Details zu Razzia aufgedeckt

Nach Amtseinführung: Zeitpunkt für Trumps Massenabschiebungen enthüllt

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Trump plant in den USA Massenabschiebungen. Diese sollen unmittelbar nach seiner Amtseinführung beginnen. (Archivbild)
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Donald Trump hat nach seine Amtseinführung Massenabschiebungen in Aussicht gestellt. Aktuelle Meldungen lassen vermuten, dass der Auftakt bald erfolgen wird.

Update vom 20. Januar, 9.50 Uhr: Donald Trump hat „das größte Abschiebeprogramm in der Geschichte der Vereinigten Staaten“ angekündigt. Dazu will er den nationalen Notstand ausrufen und das Militär einsetzen. Doch wie sieht die Rechtslage aus? Die meisten Experten gehen laut der Nachrichtenagentur AFP davon aus, dass rechtliche, logistische und finanzielle Hindernisse Trumps Vorhaben abschwächen werden.

Bestimmte Dinge kann der neue US-Präsident per Dekret anordnen, indem er etwa das bestehende Programm für Migranten aus Haiti, Kuba, Nicaragua und Venezuela beendet. Einem Abschiebeprogramm der von ihm genannten Größenordnung steht hingegen einiges entgegen. Manche Städte wie Chicago oder Los Angeles haben sich den Status einer „Zufluchtsstadt“ gegeben, wodurch es der Stadtverwaltung untersagt ist, Ressourcen oder Personal für die Umsetzung bundesstaatlicher Einwanderungsdirektiven einzusetzen.

Trump will Massenabschiebungen „sehr schnell“ nach Inauguration-Day vorantreiben

Update vom 19. Januar, 15.10 Uhr: Der designierte Präsident Donald Trump sagte, die Massenabschiebungen würden „sehr schnell“ nach seinem Amtsantritt beginnen. Dies ist einer von mehreren Plänen, die er am Samstag in einem Telefoninterview mit NBC News besprach. Unklar ist allerdings weiterhin, wo die Abschiebungen beginnen sollen. Gegenüber NBC News sagte Trump vor seiner Amtseinführung: „Ich kann nicht sagen, in welchen Städten, denn die Dinge entwickeln sich noch.“ Gleichzeitig betonte er: „Wir müssen die Kriminellen aus unserem Land holen.“

Trumps Massenabschiebungen: USA bereiten sich auf Razzien vor – Zeitpunkt doch unklar

Update vom 19. Januar, 14.50 Uhr: Die Pläne für Trumps Massenabschiebungen sind noch unklar, doch mehrere Medien in den USA berichten, dass es kein Zweifel an deren zeitnahe Umsetzung gibt. Bereits seit November bereitet sich Chicago auf Trumps zweite Amtszeit vor. Dieser hatte in der Vergangenheit immer wieder von „Höllenlandschaften“ in den USA gesprochen und in dem Zusammenhang angekündigt, dass er als US-Präsident die Abschiebungen von illegal Eingewanderten vorantreiben will.

Ob tatsächlich die Massenabschiebungen bereits am Dienstag beginnen, ist gegenwärtig unklar. Nachdem das Wall Street Journal am Freitag über den Plan berichtet hatte, sagten Beamte am Samstag, sie würden den Zeitpunkt noch einmal überdenken. Dennoch wird landesweit davon ausgegangen, dass es kurz nach Trumps Amtseinführung erste Razzien geben wird.

Nach Trump-Inauguration: Zeitpunkt für Trumps Massenabschiebungen in den USA

Erstmeldung: Washington – Die USA stehen vor dem Beginn einer neuen Ära. In wenigen Tagen wird Donald Trump bei einer feierlichen Amtseinführung zum nächsten US-Präsidenten ernannt. Auch Vertreter der europäischen Rechten und der AfD werden bei der Veranstaltung im Kapitol erwartet. Doch während die letzten Vorbereitungen laufen, scheint es im Hintergrund kräftig zu brodeln und Vorboten kündigen die mögliche Politik-Kehrtwende an, die die USA in den kommenden Tagen und Wochen erleben könnte. Medienberichte legen nun nahe, dass bereits am Dienstagmorgen eine Razzia gegen Einwanderer in Chicago stattfinden soll.

