Ukraine-Krieg

Russischer Abgeordneter verurteilt: „Wir werden weiterhin auf seinen Rücktritt bestehen“

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Die Regionalwahlen in Russland sind vorbei. Putins Partei fährt wie in den vergangenen Jahren breite Siege ein – doch es gibt massive Vorwürfe.

Update vom Donnerstag, 15. September, 07.45 Uhr: Der Vorstoß einiger kommunaler Politiker in Russland zieht Konsequenzen nach sich. Sie hatten neben dem Rücktritt von Wladimir Putin teilweise auch eine Anklage wegen Hochverrates gegen den amtierenden Präsidenten gefordert. Von den Konsequenzen wollen sie sich aber nicht stoppen lassen, wie der US-amerikanische TV-Sender CNN berichtet. Der Abgeordnete Nikita Yuferev aus dem Stadtbezirk Smolninskoje in St. Petersburg, wurde zuletzt für seine Äußerungen zum Ukraine-Krieg und der damit verbundenen Forderung nach einem Rücktritt Putins von einem Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht drohte dem Politiker außerdem mit einer Gefängnisstrafe.

Russland: Putin-Gegner werden mit Repression überzogen, wollen aber standhaft bleiben. (Archivbild)

Nikita Yuferev bleibt jedoch bei seiner Haltung: „Wir werden weiterhin auf seinen Rücktritt bestehen“, sagte gegenüber CNN. Nach seiner Verurteilung erfuhr der Politiker nach eigenen Angaben große Unterstützung aus der Bevölkerung. Diese soll von der Übernahme aller Prozesskosten bis hin zu einem Flugticket außer Landes gereicht haben.

Update vom Montag, 12. September, 19.14 Uhr: Dutzende von Kommunalabgeordneten aus Moskau und St. Petersburg haben am Montag Russlands Präsident Wladimir Putin in einem offenen Brief zum Rücktritt aufgefordert, wie die Moscow Times berichtet. „Präsident Putins Handlungen sind schädlich für die Zukunft Russlands und seiner Bürger“, heißt es in der Petition, die von Ksenia Torstrem, einer Abgeordneten für den St. Petersburger Bezirk Semjonowski, auf Twitter geteilt wurde.

Ursprünglich von 19 Abgeordneten unterschrieben, hat die Petition mittlerweile mehr als 100 Unterzeichner, berichtet Trostrem. Zuvor wurden zahlreiche Beschwerden von Manipulationen bei der Wahl bekannt. Mit der Unterzeichnung der Petition setzen sich die Unterstützerinnen und Unterstützer der Gefahr aus, nach den kurz nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine verabschiedeten Gesetzen bestraft zu werden. Diese verbieten jede Art von Kriegsgegnerschaft.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

Regionalwahlen in Russland: Wahlbeobachter sehen Hinweise für Wahlbetrug

Update vom Montag, 12. September, 13.54 Uhr: Bereits im Vorfeld der Regionalwahlen in Russland hatte es massive Manipulationsvorwürfe gegeben. Und auch einen Tag nach Ende der Wahlen geht die Kritik weiter: Wahlbeobachter sehen Hinweise für Betrug, berichtet unter anderem tagesschau.de. Wie erwartet hatten sich bei den Regionalwahlen die Kandidaten der Kreml-Partei „Geeintes Russland“ durchgesetzt.

So haben laut der zentralen Wahlkommission alle 14 amtierenden Gouverneure, die sich zur Abstimmung gestellt hatten, einen Sieg eingefahren, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tass mitteilte. Auch in den meisten Regional- und Stadtparlamenten stellt die Putin-Partei die Mehrheit. Abgestimmt wurde von Freitag bis Sonntag in mehr als 80 russischen Regionen.

