- VonSheila Malmschließen
Das Mutterschutzgesetz liefert Voraussetzungen, die Mütter vor und nach der Geburt schützen sollen. Das Problem: Viele Mütter und Arbeitgeber:innen wissen darüber zu wenig.
Vom 2. bis 8. Oktober 2023 findet in Deutschland die Weltstillwoche statt. Seit 1991 wird sie jährlich in über 120 Ländern organisiert. Stellvertretend für das Ende der Schwangerschaft (nach 40. Wochen) findet sie in Deutschland jedes Jahr in der 40. Kalenderwoche statt. Die Initiative setzt sich weltweit für den Schutz, die Förderung und die Unterstützung des Stillens ein. Diese 7 emotionale Bilder zeigen, was Stillen alles bedeutet.
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Im Mutterschutzgesetz stehen verbindliche Rahmenbedingungen, damit Stillen und Berufstätigkeit gemeinsam funktionieren. Es gilt für alle (werdenden) Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Jule Heike Michel, die Beauftragte des Deutschen Hebammenverbandes für Stillen und Ernährung sagt: „Deutschland hat eines der fortschrittlichsten Gesetze im Hinblick auf den Schutz Stillender am Arbeitsplatz. Jedoch kennen weite Teile der Bevölkerung diese gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht.“
„Das Mutterschutzgesetz ist ein wichtiges Fundament für junge Familien, weil es ganz entscheidend die Freiheit und Selbstbestimmung der Frau sichert“, betont Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands. In der Broschüre zur diesjährigen Weltstillwoche gibt es Informationen für werdende Mütter, ihre Familie und für Arbeitgeber:innen.
Wie es für dich aussieht, wenn du als Mutter wieder arbeitest:
Du hast das Recht auf...
bezahlte Stillzeit (2 x 30 Minuten oder 1 x 60 Minuten)
einen privat nutzbaren Raum zum Stillen oder Milchgewinnen
auf angepasste Arbeitszeiten (keine Überstunden, Nachtarbeit und und in der Regel auch keine Sonn- und Feiertagsarbeit)
auf Schutz vor gesundheitlichen Gefährdungen
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