Nach Trumps Amtseinführung: Massenabschiebungen beginnen wohl mit Razzien am Dienstag

Es war ein großes Versprechen Donald Trumps im Wahlkampf vor der US-Wahl: Illegale Eingewanderte sollen nach der Vorstellung des Republikaners konsequent abgeschoben werden – am besten in Millionen Fällen. Immer wieder betonte der künftige US-Präsident, dass er zeitnah seine Ankündigungen in die Tat umsetzen will. Quasi bei jeder Wahlkampfveranstaltung sagte Trump, er werde bereits an Tag eins die größte Abschiebungsaktion in der Geschichte der USA starten. „Wir werden sie rausschmeißen, sie zerstören unser Land“, wütete der künftige US-Präsident damals und sprach davon, dass Eingewanderte die USA vergiften würden.

Donald Trump hat in den vergangenen Monaten viele Maßnahmen angekündigt, die er nach seiner Amtseinführung zeitnah umsetzen will. Neben der Begrenzung der Migration plant der Republikaner unter anderem auch mehr Handelszölle und weniger Umweltschutz. Ob alle Vorhaben zeitnah erfolgen, ist ungewiss. Doch aus Sorge vor Trumps Vorgehen hat Mexiko etwa bereits die Lage erörtert. Vermutet wird gegenwärtig, dass der neue US-Präsident frühere Maßnahmen wiederbeleben könnte.

Massenabschiebung in den USA: Trumps Pläne nach Amtseinführung

Bereits in der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass Trump ein Mann der großen Worte ist. Seine Pläne ließen sich nicht immer wie vorgesehen umsetzen. So ruderte der künftige US-Präsident inzwischen auch bei seinem Versprechen zurück, das Ende des Ukraine-Kriegs binnen eines Tages zu erreichen. Inzwischen wird im Trump-Team von einer mehrmonatigen Phase gesprochen, die zum Frieden in der Ukraine führen soll.

Doch beim Thema Abschiebungen scheint Trump seinen Versprechen Taten folgen zu lassen. Das Wall Street Journal (WSJ) und die New York Times (NYT) berichten wenige Tage vor Trumps Amtseinführung, dass die künftige Regierung beabsichtigt, unmittelbar nach dem Amtsantritt des Republikaners Razzien bei Einwanderungsbehörden durchzuführen. Dies wäre nach Einschätzung der Medien der Auftakt zu Trumps geplanten Massenabschiebungen. Das Ausmaß der geplanten Razzien gegen Eingewanderte ist bislang noch unklar.

Nach Trumps Amtseinführung: Razzien in Chicago geplant

Wie das WSJ schreibt, beabsichtigt das Team von Trump, nach der Amtseinführung illegal im Land lebende Einwanderer mit krimineller Vergangenheit ins Visier zu nehmen. Dass die Massenabschiebungen der USA in Chicago beginnen könnten, zeichnete sich bereits ab. Tom Homan, der designierte Grenzbeauftragte der Regierung, sagte vergangenen Monat bei einem Ortsbesuch: „Wir werden hier in Chicago, Illinois, anfangen. Und wenn der Bürgermeister von Chicago nicht helfen will, kann er zurücktreten. Aber wenn er uns behindert, wenn er wissentlich einen illegalen Einwanderer beherbergt oder verheimlicht, werde ich ihn strafrechtlich verfolgen.“

