Portland verspottet Trump: Stadt reagiert mit Humor auf Militäreinsatz
VonDayan Djajadisastra
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Trump bezeichnet Portland als „kriegsgeschädigt“. Einwohner zeigen friedlichen Alltag und widersprechen der Darstellung deftig.
Portland – US-Präsident Donald Trump hat die Westküsten-Stadt Portland erneut ins Zentrum eines politischen Showdowns gerückt. Er bezeichnete die Metropole im Nordwesten der USA als „vom Krieg verwüstet“ und kündigte an, Truppen sowohl in die Stadt als auch zu bundesweiten Einrichtungen des Immigration and Customs Enforcement (ICE) zu entsenden. Ein Bild, das die Realität vor Ort offenbar nicht widerspiegelt.
Eine Frau steht während eines Protests vor dem Gebäude der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) einem Polizeibeamten gegenüber, der ein Abzeichen des Special Response Teams des Houston Field Office trägt. US-Präsident Trump beordert wegen angeblicher Bedrohungen durch «inländische Terroristen» das Militär in die Stadt Portland im Bundesstaat Oregon.
Taken just a few minutes ago outside the ICE facility in Portland that Trump claims is under siege. My message to Donald Trump is this: we don’t need you here. Stay the hell out of our city. pic.twitter.com/XV3NCir20G
Gouverneurin Tina Kotek über Portland:„Es gibt keine nationale Sicherheitsbedrohung in Portland.“
Oregons Gouverneurin Tina Kotek (D) kritisierte Trumps Pläne ebenfalls scharf. Ihr Büro habe das Weiße Haus und das Department of Homeland Security kontaktiert, um Details über die geplante Entsendung zu erhalten. „Wir haben keine Informationen über Zweck oder Art einer militärischen Mission. Es gibt keine nationale Sicherheitsbedrohung in Portland. Unsere Gemeinden sind sicher und ruhig“, erklärte Kotek. Auch die Stadtverwaltung betonte, dass der Alltag normal weiterlaufe und dokumentierte Szenen aus dem Saturday Market, Parks und Food-Truck-Bereichen. Neben dem zivilen Protest hat Gouverneurin Tina Kotek laut diversen Medienberichten gemeinsam mit dem Generalstaatsanwalt von Oregon eine Klage gegen die Entscheidung von Trump eingereicht.
Proteste gegen Trumps Politik vor ICE-Einrichtungen in Portland
Die Trump-Regierung beruft sich laut dem Medium Newsweek auf anhaltende Demonstrationen vor der Einrichtung der Einwanderungsbehörde in Portland. Dort versammeln sich regelmäßig Menschen, um gegen die Einwanderungspolitik der Regierung zu protestieren. Es kam vereinzelt zu Auseinandersetzungen mit Bundesbeamten. Portland scheint aber nur ein Teil von Trumps größerem Plan zu sein. In den vergangenen Monaten hat er Bundesstreitkräfte in mehrere Städte entsandt, darunter Washington D.C., Los Angeles und Memphis.
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Offiziell dienen die Einsätze dem Schutz von Bundesgebäuden und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. Senator Ron Wyden (D/Oregon) teilte Videos friedlicher Szenen aus der Innenstadt von Portland und kommentierte: „Portland will und braucht keine Bundesübernahme.“ (Quellen: dpa, x, Newsweek) (ddaj)