Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert eine schnellere Umsetzung der Waffenlieferungen, um sein Land zu unterstützen.
München - Russlands Präsident Putin dürfe keine Chance haben, sagte Selenskyj am Freitag bei der Sicherheitskonferenz in München. Putin versuche nun, sich Zeit zu kaufen für seine Aggression. Er könne dabei immer noch viele Leben zerstören - «deswegen brauchen wir Geschwindigkeit», erklärte der in Krywyj Rih geborene Selenskyj. «Denn davon hängt unser Leben ab.»
Verzögerungen bei der Unterstützung seines Landes seien schon immer schädlich gewesen, sagte Selenskyj weiter. Die Verteidigung der Ukraine müsse gestärkt werden etwa mit neuen, modernen Panzern. Ansonsten werde auch der Westen keine ruhige Minute haben. Der Kreml in Moskau könne die Sicherheit aller zerstören, die in München versammelt seien. Selenskyj betonte zugleich, es gebe keine Alternative zur Geschlossenheit des Westens gegenüber Russland.
Präsident Selenskyj: Keine Alternative zum Sieg der Ukraine
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den westlichen Staaten für die Waffenhilfe zur Abwehr des russischen Angriffskrieges gegen sein Land gedankt. «Es gibt keine Alternative zu unserem Sieg, und es darf auch keine Alternative zu unserer Entschlossenheit geben», sagte Selenskyj am Freitag in einer ViUdeoschalte zum Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Er verglich sein Land mit dem biblischen David, der sich gegen einen russischen Goliath wehren müsse. «Goliath hat schon angefangen zu verlieren. Goliath wird auf jeden Fall dieses Jahr fallen», sagte er.
Das Treffen von Politikern und Experten aus 96 Ländern in München dauert bis Sonntag. Im Mittelpunkt der Konferenz steht der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der vor einem Jahr begonnen hat. (dpa)