Donald Trumps Kabinett: Liste voller skandalöser Überraschungen

Donald Trump im Weißen Haus
Donald Trump ist am 20. Januar 2025 als neuer Präsident ins Weiße Haus zurückgekehrt. Die Posten in seinem Kabinett sind alle verteilt. Wir stellen vor, wer Trump in die Regierung folgt. © Evan Vucci/dpa
 J.D. Vance wird Donald Trump als Vizepräsident ins Weiße Haus folgen.
J.D. Vance ist Donald Trump als Vizepräsident ins Weiße Haus gefolgt. Der 40 Jahre alte ehemalige Senator aus Ohio ist einer der jüngsten US-Vizepräsidenten aller Zeiten. Nach Washington DC hat Vance seine Ehefrau Usha Vance begleitet. Die 38 Jahre alte Anwältin ist die erste „Second Lady“ der USA mit indischen Wurzeln. Das Paar hat die für den Vizepräsidenten vorgesehenen Räumlichkeiten im „United States Naval Observatory“ nahe dem Weißen Haus bezogen. © Alex Brandon/dpa
Marco Rubio soll laut US-Medien in der Regierung von Donald Trump das Amt des Außenministers übernehmen.
Marco Rubio hat in der Regierung von Donald Trump das Amt des Außenministers übernommen. Der 53 Jahre alte Senator aus Florida ist der erste US-Außenminister mit lateinamerikanischen Wurzeln. Rubio trat 2016 gegen Trump bei den Vorwahlen der Republikaner an und musste sich von dem späteren US-Präsidenten als „totaler Witz“ mit einem Schweißproblem beschimpfen lassen. Doch statt sich zu wehren, schluckte der langjährige Senator die Beleidigungen und präsentierte sich als loyaler Anhänger Trumps. In der US-Außenpolitik stellte sich Rubio in der Vergangenheit an die Seite der Ukraine. © IMAGO/Michael Brochstein / SOPA Images
Scott Bessent soll unter Donald Trump den Job des Finanzministers übernehmen
Donald Trumps Nominierung für den Posten des Finanzministers wirkte geradezu langweilig. Scott Bessent übernahm den Job – gegen den Wunsch Elon Musks. Der hatte sich mehrfach gegen die Ernennung des Wall-Street-Experten ausgesprochen. Bessent gilt als international erfahrener Finanzexperte und soll Donald Trump bereits 2016 mehrere Millionen Dollar für den Wahlkampf gespendet haben. In seiner neuen Funktion wird Bessent zahlreiche Wahlversprechen Trumps umsetzen müssen, darunter unter anderem Steuersenkungen, neue Zölle gegen China und die Finanzierung von Projekten wie den geplanten Massenabschiebungen. © DREW ANGERER/AFP
Pete Hegseth soll Verteidigungsminister werden
Eine überraschende Wahl Donald Trumps war die Personalie des Verteidigungsministers. Pete Hegseth war acht Jahre lang als Moderator für Fox News tätig. Als Soldat diente Hegseth im Irak und in Afghanistan. Erfahrung in Regierungsarbeit bringt er aber nicht mit. Doch Hegseth dürfte sich die Nominierung durch Trump mit seiner langjährigen Loyalität verdient haben: Der zweifache Familienvater hält schon seit 2016 zu Trump, als viele den Milliardär noch als politische Witzfigur belächelten. © TERRY WYATT(AFP
Pamela Jo Bondi, genannt Pam Bondi, den Job im Justizministerium bekommen
Statt dem ursprünglich von Trump nominierten Matt Gaetz hat Pamela Jo Bondi, genannt Pam Bondi, den Job im Justizministerium bekommen. Die 59 Jahre alte Juristin war in ähnlicher Funktion auf bundesstaatlicher Ebene bereits in Florida tätig. 2013 stellte sie dort in dieser Funktion einen Betrugsprozess gegen die Trump University ein. 2016 unterstützte sie Trump im Vorwahlkampf der Republikaner. Er holte die Juristin drei Jahre später in sein Anwaltsteam, das ihn im ersten Amtsenthebungsverfahren vertrat.  © MANDEL NGAN/AFP
Douglas James „Doug“ Burgum ist Mitglied der Republikaner
Douglas James „Doug“ Burgum ist Mitglied der Republikaner und hat im Kabinett von Donald Trump den Posten des Innenministers übernommen. Von 2016 an war der ehemalige Unternehmer Gouverneur des Bundesstaates North Dakota.  © IMAGO/Ricky Fitchett
Brooke Rollins soll im zweiten Kabinett Donald Trumps das Amt der Landwirtschaftsministerin übernehmen
Brooke Rollins hat im zweiten Kabinett Donald Trumps das Amt der Landwirtschaftsministerin übernommen. Die Anwältin stammt aus Texas und war bereits in der ersten Regierung Trumps tätig. Sie gilt als loyale Anhängerin des künftigen Präsidenten und als politische Vordenkerin konservativer Strategien. © MANDEL NGAN/AFP
Howard Lutnick, hier im Jahr 2010 mit seiner Ehefrau bei einer Gala
Howard Lutnick, hier im Jahr 2010 mit seiner Ehefrau bei einer Gala, ist Donald Trump als Handelsminister ins Weiße Haus gefolgt. Der Milliardär war stellvertretender Vorsitzender im Übergangsteam Trumps und regelmäßiger Gast in dessen Luxus-Resort Mar-a-Lago. Laut der New York Times war Lutnick lange Zeit als Mitglied der Demokraten registriert, lief nach der Machtübernahme Trumps im Jahr 2016 zu den Republikanern über. © IMAGO
