Dienstagmorgen, hat der 67-Jährige seine Meinung offenbar geändert: „Wir haben immer gesagt, Spätsommer. Der Spätsommer reicht bis Ende September“, sagte Merz dem Deutschlandfunk.

Söder erhofft sich von einer Verschiebung der „K-Frage“, dass die für September 2024 angesetzten Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg „gute Argumente“ für die Entscheidung auf einen Spitzenkandidaten liefern könnten. Den Ergebnissen aus Landeswahlen werden auch immer wieder Deutungsmöglichkeiten für die Bundespolitik nachgesagt, wie bei dem häufig zitierten „Rückenwind aus dem Bund“.

Friedrich Merz wünscht sich Grenzkontrollen in anderen Bundesländern – und lobt Bayern

Hauptsächlich ging es für Friedrich Merz bei seinem Besuch im oberbayerischen Rosenheim um die Arbeit der bayerischen Grenzpolizei. Für die Einsatzkräfte war der CDU-Chef voll des Lobes: Nirgends in der Bundesrepublik sei die Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei besser als in Bayern. Bis 2025 will der Freistaat die Anzahl der Grenzpolizisten von aktuell 820 auf 1.000 Einsatzkräfte erhöhen, wie der BR berichtete.

Bayern ist das einzige Bundesland, in dem es eine eigene Grenzpolizei gibt. Doch, wenn es nach dem CDU-Chef geht, sollte das nicht so bleiben: „Ich würde mir wünschen, dass die Bundesinnenministerin das auch für andere Bundesländer akzeptieren würde, also zum Beispiel für Brandenburg zu Polen und Tschechien“. Auch Markus Söder hatte kürzlich eine 10.000 Polizistinnen und Polizisten umfassende Grenzeinheit für ganz Deutschland gefordert. Bundesinnenministerin Nancy Faeser lehnt eine solche Maßnahme bislang ab, wie ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte.

Laut Merz fänden die Landtagswahlen in den Ost-Ländern auch bei der bisherigen Regelung noch vor der Klärung der Kanzlerkandidatur statt, denn: Im Grunde seien die parteiinterne Regelung zur Entscheidung in der „K-Frage“ und der Vorschlag von Markus Söder dasselbe, so der CDU-Chef: „17:30 Uhr und halb sechs sind dieselbe Uhrzeit. Und wenn der eine 17:30 Uhr sagt und der andere halb sechs, dann ist das kein Widerspruch“, stellt der Christdemokrat klar. Bereits im April 2023 hatte Merz die Einigkeit zwischen ihm und dem CSU-Chef bezüglich der Entscheidung der Kanzlerkandidatur betont.

„K-Frage“ der Union: Merz hält sich für geeigneten Kanzlerkandidaten – Wähler haben anderen Favoriten

Dabei war es Merz selbst, der die Debatte um die Kanzlerkandidatur mit seinen Äußerungen zu einem pragmatischen Umfang mit der AfD auf kommunaler Ebene neu entfacht hatte. Mehrere Namen wurden in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt ins Spiel gebracht. Bereits 2020 – vor seinem Amtsantritt als CDU-Parteivorsitzender – sagte Merz dem Deutschlandfunk: „Kanzler kann werden, wer Krise kann und wer Erfahrung in der Politik hat“. Sich selbst attestierte der heutige CDU-Chef diese Fähigkeiten. Er habe oft genug bewiesen, dass er führen und politische Verantwortung übernehmen kann.

Neben dem Thema Grenzschutz ging es bei dem Besuch von Friedrich Merz bei der Bundespolizei erneut um die „K-Frage“ der Union.

Doch auch Hendrik Wüst, seines Zeichens Ministerpräsident von NRW, können sich einige als Kanzlerkandidaten der Union vorstellen. Laut einer aktuellen Civey-Umfrage im Auftrag vom ARD-Politikmagazin Kontraste halten die Deutschen den NRW-Chef gar für den „geeignetsten Kandidaten“, um 2025 um den Platz im Berliner Kanzleramt zu konkurrieren. Eine Zusage zu möglichen Ambitionen gibt es von Wüst bislang nicht – ein Dementi ebenso wenig. Merz landete in der Umfrage auf dem letzten Rang, auch den Ministerpräsidenten Daniel Günther und Söder trauten die Befragten eher eine Kandidatur zu.