Regionalwahlen in Russland: Putin-Partei „Geeintes Russland“ setzt sich wie erwartet durch

+++ 22.30 Uhr: In Russland stand am Sonntag der dritte und letzte Tag der Regional- und Kommunalwahlen an. In über 80 Regionen in Russland konnten neue Gouverneure, örtliche Parlamente und Stadtteilvertretungen gewählt werden. Erste Hochrechnungen zeigten am Abend, dass Putins Partei „Einiges Russland“ erwartungsgemäß breite Siege einfahren wird.

Einen „echten Wettbewerb“ unter den Kandidatinnen und Kandidaten gab es aber nicht, betonten unabhängige Wahlbeobachter der Organisation Golos. „Fast niemand“, der gegen Putins Herrschaft sei, könne an den diesjährigen Wahlen teilnehmen, sagte Andrej Kolesnikow, Leiter der Carnegie-Stiftung für internationalen Frieden in Moskau, gegenüber der New York Times. „Zum ersten Mal sind die Wahlen völlig sinnlos“, so Kolesnikow. Wahlen in Russland sind seit Jahrzehnten für Manipulationsvorwürfe bekannt. Putins Regierungspartei hat dabei häufig breite Siege eingefahren.

Regionalwahlen in Russland 2022: Putins Partei liegt vorn

+++ 19.40 Uhr: Wie Beobachterinnen und Beobachter vorausgesagt haben, zeichnet sich am Sonntagabend bei den Regionalwahlen in Russland ein breiter Erfolg für die Kreml-Partei „Einiges Russland“ ab. Daten der zentralen Wahlkommission zeigen, dass etwa in der Teilrepublik Burjatien am Baikalsee oder in Swerdlowsk am Ural, wo Gouverneure gewählt wurden, nach Auszählung der ersten Stimmen jeweils die bisherigen Amtsinhaber vorne lagen.

Unabhängige Wahlbeobachter der Organisation Golos warnten bereits im Vorfeld vor Manipulation. Kritisiert wurde auch, dass Oppositionelle, die sich offen gegen den Ukraine-Krieg positionierten, gar nicht erst zur Abstimmung zugelassen wurden. Das russische Innenministerium behauptete stattdessen, dass es bisher keine ernsthaften Verstöße gegeben habe.

Regionalwahlen in Russland 2022: Manipulationsvorwürfe und keine Chance der Opposition

+++ 17.05 Uhr: In Russland steht am Sonntag (11. September) der dritte und letzte Tag der Regional- und Kommunalwahlen an. In 14 Regionen des Landes werden Gouverneure gewählt, in sechs Regionen finden zudem Regionalparlamentswahlen statt. In zwölf Städten gibt es Stadtratswahlen, in Moskau die Kommunalwahl.

Die Wahl findet nicht nur inmitten des Ukraine-Krieges statt, sondern wird auch von Manipulationsvorwürfen überschattet. Kandidat:innen der Opposition werden von vornherein ausgeschlossen. Die Chancen auf echte Veränderung in Russland bieten die Regionalwahlen also nicht. Zudem kann auch diesmal wieder online gewählt werden. Die vermeintlich unbürokratische Wahlmethode stärkt die Vorwürfe über Wahlmanipulation, da es an Kontrolle fehlt. Fachleute gehen schon jetzt davon aus, dass die Kreml-Partei „Einiges Russland“ einen breiten Sieg einfahren wird.

Wahlen in Russland: Putin gerät ins Kreuzfeuer der Lokalpolitik

+++ 13.00 Uhr: In Russland wächst die Kritik an Machthaber Wladimir Putin. Aus den Reihen der Lokalpolitik wird der Rücktritt des Ex-KGB-Agent gefordert. Einige gehen sogar noch weiter und fordern von der Duma eine Anklagen wegen Hochverrats, das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland RND.

„Russland wird wieder gefürchtet und gehasst, und wir bedrohen die Welt erneut mit Atomwaffen“, begründen lokale Vertreter des Moskauer Stadtbezirks Lomonosovsky die Rücktrittsforderung. Zuvor hatten bereits Lokalpolitiker aus St. Petersburg, vor dem Hintergrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine, Ermittlungen wegen Hochverrats gefordert.