Lori Chavez-DeRemer war Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus
Lori Chavez-DeRemer war Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus und ist unter Donald Trump Arbeitsministerin geworden. Die Personalie war innerhalb der Republikanischen Partei umstritten. Chavez-DeRemer unterhält enge Beziehungen zu mehreren Gewerkschaften in den USA und unterstützte während ihrer Amtszeit mehrere Gesetzentwürfe der Demokraten, darunter auch eine Amnestie für illegal Eingewanderte, die auf dem Arbeitsmarkt integriert sind. © IMAGO/Michael Brochstein
Robert F. Kennedy Jr., Neffe des einstigen Präsidenten John F. Kennedy
Robert F. Kennedy Jr., Neffe des einstigen Präsidenten John F. Kennedy, hat sich in den vergangenen Jahren vor allem als Impf-Leugner und Verschwörungstheoretiker hervorgetan. Bei der US-Wahl 2024 trat RFK zunächst als unabhängiger Kandidat an, zog sich dann aber aus dem Rennen zurück und unterstützte die Kampagne Donald Trumps. Der versprach dem 70 Jahre alten Kennedy dafür eine herausragende Rolle bei der Gestaltung der Gesundheitspolitik – und nominierte ihn schließlich als US-Gesundheitsminister. © IMAGO/Robin Rayne
Scott Turner, ehemaliger NFL-Profi, soll unter Donald Trump Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung werden.
Scott Turner ist unter Donald Trump Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung geworden. Der ehemalige Profi der American Football League gehörte bereits der ersten Administration Trumps an. Scott ist die erste Schwarze Person im Team des künftigen Präsidenten. Zu Scotts Aufgaben werden unter anderem Programme zur Förderung von erschwinglichem Wohnraum gehören, außerdem zur Unterstützung von Amerikanern mit geringem Einkommen, zur Verhinderung von Diskriminierung auf dem Markt und zur Förderung der Stadtentwicklung. © ANNA MONEYMAKER/AFP
Sean Duffy, hier mit seiner Ehefrau Rachel Duffy
Sean Duffy, hier mit seiner Ehefrau Rachel Duffy, ist der neue Verkehrsminister in der Trump-Regierung. Duffy bringt politische Erfahrung als ehemaliger Kongressabgeordneter mit. Seine Nominierung durch Trump dürfte er aber vor allem seiner Präsenz bei Fox News verdanken. Neben zahlreichen Gastauftritten moderierte Duffy gut ein Jahr seine eigene Show namens „The Bottom Line“ auf dem Spartensender Fox Business Network. © IMAGO/Robert Deutsch
Chris Wright
Neuer Energieminister ist Chris Wright. Er soll Trump dabei helfen, Regulierungen abzubauen und so die Ausbeutung der Rohstoffe in den USA voranzutreiben. Trump hat es eigenen Aussagen zufolge vor allem auf Ölfelder in Alaska abgesehen. Burgums Aufgabe ist, als Energierminister Öl-Förderungen in dortigen Naturschutzgebieten zu ermöglichen. © Ting Shen/AFP
Linda McMahon. Die 76 Jahre alte Managerin ist die Ehefrau von Vince McMahon
Eine weitere Fernsehpersönlichkeit, die Donald Trump mit nach Washington DC gebracht hat, ist Linda McMahon. Die neue Bildungsministerin ist die Ehefrau von Vince McMahon. Gemeinsam mit ihrem Mann führte McMahon die Wrestling-Show WWE zu internationalem Erfolg. Das Vermögen des Ehepaars wird laut Forbes auf fast drei Milliarden Dollar geschätzt. Die McMahons gelten als spendenfreudige Unterstützer der Republikaner im Allgemeinen und Donald Trump im Speziellen. Was genau ihre Aufgaben sind, ist nicht ganz klar. Im Wahlkampf hatte Trump immer wieder angekündigt, das Bildungsministerium abschaffen zu wollen. © imago stock&people
Der ehemalige Kongressabgeordnete Doug Collins
Der ehemalige Kongressabgeordnete Doug Collins hat unter Donald Trump den Posten des Ministers für Kriegsveteranen übernommen – ein wichtiger Posten in den USA, wo die Rolle der Umgang mit den eigenen Veteranen ein konstanter Streitpunkt ist. Collins gilt als loyaler Unterstützer Trumps und verteidigte auch dessen Behauptungen zum angeblichen Wahlbetrug in Georgia bei der US-Wahl 2020.  © IMAGO/Robin Rayne
Kristi Noem vor der US-Wahl
Kristi Noem berichtete vor der US-Wahl in einer Autobiografie davon, wie sie ihren Hund wegen Ungehorsams erschossen hatte. Damit löste die 52 Jahre alte Gouverneurin des Bundesstaates South Dakota eine Welle der Empörung aus – und hinderte Donald Trump wohl daran, sie zu seiner Vizepräsidentin zu machen. Dafür war die Republikanerin rund ein Jahr lang als Ministerin für innere Sicherheit Teil des Trump-Kabinetts tätig. Im März 2026 musste sie aber ihren Hut nehmen.  © Samantha Laurey/Imago
Senator des Bundesstaates Oklahoma Mullin