Söder schließt Kanzlerkandidatur ab – und fordert mehr Geschlossenheit in der Union

Zumindest bei Söder gibt es nun wohl Klarheit: Er wird nicht kandidieren. „Ich helfe sicherlich mit - auch aus Bayern und auch von der CSU - dass dieses Deutschland wieder in Fahrt kommt, aber nicht als Kanzler“, sagte der bayerische Landesvater im ARD-Sommerinterview. Er habe einen klaren Kompass: „Ich will, dass wir ein starkes Bayern haben. Aber ich will auch, dass wir ein sicheres und stabiles Deutschland haben“. Er habe nie gedacht, dass „unser Land [...] mal so ins Schlingern kommt“.

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz spricht während eines Wahlkampfauftritts der CSU.

Gleichzeitig rief Söder die Union zu mehr Geschlossenheit auf: „Die Deutschen sind extrem verunsichert“. Das sei auch der Grund, warum die AfD in Umfragen gut dasteht: „Weil Leute sogar in Sorge sind, dass das System nicht mehr funktionieren könnte. Und da braucht es von Unionsseite das, was die Union am besten kann: Sicherheit vermitteln - also, Stabilität und Sicherheit“. Söder stellte klar, dass er alle innerparteilichen Diskussionen falsch finde – auch wenn sie ihm zufolge „überinterpretiert“ seien.

„K-Frage“ der Union: Merz und Söder für Kanzlerkandidatenkür per Mitgliederentscheid

Klar ist: Die Christdemokraten wollen eine Wiederholung von 2021 unbedingt verhindern. Damals hatten sich die Parteichefs Armin Laschet und Markus Söder wochenlang um den Platz als Kanzlerkandidat gestritten. Das habe die Bevölkerung verunsichert, sagte Söder. Auch sein ehemaliger Konkurrent äußerte sich ähnlich: „Es ist nötig, dass die Union ein neues Verfahren entwickelt, wie sie künftig ihren Kanzlerkandidaten auswählen will. Das Verfahren, dass sich zwei Parteichefs treffen und das miteinander besprechen, ist ganz offenkundig das Falsche“, sagte Armin Laschet der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Kabinett Scholz: Nach dem Ampel-Aus kommt Rot-Grün ohne Mehrheit