Wahlen in Russland: Manipulationsvorwürfe überschatten Regional- und Kommunalwahlen

Update vom Sonntag, 11. September, 10.46 Uhr: Überschattet von Manipulationsvorwürfen steht in Russland am Sonntag (11. September) der dritte und letzte Tag der Regional- und Kommunalwahlen an. In über 80 Regionen in Russland stehen neue Gouverneure, örtliche Parlamente und Stadtteilvertretungen zur Wahl. Es sind die ersten Wahlen in Russland seit Ausbruch des Ukraine-Krieges. Unabhängige Wahlbeobachter hatten beklagt, dass es sich bei den Regionalwahlen um keine freien politischen Willensbekundung handelt, da bereits im Vorfeld echte Oppositionelle von der Wahl ausgeschlossen worden seien.

Manipulationsvorwürfe überschatten Regionalwahlen in Russland – Truppen ziehen aus Ostukraine ab

Erstmeldung vom Samstag, 10. September: Moskau – In Russland steht am Sonntag (11. September) der dritte und letzte Tag von Regional- und Kommunalwahlen an. Dabei sollen in mehr als 80 Regionen Gouverneure, örtliche Parlamente und Stadtteilvertretungen neu bestimmt werden. Das ist damit die erste Abstimmung seit Beginn des Ukraine-Krieges. Insgesamt sollen rund 4700 Wahlen auf unterschiedlicher Ebenen stattfinden. Mehr als 45 Millionen Menschen in der Föderation sind wahlberechtigt, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Überschattet werden die Regionalwahlen in Russland allerdings von Manipulationsvorwürfen. Unabhängige Wahlbeobachter:innen warnten, dass kaum von einer freien politischen Willensbekundung die Rede sein könne. Der Grund: Echte Oppositionelle würden von vornherein ausgeschlossen.

Regionalwahlen in Russland: Fachleute gehen von Sieg der Kreml-Partei aus

Beobachter:innen gehen schon jetzt davon aus, dass die Kreml-Partei „Geeintes Russland“ einen Sieg mit weitem Vorsprung einfahren wird. Politiker:innen, die sich offen gegen den Krieg in der Ukraine positionierten, sind in den vergangenen sechs Monaten immer wieder festgenommen worden. Anfang März hatte Kreml-Chef Wladimir Putin ein Gesetz erlassen, das drakonische Haftstrafen bei „Falschinformationen“ über die russische Armee in der Ukraine vorsieht. Hohe Strafen drohen auch denjenigen, die den Krieg als solchen bezeichnen.

Ukraine-Krieg: Russland zieht eigene Truppen aus Ostukraine ab

Währenddessen gerät Russland zunehmend unter Druck. Moskau zieht seine Truppen aus strategisch wichtigen Orten ab, vor allem aus der Region Charkiw. Expert:innen werten dies als Reaktion auf die massive Gegenoffensive der ukrainischen Verteidiger, die auch mithilfe westlicher Waffen Erfolge erzielen konnte. Die russische Armee soll unter anderem aus den Städten Isjum und Balaklija abzogen werden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Samstag (10. Spetember) in Moskau.

Und damit nicht genug. Die Ukraine soll offenbar eine „mehrstufige Offensive“ zur Befreiung der umkämpften Region Donezk starten, berichtete Ukraine Reporter bei Twitter unter Berufung auf russische Medienberichte. In der Nähe der gleichnamigen Stadt im Bereich des Flughafens würde es Kämpfe geben. Zudem sei eine Ansammlung ukrainischer Truppen an mehreren Orten südlich und nördlich der Stadt beobachtet worden.

Zum Schutz der eigenen Soldaten will Kiew erst später offizielle Informationen bekannt geben. „Die Befreiung von Ortschaften, die temporär von den russischen Besatzern im Gebiet Charkiw und im Südabschnitt erobert waren, wird fortgesetzt“, hieß es in einem Bericht des ukrainischen Generalstabs. (kas/dpa)

Rubriklistenbild: © Uncredited/dpa

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