Trump bestimmte zugleich den Nachfolger von Noem: Markwayne Mullin führt mit Wirkung zum 31. März 2026 das für Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden zuständige Ressort. Der Senator des Bundesstaates Oklahoma und sechsfache Vater aus dem Mittleren Westen gilt als bodenständig, konservativ und loyal zu Trump. Mullin wuchs auf einer Ranch auf, übernahm als junger Mann das Familienunternehmen, einen Sanitär- und Handwerksbetrieb, und baute es zu einer großen Firma aus. Bevor er in die Politik ging, kämpfte er außerdem als Mixed-Martial-Arts-Sportler und blieb laut eigenen Angaben in seiner kurzen Profikarriere ungeschlagen. Nun verfügt Trumps Kabinett über einen neuen Kämpfer.  © J. Scott Applewhite/dpa
Der 44 Jahre alte Lee Zeldin
Lee Zeldin ist neuer Direktor der Umweltschutzbehörde. Trump selbst glaubt nicht an den menschengemachten Klimawandel. Zeldins Aufgabe soll also weniger der Schutz der Umwelt sein. Stattdessen soll der Ex-Abgeordnete laut Trump „für faire und rasche Deregulierung sorgen“. Zeldin bedankte sich für den Posten bei seinem neuen Chef via X und kündigte an, „amerikanische Arbeitsplätze zurückzubringen“. © IMAGO/Matt Bishop/imageSPACE
Russel Vought nennt sich selbst einen „christlichen Nationalisten“.
Russell Vought nennt sich selbst einen „christlichen Nationalisten“. Erfahrungen hat er bereits als Regierungsbeamter in der ersten Administration von Donald Trump sammeln können. Vought war einer der Autoren des „Project 2025“ und gilt als Hardliner in Sachen Grenz- und Einwanderungspolitik. In der neuen Administration von Donald Trump hat er die Leitung des Büros für Management und Haushalt übernommen. © Michael Brochstein/imago
Tulsi Gabbard war einst Abgeordnete der Demokraten
Tulsi Gabbard war einst Abgeordnete der Demokraten und vertrat den Bundesstaat Hawaii von 2013 bis 2022 im Repräsentantenhaus. 2020 kandidierte sie bei den Vorwahlen der Demokrate. 2022 brach sie mit ihrer Partei und erklärte sich für unabhängig. In den Folgejahren näherte sie sich immer mehr den Republikanern an, bis sie sich vor der US-Wahl 2024 öffentlich für Donald Trump aussprach. Der dankte es der 43 Jahre alte Politikerin jetzt mit einem Amt in seinem Kabinett. Gabbard ist neue Direktorin der Geheimdienste. „Seit über zwei Jahrzehnten kämpft Tulsi Gabbard für unser Land und die Freiheiten aller Amerikaner“, sagte Donald Trump in einem Statement. © Marco Garcia/dpa
John ratcliffe
John Ratcliffe führt seit Ende Januar den Auslandsgeheimdienst der USA. Der ehemalige Kongressabgeordnete aus Texas gilt als enger Vertrauter von Trump. Ratcliffe war zuvor Co-Vorsitzender einer konservativen Denkfabrik. In der ersten Amtszeit des Republikaners war der neue CIA-Direktor als Geheimdienstkoordinator tätig. Die Demokraten warfen Ratcliffe damals unter anderem vor, seine Position für politische Zwecke zu missbrauchen. © Jemal Countess/AFP
Jamieson Greer
Jamieson Greer ist der neue US-Handelsbeauftragte – eine Schlüsselrolle angesichts von Trumps Vorliebe, hohe Zölle auf ausländische Produkte zu verhängen. Historisch habe der US-Handelsbeauftragte nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit gestanden, schreibt die „New York Times“. Unter Trump habe die Rolle aber erheblich an Bedeutung gewonnen.  © Imago
Kelly loeffler
Neue Direktorin der Mittelstandsbehörde ist Kelly Loeffler. Die frühere Senatorin verlor im Januar 2021 die Stichwahl um den Sitz im US-Senat – trotz massiver Unterstützung von Donald Trump. Loeffler ist seit 2004 mit Jeffrey Sprecher, dem Vorsitzenden der New York Stock Exchange, verheiratet. © Imago
Susie Wiles, Spitzname „Ice Lady“, wird unter Donald Trump Stabschefin im Weißen Haus
Ebenfalls dabei ist Susie Wiles. Die sogenannte „Ice Lady“ ist Donald Trumps Stabschefin im Weißen Haus und damit die erste Frau auf dieser Position. Die 67 Jahre alte Politikberaterin leitete den Wahlkampf Trumps bei der US-Wahl 2024. In ihrer neuen Funktion wird sie vor allem dafür zuständig sein, zu regeln, wer Zugang zum künftigen Präsidenten erhält. Doch Wiles hat auf einem wahren Schleudersitz Platz genommen. In seinen ersten vier Jahren Regierungszeit benötigte Trump ganze vier Stabschefs. © Alex Brandon/dpa
Elise Stefanik wird die Vereinigten Staaten von Amerika unter der zweiten Regierung von Donald Trump als Botschafterin bei den Vereinten Nationen vertreten
Elise Stefanik sollte die USA eigentlich als Botschafterin bei den Vereinten Nationen vertreten. Doch Donald Trump hat seine Nominierung Ende März überraschend zurückgezogen. Zur Begründung erklärte er, er wolle nicht riskieren, dass Stefaniks Mandat im Kongress bei einer Nachwahl an die Demokraten falle. Stefanik ist eine loyale Verbündete Trumps. 2014 war sie mit damals 30 Jahren die jüngste Frau, die ins Repräsentantenhaus gewählt wurde. Einst zählte sie zu den eher moderateren Mitgliedern der Partei. Davon kann jetzt keine Rede mehr sein.  © Annabelle Gordon/Imago