Olaf Scholz spricht zur Energiepolitik.
Olaf Scholz (SPD) ist der neunte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Politisch wird er dem konservativen Flügel der Sozialdemokraten zugerechnet. Lange Zeit galt er als reiner „Scholzomat“ – ein Spitzname, den er sich wegen seiner mechanisch wirkenden Sprechblasen in seiner Zeit als Generalsekretär unter Kanzler Gerhard Schröder verdiente. Kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine kündigte er in einer Sondersitzung des deutschen Bundestages einen Wandel der deutschen Politik an: „Wir erleben eine Zeitenwende.“  © Britta Pedersen/dpa
Robert Habeck auf Deutschlandtour.
Robert Habeck ist Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz sowie Stellvertreter des Kanzlers. Vom 27. Januar 2018 bis zum 14. Februar 2022 hatte er zusammen mit Annalena Baerbock den Bundesvorsitz der Partei Bündnis 90/Die Grünen inne. Habeck ist auch als Schriftsteller tätig. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea Paluch veröffentlichte er mehrere Romane, u.a. Hauke Haiens Tod (2001). © Soeren Stache/dpa
Jörg Kukies kommt zu Beginn der Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.
Am 7. November 2024 hat Jörg Kukies das Amt des Finanzminister übernommen. Der Sozialdemokrat Kukies ist derzeit Staatssekretär im Kanzleramt und gilt als einer der wichtigsten Berater von Kanzler Scholz. Er ist sein Mann für Wirtschaft und Finanzen und verhandelt für ihn die Abschlussdokumente der G7- und G20-Gipfel.  © Michael Kappeler/dpa
Christian Lindner im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022.
Christian Lindner ist Bundesminister der Finanzen im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker ist seit dem 7. Dezember 2013 Bundesvorsitzender der Liberalen. Schon 2017 sah es lange so aus, als würde die FDP an der Regierung beteiligt sein. Doch nach vierwöchigen Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Jamaika-Koalition erklärte Lindner die Verhandlungen schließlich für gescheitert. Seine Begründung: „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren!“ © Emmanuele Contini/Imago
Nancy Faeser (SPD), alte und neue Landesvorsitzende der SPD in Hessen und Bundesinnenministerin, freut sich über ihre Wiederwahl.
Nancy Faeser führt im Kabinett Scholz als erste Frau das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Die Juristin ist seit dem 2. November 2019 Vorsitzende der SPD Hessen. Zuvor war sie 16 Jahre lang Abgeordnete des Hessischen Landtags und ab 2019 als Vorsitzende der hessischen SPD-Fraktion auch Oppositionsführerin. Zudem war sie Spitzenkandidatin der SPD bei der Landtagswahl in Hessen 2023. Als Abgeordnete im Landtag erhielt sie zwei Drohbriefe, die mit NSU 2.0 unterschrieben waren. © Andreas Arnold/dpa
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Annalena Baerbock ist im Kabinett Scholz Bundesministerin des Auswärtigen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt innehat. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an, die sich aber mit 14,8 Prozent der Zweitstimmen mit Platz drei hinter SPD und Union begnügen mussten. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. © Thomas Imo/Imago
Marco Buschmann FDP, Bundesjustizminister, stellt Eckpunktepapier zum Selbstbestimmungsgesetz vor.
Marco Buschmann war bis zum 7. November 2024 Bundesminister der Justiz im Kabinett Scholz. Der FDP-Politiker war von Oktober 2017 bis Dezember 2021 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. Im Herbst 2020 warnte er während der Corona-Pandemie vor einer Verfassungskrise. Buschmann war auch Mitkoordinator der erfolgreichen Verfassungsklage der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP gegen den Berliner Mietendeckel. Nach dem Rauswurf von Finanzminister Christian Lindner verließ Buschmann die Ampel.  © Jürgen Heinrich/Imago
Volker Wissing, Bundesverkehrsminister FDP, vor der Kabinettssitzung im Berliner Kanzleramt Bundeskanzleramt in Berlin
Volker Wissing wurde nah dem Ampel-Aus für sein Ausscheren aus dem Kurs von FDP-Parteichef Christian Lindner belohnt. Der Bundesminister für Digitales und Verkehr erhielt zusätzlich das Justizressort. Einer der letzten großen Ampel-Fans in der FDP zog nach dem Koalitionsbruch Konsequenzen: In einem beispiellosen Schritt trat er aus der Partei aus und bleibt bis zu den geplanten Neuwahlen als Parteiloser im Amt. Der Jurist war vom 19. September 2020 bis zum 23. April 2022 Generalsekretär der FDP. Wissing gibt als Hobby Weinbau an, vor allem im familieneigenen Weingut.  © Stefan Boness/Imago
Hubertus Heil besucht die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Berlin-Spandau.
Hubertus Heil ist im Kabinett Scholz Bundesminister für Arbeit und Soziales – ein Amt, das der SPD-Politiker bereits seit dem 14. März 2018 innehat. Heil ist seit Dezember 2019 stellvertretender Bundesvorsitzender der Sozialdemokraten. Von November 2005 bis November 2009 und von Juni bis Dezember 2017 war er Generalsekretär seiner Partei. Heil spricht sich für einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro aus, eine Erhöhung des Rentenalters auf über 67 Jahre lehnt er ab. © M. Popow/Imago
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen.
Boris Pistorius ist als Nachfolger von Christine Lambrecht ins Chefbüro des Verteidigungsministeriums im Bendlerblock gerückt. Pistorius gehört dem SPD-Parteivorstand an und gilt als erfahrener Polit-Manager. Von 1980 bis 1981 absolvierte er seinen Wehrdienst, anschließend studierte er Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. Pistorius war zuvor seit 2013 Innenminister in Niedersachsen. © Michael Kappeler/dpa
Verteidigungsministerin Lambrecht besucht Marder-Kompanie
