Inmitten der Gaskrise

12 Milliarden Euro Verlust: Gaskonzern Uniper legt Halbjahresbericht vor

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Das Logo von Uniper ist am Eingang vom Erdgasspeicher Bierwang zu sehen.
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Die Gaskrise trifft das Energieunternehmen Uniper hart. Im ersten Halbjahr 2022 hat der Gaskonzern einen Verlust von mehr als 12 Milliarden Euro gemacht.

Düsseldorf – Der angeschlagene Energiekonzern Uniper hat im ersten Halbjahr einen Verlust von mehr als 12 Milliarden Euro gemacht. Das geht aus einem Bericht vor, den das Unternehmen am Mittwoch, dem 17. August, vorgestellt hat. 6,5 Milliarden Euro sind dabei auf die Unterbrechungen bei russischen Gaslieferungen zurückzuführen. Eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ist wohl erst in den kommenden Jahren möglich. „Für 2023 erwarten wir eine Ergebnisverbesserung und streben an, ab 2024 die Verlustzone zu verlassen“, sagte Finanzchefin Tiina Tuomela laut Mitteilung zur Vorlage der Halbjahreszahlen.

Uniper verzeichnet Verlust: 12 Milliarden Euro minus wegen Gaskrise in Deutschland

Nach den verlustreichen Monaten im Jahr 2022 rechnet Uniper auch nicht mit einer Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte. Das Unternehmen war in den vergangenen Wochen immer wieder wegen Liquiditätsproblemen in die Öffentlichkeit geraten, weil es die Preissteigerungen beim Gas bislang nicht weitergeben konnte. Als größter deutscher Gasimporteur ist Uniper von den stark reduzierten Gaslieferungen aus Russland derzeit besonders betroffen. Das Unternehmen muss wegen der Drosselung der Lieferungen und einer starken Abhängigkeit von Gas aus Russland nun teureres Gas auf dem Markt kaufen, um Verträge zu erfüllen. 

Um den Konzern zu stützen, wurde ein milliardenschweres Rettungspaket geschnürt. Es sieht unter anderem vor, dass der Bund mit 30 Prozent bei dem Düsseldorfer Unternehmen einsteigt. (Mit Material der dpa)

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