Doch Chicago wird wohl nur der Beginn von Trumps geplanten Massenabschiebungen sein. Große Einwanderungszentren wie New York, Los Angeles, Denver und Miami stehen ebenfalls im Visier der neuen Regierung und es könnte zu gezielteren Razzien kommen. Gegenüber dem US-Sender Fox News erklärte Homan auf Anfrage zu den Medienberichten über eine Razzia in Chicago: „Im ganzen Land wird es eine große Razzia geben. Chicago ist nur einer von vielen Orten.“

Um die Pläne umzusetzen, erwägt das Trump-Team eine breite Reihe von Änderungen, um den Sheriffs mehr Befugnisse zu verleihen. Trumps geplante Massenabschiebungen werden von der Einwanderungs- und Zollbehörde „Operation Safeguard“ genannt.

US-Massenabschiebungen unter Trump: Organisationen haben sich vorbereitet

Nach Informationen der NYT hat die Einwanderungsbehörde (ICE) flächendeckende Vorbereitungen für den Tag nach Trumps Amtseinführung getroffen. Hunderte Agenten wurden gebeten, sich freiwillig zu melden und an der „Post-Inauguration“-Operation zur Bekämpfung illegal in den USA lebender Einwanderer teilzunehmen, heißt es weiter. Dass es zu möglichen ICE-Razzien kommen könnte, wurde bereits seit Tagen vermutet. Eine Organisation, die Coalition for Humane Immigrant Rights of Los Angeles, sagte, sie habe seit der Wahl mehr als 140 Workshops durchgeführt, um Einwanderer über ihre Rechte, rechtlichen Mittel und ihr Verhalten im Falle einer Ansprache durch ICE-Agenten zu informieren.

Dass Trumps Massenabschiebungen in Chicago beginnen könnten, hat mutmaßlich auch einen symbolischen Charakter. Die Stadt war während der Präsidentschaft von Joe Biden zu einem politischen Brennpunkt geworden. Tausende Migrantinnen und Migranten hatten dort Zuflucht gesucht. (fbu)

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