Bis zum 19. Januar 2023 hatte Christine Lambrecht das Amt der Verteidigungsministerin inne. Die SPD-Politikerin stand zumeist unter einem immensen Druck. Kritische Stimmen warfen ihr fehlende Sachkenntnis, die schleppend angelaufene Beschaffung für die Bundeswehr, aber auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit vor. Irritation rief schließlich eine Neujahrsbotschaft hervor, in der sie begleitet von Silvesterfeuerwerk in Berlin über den Ukraine-Krieg sprach. © Robert Michael/dpa
Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft läuft beim Treffen der G7 Agrarminister zum Eingang des Schlosses Hohenheim.
Cem Özdemir ist Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Scholz. Özdemir ist der erste Bundesminister mit türkischem Migrationshintergrund. Von November 2008 bis Januar 2018 war er Bundesvorsitzender der Grünen. Im Dezember 2021 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ gewählt. Nach dem Ampel-Aus übernahm er auch das Ministerium für Bildung und Forschung.  © Bernd Weißbrod/dpa
Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, spricht beim hybriden Gipfeltreffen „Women7-Summit“.
Elisabeth „Lisa“ Paus ist seit dem 25. April 2022 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Kabinett Scholz. Sie ist die Nachfolgerin von Anne Spiegel, die zuvor von diesem Posten zurückgetreten war. Paus gehört zum linken Parteiflügel der Grünen. Sie ist seit 2009 Abgeordnete im Deutschen Bundestag.  © Bernd von Jutrczenka/dpa
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergibt im Schloss Bellevue anlässlich des Amtswechsels im Bundesfamilienministerium die Entlassungsurkunde an Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen), bisherige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Vorgängerin von Lisa Paus war Anne Spiegel, die am 25. April 2022 die Entlassungsurkunde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt. „Es war zu viel“, hatte die Grünen-Politikerin vorher bekennen müssen. Ihr Verhalten als Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Rheinland-Pfalz nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 wurde vom Untersuchungsausschuss des Landtags bis ins Detail untersucht. Die Kritik wurde zum Sturm – ihr Amt als Bundesfamilienministerin gab Spiegel deshalb auf. In ihrer Rücktrittserklärung betonte Spiegel, dass sie das Amt nicht länger belasten wolle und entschuldigte sich für begangene Fehler. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister, beantwortet auf einer Pressekonferenz Fragen von Journalisten zum Infektionsgeschehen und zur Impfentwicklung.
Karl Lauterbach ist Bundesminister für Gesundheit im Kabinett Scholz. Der SPD-Politiker ist Professor am Universitätsklinikum Köln und dort Leiter des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie. Wegen seines Bundestagsmandats ist er derzeit beurlaubt. Während der Pandemie ist er für viele zu einer Reizfigur geworden. Als Minister konnte er sich mit seiner Forderung nach einer allgemeinen Corona-Impfpflicht nicht durchsetzen.  © Wolfgang Kumm/dpa
Steffi Lemke, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz beim Treffen der G7 Klima-, Energie- und Umweltministerinnen und -minister.
Steffi Lemke hat im Kabinett Scholz den Posten als Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz inne. Die Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen absolvierte ein Studium der Agrarwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 1993 als Diplom-Agraringenieurin abschloss. Von 2002 bis 2013 war sie politische Bundesgeschäftsführerin ihrer Partei. © Chris Emil Janssen/Imago
Bettina Stark-Watzinger im Portrait bei der Bundespressekonferenz zum Thema Veroeffentlichung des nationalen Bildungsberichts Bildung in Deutschland.
Bettina Stark-Watzinger ist Bundesministerin für Bildung und Forschung im Kabinett Scholz. Seit 2017 ist sie Abgeordnete im Deutschen Bundestag und seit März 2021 Vorsitzende der FDP Hessen. Ihr Studium der Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main schloss sie 1993 als Diplom-Volkswirtin ab. Sie ist Mitglied im Stiftungsrat der Karl-Hermann-Flach-Stiftung. © Imago
Svenja Schulze SPD, Bundesministerin fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, aufgenommen im Rahmen der Konferenz fuer globale Ernaehrungssicherheit im Auswaertigen Amt in Berlin.
Svenja Schulze ist Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Kabinett Scholz. Die SPD-Politikerin ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), ver.di, im Naturschutzbund Deutschland (NABU) und im Verein Slowfood. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauenzeiten“. © Florian Gaertner/Imago
Klara Geywitz im Kanzleramt in Berlin am 27. Juli 2022. Kabinettssitzung in Berlin.
Klara Geywitz ist Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Kabinett Scholz. Zudem ist sie Beauftragte der Bundesregierung für den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich. Im Dezember 2019 wurde sie zu einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD gewählt. Geywitz gehört seit 2014 dem Vorstand der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit an. © Emmanuele Contini/Imago
Wolfgang Schmidt hisst die Regenbogenfahne am Bundeskanzleramt in Berlin.
Wolfgang Schmidt ist Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes im Kabinett Scholz. In dieser Funktion ist er außerdem Beauftragter der Nachrichtendienste des Bundes. Schmidt, der seit 1989 der SPD angehört, gilt als engster Vertrauter von Olaf Scholz. © Christian Spicker/Imago

Sowohl Söder als auch Merz ließen bislang offen, wie sich die Union ihrer Meinung nach auf einen Kanzlerkandidaten einigen sollte. Der CDU-Chef hatte sich jüngst in einem Interview offen für eine Kanzlerkandidatenkür per Mitgliederentscheid gezeigt: „Ich kann doch nichts ausschließen, was in unserer Satzung steht“, hieß es. Laut dem Vorsitzenden der Schwesterpartei CSU müsse „man dann am Ende überlegen“, ob es auf einen direkten Vorschlag der beiden Parteivorsitzenden oder eine Entscheidung durch die Parteibasis hinauslaufe. (mg mit dpa)

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